Ruhestörung Archiv
247 Episoden
24 Minuten
Begonnen hat alles in Austin, Texas, 1987 mit einem Musikfestival, das sich noch hauptsächlich um Roots-Rock und Alternative Country drehte. Mittlerweile hat sich das South-By-Southwest-Festival zu einer der größten Musikmessen und zum Vorreiter in Sachen Innovation, Kreativität und Vielfalt entwickelt, zu dem jährlich mehr als 400.000 Besucher*innen strömen. Klar, dass da auch das größte Clubfestival Europas, das Reeperbahn Festival, nicht fehlen darf. Das ANCHOR-Award-Gewinnerduo Ätna hat uns ein paar exklusive Einblicke ihres Aufenthalts vor Ort beschert und darüber hinaus schauen wir einmal, was und vor allem wen das Reeperbahn Festival in Texas alles so live präsentiert hat.
23 Minuten
Die Konzerte in der Elbphilharmonie während des Reeperbahn Festivals gelten nicht nur wegen ihrer besonderen Location als ziemlich beliebt, sondern auch wegen der Experimentierfreudigkeit, die viele Künstler*innen dort an den Tag legen. So wurde Anna Calvi im vergangenen Jahr von einem Streichquartett begleitet, das Avantgarde-Duo Ätna spielte 2021 mit Bigband und die dänische Band Efterklang einst mit einem belgischen Barock-Ensemble. Man darf gespannt sein, was uns dieses Jahr erwarten wird. In dieser Ausgabe erfahrt Ihr auf jeden Fall schon einmal, welche vier Acts ganz frisch für die Elbphilharmonie-Konzerte bestätigt wurden.
57 Minuten
2015 wurde die Initiative Keychange ins Leben gerufen – was ist seither passiert? Wir blicken gemeinsam mit Lea Karwoth vom Reeperbahn Festival auf die Entwicklungen rund um die Gleichberechtigungsbemühungen in der Musikbranche und sprechen auch über neue, beim großen Keychange-Netzwerktreffen in Brüssel geschmiedete Pläne und Visionen. Außerdem haben wir Künstlerin und Keychange-Talent Gloria de Oliveira zu Gast, die von ihren Erfahrungen im Kulturbetrieb, ihrem Werdegang und ihrer aktuelle Platte „Oceans Of Time“ berichtet.
45 Minuten
Gehört Ihr eher zu dem Typ Mensch, der sich bei einer langen Warteschlange im Supermarkt geduldet, oder fordert Ihr lautstark eine zweite Kasse? Wir haben den österreichischen Musiker Salò, dessen bevorstehende Tour treffenderweise den Titel „2. Kassa, Bitte“ trägt, unter anderem genau dazu einmal befragt, aber auch einiges über seinen Werdegang, einen besonders prägenden Song und das merkwürdige Genre „Erotische Dinosaurierliteratur“ erfahren …
56 Minuten
Wenn man als Rapperin nicht nur aus dem Repertoire einer, sondern gleich dreier Sprachen schöpfen kann, hat man anderen natürlich schon einmal einiges voraus. Bei Joy Grant aka Babyjoy ist das der Fall und das mühelose Balancieren zwischen deutschen, französischen und englischen Lines verleiht dem Sound der Berliner Musikerin einen ganz speziellen Vibe. Wir haben mit ihr über ihre turbulente Familiengeschichte, französischen HipHop und den Stempel „Conscious-Rap“ gesprochen, der ihr – durchaus zu Recht – spätestens seit ihrer Debüt-EP „Troubadour“ anhaftet.
60 Minuten
„Genrefluides Feuerwerk mit Hang zum Perlwein“ – so lautet die musikalische Selbstbeschreibung der Berliner Musikerin Futurebae. In dieser Ausgabe ist sie bei uns zu Gast und erzählt, wie sie von einer wilden Mischung aus Irish Folk, Girlgroup-Power und Blockflöte geprägt wurde; wie sie mit Hatern im Netz umgeht und was es mit einem eigenartigen, schlumpfblauen Getränk namens „Sekkorade“ auf sich hat.
53 Minuten
Versucht man, etwas über Steintor Herrenchor herauszufinden, landet man ganz schnell in einer informativen Sackgasse. Höchste Zeit also, die drei „Neue-Neue-Deutsche-Welle“-Newcomer aus Hannover einmal zu Ruhestörung zu holen, um mit ihnen ein bisschen Licht ins Dunkel rund um ihre Entstehungsgeschichte, ihre Sicht auf Poesie und ihre mitunter kryptischen Instagram-Posts zu bringen.
58 Minuten
„Warum schreibt ihr denn nicht endlich einen Hit?“ Eine Frage, mit der das österreichische Duo Cari Cari ziemlich oft konfrontiert wird. Doch wozu dem Algorithmus entsprechen, wenn es auch so bestens funktioniert? 2022 veröffentlichten Stephanie Widmer und Alexander Köck ihr eskapistisches zweites Album „Welcome To Kokoo Island“, spielten die größten Shows ihrer Karriere und konnten immer mehr Leute mit ihrem schamanenhaften, erdigen Sound in ihren musikalischen Kaninchenbau locken. Wir haben mit den beiden über Blockflöten, das ägyptische Militärorchester und gesunden Dilettantismus gesprochen.
40 Minuten
„Don’t let my name misguide you“ – ein durchaus sinnvoller Tipp, wenn man sich mit der Musik von Chrissie Kühl alias Nothhingspecial beschäftigt. In dieser Ausgabe ist die junge Musikerin aus Bonn bei uns zu Gast und spricht über ihr musikalisches Aufwachsen zwischen Modern Talking und Peter Tschaikowsky, ihre allerersten Cover-Songs und warum es so unheimlich wichtig ist, sich aus seiner Komfortzone zu trauen, wenn man wirklich seinen Träumen näher kommen möchte.
51 Minuten
„I'll Be Gone For A Little While“ – so heißt nicht nur die erste EP von BEACHPEOPLE; gewissermaßen ist dieser Satz auch ein wenig programmatisch für die Entstehungsgeschichte des musikalischen Projekts um Malte Huck. Wir sprechen mit ihm und seinem guten Freund und künstlerischen Kollegen Christoph Winkler unter anderem über den bisherigen Weg der Formation, ihre gemeinsame, etwas nerdige Vorliebe für Musikvideos und ihre Erfahrungen bei Reeperbahn Festival Collide.
21 Minuten
Neues Jahr, neues Glück – auch im Jahr 2023 dürfen wir uns wieder auf ein aufregendes und abwechslungsreiches Reeperbahn Festival freuen. Um die Zeit bis dahin ein wenig zu überbrücken, blicken wir in dieser Folge noch einmal zurück auf das Reeperbahn Festival 2022. Welche Eindrücke hatten die Besucher*innen? Wie empfanden Künstler*innen das ungewöhnliche Festival-Format? Merkte man von der Pandemie wirklich nichts mehr? Und welche Maßnahmen setzte das Team des Reeperbahn Festivals durch, um eine möglichst klimaschonende und diverse Veranstaltung auszurichten? All diesen Fragen gehen wir heute nach – begleitend dazu: Musik von Reeperbahn-Festival-Acts wie L.A. Salami, Loyle Carner und Futurebae.
34 Minuten
Auch im Jahr 2022 waren wieder zahlreiche Musiker*innen im Gespräch in Ruhestörung zu hören. In dieser Ausgabe lassen wir die Gespräche Revue passieren. In zahlreichen Anekdoten und Erinnerungen erzählen die Künstler*innen von ihren musikalischen Anfängen, ersten Versuchen am Instrument und von ihrem individuellen, kreativen Prozess. Da geht es um zunächst angestaubt in der Ecke stehende Konzertgitarren, um erste musikalische Schritte, die durch Videospiele inspiriert wurden, wenig hilfreiche pädagogische Ratschläge seitens früherer Klavierlehrer, sehnlichste Wünsche nach der ersten eigenen Klarinette und vieles mehr. Und während wir uns gemeinsam durch die Quartale 2022 bewegen, zeichnen die Musiker*innen ein vielfältiges Bild davon, wie ein Weg in Richtung eigener Songs und schließlich auch auf die Bühne aussehen kann. Vielleicht ja auch eine Ermutigung, selbst mal wieder zum Instrument zu greifen.
36 Minuten
Früher war ein Plattenvertrag gefühlt das goldene Ticket in eine erfolgreiche Musikkarriere. Aber ist das immer noch so? Immer mehr Künstler*innen bringen ihre Musik in Eigenregie heraus und kümmern sich am besten auch gleich noch selbst um alles Weitere wie Produktion, Marketing oder Merch. Sind sie die Zukunft oder kommen alle Musiker*innen irgendwann an den Punkt in der Karriere, an dem sie doch gewisse Arbeitsschritte abgeben müssen, um weiterzukommen, ohne völlig durchzudrehen? Wir haben mit der Musikerin und Produzentin Novaa über ihre Erfahrungen mit dem Selbstverlag, das starke Gefühl der Selbstermächtigung und das schwierige System der Musikindustrie gesprochen.
38 Minuten
In Deutschland leben 22, 3 Millionen Menschen mit einer Migrationsgeschichte; das ist etwa jede vierte Person. Müsste sich das nicht auch in der Musikindustrie widerspiegeln? Eigentlich schon. Warum es der deutschen Musikbranche aber nach wie vor an Diversität mangelt, klären wir heute mit Demba Sanoh von Same But Different.
36 Minuten
„Wo kommst Du eigentlich her?“ „Aus Berlin.“ „Nee, ich meine ursprünglich.“ … So müssen viele Unterhaltungen verlaufen sein, die die Berliner Rapperin Nashi44 bisher über sich hat ergehen lassen müssen. Doch mittlerweile hat sie eine schlagfertige Antwort darauf gefunden: „Aus der Pussy.“ So heißt auch die erste Single ihres Album „Asia Box“, das im März dieses Jahres erschien und dessen Stil die Künstlerin selbst als „Asian Berlin Pussy Consciousrapׅ“ bezeichnet. Wir haben uns mit ihr über ihren Weg, den Umgang mit Klischees und ihr ambivalentes Verhältnis zur Wut unterhalten.