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Radiospitzen - Kabarett und Comedy Archiv

53 Episoden
3 Minuten
Es ist wieder Kommunalwahl in Bayern. Da sitzt man dann in einer Schule an einem Tisch mit Sichtschutz, während man versucht, den tagesdeckengroßen Stimmzettel für den Münchner Stadtrat in geheimer Wahl auszufüllen, ohne dabei den Tischnachbarn in selbigen einzuwickeln. Und dann nach drei Stunden der Schrei: Man hat sich verpanaschiert und verkumuliert, den Falschen gestrichen und zuviel Stimmen verteilt und noch eine Einkaufsliste auf den Zettel geschrieben, man ist halt abgeschweift nach drei Stunden. Wer kann sich schon in einer Schule konzentrieren, am Sonntag und dann auch noch Mathe... . Eine Glosse von Helmut Schleich.
3 Minuten
"In dem niederbayerischen Ort Bodenmais wurde jetzt die Bayerische Weißwurstkönigin inthronisiert. Da frägt man sich natürlich, warum denn ausgerechnet in Bodenmais? Ein Ortsname, geschaffen für vegetarische Krönungen jegliche Art. Wenn es um Fleisch geht, dann doch bitte in Schweinhütt, das ist quasi gleich neben Bodenmais oder in Schweineberg im Oberallgäu. Und wo bitte schön war unser aller Landesfleischer, äh -vater Maggus, wie kann einem wie ihm so ein Termin nur so wurscht sein? Eine Glosse von Helmut Schleich."
15 Minuten
Mathias Tretter war immer schon ganz nah dran am Puls der Zeit. In seinen Kabarettprogrammen geht es um die demokratisierende Kraft des Internets, den Zwang zur Selbstoptimierung, um virtuelle Freunde und twitternde Präsidenten, um asoziale Netzwerke und bizarre Trends. Einst zählte der gebürtige Würzburger gemeinsam mit seinen Kollegen vom "Ersten Deutschen Zwangsensemble" zu den jungen Wilden des Kabaretts. Zahlreiche Auszeichnungen später gehört Mathias Tretter zu den etablierten Kräften auf den deutschen Bühnen. Im aktuellen Bühnenprogramm "Souverän" wirft Mathias Tretter seinen scharfen Blick auf eine Gesellschaft im Ausnahmezustand und fragt: Wer ist eigentlich der Souverän in Zeiten, in denen der Demokratie die Herrschaft allmählich abhandenkommt?
3 Minuten
Wir in München brauchen keinen Fasching. Wir haben Sendl-ing, Gies-ing, Schwab-ing und noch einige -ing's mehr. Faschingsendspurt gibt es bei uns genauso wenig wie Kölsch auf den Getränkekarten. Soll doch der Maggus seine Fastnacht irgendwo in Franken feiern, wir derblecken und das machen wir in der Fastenzeit. Wenn bei allen am Aschermittwoch alles vorbei ist, drehen wir erst richtig auf, mit Starkbier, seinerzeit von ganz oben kirchlich abgesegnet. Ganz ohne Kostüm nehmen wir uns die Ganzjahresclowns in der Politik vor. Das geht dann bis zum Maibockanstich und dann ist eh schon wieder Wiesn. Eine Glosse von Helmut Schleich.
3 Minuten
Wunschtermine sind eine zwiespältige Angelegenheit, weiß Kolumnist Helmut Schleich. Der Termin zum Heiraten ist eine besonders heikle Sache: Wenn es nach wissenschaftlichen Erkenntnisse der Uni Melbourne geht, dann soll es auf keinen Fall ein Datum mit Schnapszahl sein...
3 Minuten
Jetzt a mal ganz ehrlich, genießen wir doch noch die Streiks, so wie wir sie heute kennen. Dank KI und Digitalisierung wird in ein paar Jahrzenten, keinen mehr einen Streik interessieren. Der öffentliche Nahverkehr ist autonom unterwegs, Pakete kommen per Drohne, beim Flughafen wird Dir der "Check in Roboter" in den Koffer schauen und in Fabriken wird das Auto automatisiert gebaut und all das wird von KI-Maschinen gewartet, die von KI-Maschinen gebaut und programmiert werden. Na ja, vielleicht gibt's dann hin und wieder einen "Retrostreik" nur so, zum Spaß, hat ja dann eh keiner mehr was zu tun.
53 Minuten
Der Deutsche Kabarettpreis 2025 wurde am vergangenen Samstag im und vom Burgtheater Nürnberg verliehen - die Stadt Nürnberg stiftete die Preisgelder. Der Hauptpreis ging an Christian Ehring, der Förderpreis an Fee Brembeck, und der Sonderpreis an das Kabarett-Duo "Das Geld liegt auf der Fensterband, Marie". Im Rahmen der Verleihungsgala traten die drei PreisträgerInnen in umgekehrter Reihenfolge auf. Durch den Abend führte Matthias Egersdörfer.
3 Minuten
Als Escape-Room bezeichnet man ein Spiel, bei dem Menschen per Rätselknacken aus einer Anlage hinaus- oder durch diese hindurchfinden müssen. Das gibt's jetzt auch in einem Kloster. Es gilt, eine Bedrohung abzuwehren.Roggenburg (KNA) Das ist mal eine besondere Location: Im bayerisch-schwäbischen Kloster Roggenburg in der Nähe von Ulm eröffnet am 2. Januar ein Escape-Room. So bezeichnet man ein Spiel, bei dem Menschen durch Lösen von Rätseln aus einer Anlage hinaus- oder durch diese hindurchfinden müssen. Der Escape-Room des in Roggenburg ansässigen katholischen Ordens der Prämonstratenser-Chorherren dreht sich um folgende Geschichte: "Wir schreiben das Jahr 1632. Auf dem europäischen Kontinent tobt der Dreißigjährige Krieg", erklärt der Ordensmann Kilian Neubert, einer der Rätselraum-Verantwortlichen. Die Spieler seien Bedienstete des Klosters und müssten mit den herannahenden Schweden verhandeln, um das Kloster vor Verwüstungen zu bewahren, insbesondere das wertvolle Chorgestühl. Um den Schweden etwas anbieten zu können, gelte es, in 60 Minuten die verborgene Klosterschatzkammer zu finden.
3 Minuten
Als der amtierende Bundesaußenminister Wadephul Anfang der Woche von sich reden gemacht hat, weil er in sämtlichen deutschen Botschaften in der Welt ein Porträt von sich aufhängen lassen will und dem Schreiben angeblich gleich ein Bild mit Zuschnitt-Muster beigelegt hat, da habe ich mich mal wieder gefragt: Wer macht in diesem Land eigentlich das Kabarett?
3 Minuten
Der Trend geht zur Telefonzelle in der Wohnung. Aus dem öffentlichen Raum verschwunden im privaten Wohnzimmer gefunden. Kein Smartphone in der Hosentasche sondern 20 Cent.
3 Minuten
Latein nicht mehr als bevorzugte Amtsprache? Hallo, was kommt als nächstes, der Petersplatz wird zum Baseballstadion, nur weil der Papst ein Fan von dem Spiel ist? Und jetzt ist natürlich den Nachahmern Tür und Tor geöffnet, oder vielmehr Dür und Dor. Fränkisch soll jetzt verpflichtende Amtsprache in Bayern werden. "Drei im Weggla" müssen in allen Behördenkantinen täglich angeboten werden. Dies sei zur Würdigung unser aller Landesvaters nur angemessen, meint er. Eine Glosse von Helmut Schleich.
21 Minuten
Auch schwere Themen können uns zum Lachen bringen - wenn sie von einem Fachmann satirisch aufbereitet werden. Das ist die hohe Kunst, die der gebürtige Wiener Severin Groebner mit Bravour beherrscht.
3 Minuten
Markus möchte jetzt Pop-Up-AKWs, Kernkraftwerke die wieder verschwinden, bevor überhaupt jemand mitbekommen hat das da eins war. Nach dem Motto "In Bayern strahlt das AKW, der Söder lächelt und sagt schee" werden die Standorte nach den neuesten politisch, demokratischen Standards ermittelt, per Losverfahren. Als Endlager für die Brennstäbe dienen die verwaisten Wohnungen der Mitglieder der Jungen Union, die sich geschlossen, nach der Forderung der Einführung der Wehrpflicht, für 70 Jahre bei der Bundeswehr verpflichtet haben. Wer so konsequent bei der Rentenpolitik ist, muss auch glaubwürdig bei der Verteidigungspolitik rüberkommen. Eine Glosse von Helmut Schleich.
3 Minuten
Seit Jahren stauen sich doch die Fahrgäste in Zügen, auf Bahnhöfen und in Schienenverkehrersatzbussen. Und am nächsten Bahnhof ist schon wieder aus mit der Reise, wegen eines Defektes am Triebwagen.