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Radiopraxis Archiv

27 Episoden
1 minute
Radiologen sind anerkannter und fester Bestandteil von Traumateams in allen großen Unfallkrankenhäusern und Notfallambulanzen. Diagnostische und therapeutische Entscheidungen müssen interdisziplinär und umfassend angelegt sein und zu jeder Tages- und Nachtzeit zügig mit hoher fachlicher Kompetenz getroffen werden. In der Notfalldiagnostik müssen Radiologen mit verschiedenen bildgebenden Verfahren wie Ultraschall, konventionellem Röntgen, CT, MRT und DSA vertraut sein.
1 minute
Venenverweilkatheter stellen einen kurz- bis mittelfristigen parenteralen Zugang zur kontinuierlichen oder wiederholten Injektion von Lösungen oder Medikamenten dar. Die Katheteranlage kann von Ärzten sowie vom medizinischen Fachpersonal als delegierte Tätigkeit durchgeführt werden. In der Radiologie kommen sie vor allem bei der Kontrastmittelinjektion in der CT oder MRT zum Einsatz, sowie in der DSA, bei Interventionen jeglicher Art oder bei kreislaufinstabilen Patienten, um Medikamente verabreichen zu können.
1 minute
Häufig treten epileptische Anfälle als Symptom einer strukturellen Hirnveränderung auf. Das Ziel der Bildgebung in der Epilepsiediagnostik ist diese zugrunde liegende Ursache darzustellen. Das Erscheinungsbild des Anfalls kann wichtige Hinweise auf die Lokalisation des Anfallsursprungs geben und so wichtige Informationen für eine optimale Sequenzplanung geben. Das am weitesten verbreitete Epilepsiesyndrom ist die Temporallappenepilepsie, deren häufigste Ursache ist die Hippocampussklerose. Die Darstellung gelingt am besten in einer Feinschichtung des Temporallappens in IR-, FLAIR- und T2-Sequenzen.
15 Minuten
Der Volksmund nennt sie ”Schaufensterkrankheit“ – der Mediziner nennt sie ”periphere arterielle Verschlusskrankheit“ (pAVK) oder ”Claudicatio intermittens“. Diese chronische Erkrankung der peripheren Arterien betrifft hauptsächlich die unteren Extremitäten, bei jedem 10. Patienten 1 jedoch treten die Beschwerden auch an den oberen Extremitäten auf. Mittlerweile ist die pAVK zu einer Volkskrankheit geworden. Fast 4,5 Millionen Menschen 2 in Deutschland leiden an dieser Krankheit. In etwa 95 % aller Fälle geht der pAVK eine Arteriosklerose voraus. Risikofaktoren sowohl für die Arteriosklerose als auch für die pAVK sind zum einen ein höheres Alter, Bluthochdruck und Zuckerkrankheit, zum anderen aber auch falsche Ernährung und übermäßiger Gebrauch von Genussmitteln. Der größte Risikofaktor hierbei ist das Rauchen, worauf sich auch der Begriff ”Raucherbein“ begründet. In früheren Jahren folgte bei fortgeschrittenem Krankheitsbild fast zwangsläufig eine stufenweise Amputation – bis hin zum Verlust der gesamten Extremität. Heute jedoch gibt es gute Möglichkeiten, vielen Patienten mittels perkutaner transluminaler Angioplastie (Ballondilatation) und eventueller Stentimplantation in der Angiografie dieses Schicksal zu ersparen.
16 Minuten
Backen Sie gerne? Wenn ja, dann besitzen Sie bereits das Handwerkzeug um einen komplexen Teil der MRT-Theorie zu verstehen, den K-Raum. Hier das entsprechende Rezept mit folgenden Zutaten: Patient (Wasserstoffprotonen), Magnetfeld und Untersuchungsspule, Gradienten, Hochfrequenzimpuls, MRT-Bildrechner. Legen Sie Ihren Patienten mit passender Untersuchungsspule in das MRT. Schalten Sie den ersten Gradienten ein. Vorsicht, es wird laut! Im Anschluss senden Sie einen Hochfrequenzimpuls ein. Vorsicht, es wird warm! Nehmen Sie die Signale auf. Schon ist der Teig (Rohdaten) fertig. In einem Kuchenteig sind zwar alle Zutaten enthalten, trotzdem fehlt noch ein wichtiger Schritt, bevor Sie den fertigen Kuchen servieren können. Die Rohdaten enthalten zwar alle Informationen der MRT-Aufnahme, aber auch hier fehlt der entscheidende Schritt, um dem Radiologen ein fertiges Bild servieren zu können. Was für den Kuchen der Backofen ist, ist für die Rohdaten der K-Raum. Das Backergebnis wird von Einstellungen wie Temperatur, Umluft, Ober- und Unterhitze, usw. beeinflusst. Die Bildqualität wird z. B. durch die Füllung und Größe des K-Raums bestimmt. Die 3-teilige Artikelserie ”Magnetresonanztomografie Teil I–III“ soll dazu beitragen, Grundkenntnisse aufzufrischen und bereits vorhandenes Wissen zu vertiefen. In dieser Ausgabe erläutern die Autoren die Begriffe Ortskodierung, Gradientenspulen, K-Raum und Spin-Echo. In der nächsten Ausgabe wird ”Teil III: Sequenzen und Bildqualität“ das bereits Erlernte vertiefen und die Begriffe FLAIR, STIR, Gradientenecho, TSE, TOF, Signal-zu-Rausch-Verhältnis erklären.
23 Minuten
Für viele MTRA und Radiologietechnologen ist die Arbeit am MRT bereits Routine, für andere vielleicht noch völliges Neuland. Dieser und 2 weitere Artikel in den nächsten Heften sollen Ihnen dabei helfen, die Grundkenntnisse zum Thema MRT aufzufrischen oder diese ggf. erst noch zu erlernen. Ich werde versuchen, die Sachverhalte möglichst anschaulich zu beschreiben und Begriffe wie T1, T2, TR, etc. klar zu strukturieren. Ich hoffe, dass ich Sie so, egal ob Neueinsteiger/in oder routinierte Fachkraft, für das interessante Thema der MRT begeistern kann. Wenn Sie es bereits sind, umso besser. Persönlich geht es mir wie den Autoren des Buches ”MRI: From Picture to Proton“, die treffend formulierten: ”It's not rocket science, but I like it.“ 2 Dieser erste Artikel beschreibt die Grundlagen der MRT und erläutert die für die tägliche Arbeit notwendigen Begriffe. Teil II (Bildenstehung + Sequenzen 1.Teil) in der nächsten Ausgabe der Radiopraxis wird sich mit den Begriffen Ortscodierung, Gradientenspulen, K-Raum, Spin-Echo und Turbo-Spin-Echo beschäftigen. In Teil III (Sequenzen 2. Teil + Bildqualität) wird das bereits Erlernte vertieft und erklärt, was FLAIR, STIR, Gradientenecho, Ortskodierung, TOF, Signal-Rausch-Verhältnis bedeutet.
23 Minuten
In Deutschland klagen 69 % der Bevölkerung mindestens einmal im Jahr über Rückenschmerzen. Betroffen ist aufgrund der statischen Gegebenheiten am häufigsten die Lendenwirbelsäule gefolgt von der Halswirbelsäule. Rückenschmerz ist insgesamt der zweithäufigste Grund für einen Arztbesuch und der häufigste Grund für eine Frühberentung. Die direkten und indirekten Kosten (Behandlung, Arbeitsausfall, Rente) durch Rückenschmerz liegen insgesamt bei 25 000 000 000 € jährlich. Somit ist der Rückenschmerz sowohl medizinisch als auch volkswirtschaftlich ein ernstzunehmendes Problem. Bei der Mehrheit der Patienten mit Rückenschmerzen lassen die Beschwerden innerhalb der ersten 4 Wochen nach. Es ist aber ein auch unter Ärzten weitverbreiteter Fehlschluss, dass ein Rückenschmerzpatient geröntgt werden muss. Ziel dieses Artikels ist darzulegen, wie differenziert die radiologische Abklärung von Rückenschmerz erfolgen kann.
34 Minuten
Moderne MSCT-Geräte erlauben die Durchführung von immer komplexeren Untersuchungen und helfen dabei, bestimmte Fragestellungen zu beantworten, wie es vor Einführung dieser neuen Technik nicht möglich war. Jedoch darf bei dieser Vielseitigkeit und der Komplexität der Gerätetechnik auf der einen Seite natürlich die Strahlenexposition des Patienten auf der anderen Seite nicht außer Acht gelassen werden. Intensive Schulungen und Training der technischen Mitarbeiter sind deshalb zwingend notwendig, damit die Protokolle an die jeweilige Untersuchungsstrategie optimal angepasst werden können und den Mitarbeitern bewusst ist, welche Parameter die Patientenexposition in welcher Weise konkret beeinflussen können. Dieser Artikel soll deshalb einen Anstoß geben, die eigene tägliche Arbeit und Vorgehensweise kritisch zu hinterfragen und in die Diskussion mit dem Einweisungspersonal der Hersteller einzusteigen.
22 Minuten
Das Plasmozytom ist eine Erkrankung, deren Komplexität nicht einfach zu überblicken ist. Ebenso umfangreich stellt sich die Diagnostik dieser Erkrankung dar. Neben komplexen hämatologischen Untersuchungen ist die radiologische Diagnostik fest etabliert. Schnittbildverfahren – wie CT und MRT – sind aufgrund ihrer fortschreitenden Entwicklung weiter auf dem Vormarsch, aber sie ersetzen die digitale Radiografie nach wie vor nicht.
22 Minuten
Der Einsatz der Strahlentherapie mit geladenen Teilchen bietet im Vergleich zur Photonentherapie entscheidende physikalische und biologische Vorteile. Die erhöhte biologische und physikalische Wirksamkeit der Schwerionen ist für eine Vielzahl von Tumoren, insbesondere für die gegenüber Photonenstrahlen sehr resistenten Tumorerkrankungen, vorteilhaft. Seit Beginn der Teilchentherapie in den 50er-Jahren in den USA sind über 50 000 Patienten weltweit mit Protonen und über 5 000 Patienten mit Kohlenstoffionen behandelt worden. Für eine Reihe von Tumorindikationen konnte hierdurch das Therapieergebnis wesentlich verbessert werden.
14 Minuten
Die MRT hat sich seit ihrer Einführung in die klinische Anwendung in der Diagnostik von Kniegelenksverletzungen fest etabliert. Der hohe Weichteilkontrast und die Möglichkeit der hoch auflösenden Darstellung der Kniebinnenstrukturen macht die MRT zur idealen diagnostischen Methode bei Kniegelenkproblemen infolge von traumatischen Läsionen. Die MRT bietet mit der Möglichkeit der multiplanaren Darstellung hervorragende Abbildungsbedingungen für das Kniegelenk und liefert dem Kliniker wertvolle Zusatzinformationen über ossäre, ligamentäre, chondrale und Weichteilverletzungen.
16 Minuten
Die Ganzbeinaufnahme ist ein wichtiges Instrument in der Diagnostik und zur Darstellung von Fehlstellungen der Beinachse und von Beinlängendifferenzen, besonders als Ergänzung zur klinischen Untersuchung in Fachrichtungen wie der Unfallchirurgie und der Orthopädie. Die häufigste Indikation für Ganzbeinaufnahmen ist die Rotations- und Achsbestimmung der unteren Extremität vor operativer Korrektur der Beinachse oder vor Knorpelrekonstruktion. Diese operativen Eingriffe bedeuten entweder eine Achskorrektur (Umstellungsosteotomie) oder Einbringung einer Totalendoprothese im Knie- oder Hüftgelenk.
Radiopraxis

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