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Fokus Frieden Archiv

61 Episoden
45 Minuten
Seit Inkrafttreten des Wehrdienst-Modernisierungsgesetztes Anfang 2026 werden vor allem junge Menschen häufiger mit der Frage konfrontiert, ob sie zur Bundeswehr gehen möchten oder nicht. Infolge zunehmender Militarisierung und Kriegsrhetorik fragen sich aber auch Reservist*innen, ob sie womöglich zum Dienst an der Waffe berufen werden könnten. Kriegsdienstverweigerung ist, auch wenn sie in öffentlichen Diskursen oftmals als etwas Verwerfliches gilt, ein Menschenrecht. Was bedeutet es also einen Musterungsbescheid zu bekommen oder Reservist*in zu sein? Welche Rechte hat man und wie können Beratungen zur Kriegsdienstverweigerung Unterstützung leisten? Wie wird mit Nicht-Binarität umgegangen und ist Kriegsdienstverweigerung ein Asylgrund?

Darüber sprechen wir heute mit Clara Meier und Marius Pletsch.

Clara Meier ist seit Juli Referentin für Kriegsdienstverweigerung bei der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK). Sie ist Politikwissenschaftlerin und studiert Theatertherapie. Außerdem macht Clara Bildungsarbeit zu den Themen Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus Sie nimmt regelmäßig an Trialogen zwischen jungen Menschen aus Palästina, Israel und Deutschland teil und nutzt Theater als Werkzeug im Peacebuilding.

Unser zweiter Gast, Marius Pletsch, arbeitet ebenfalls als Referent bei der DFG-VK und dort auch im BundessprecherInnenkreis. Außerdem ist er als Campaigner für "Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!" und als Campaigner bei "Campaign to Stop Killer Robots" tätig. Ehrenamtlich berät er Kriegsdienstverweigerer*innen im Umkreis von Trier, ist Mitglied der Redaktion von Wissenschaft & Frieden und im Beirat der Informationsstelle Militarisierung (IMI). Marius hat an der Universität Trier Politikwissenschaften und Philosophie studiert.  

 

Weiterführende Links:

Zur Geschichte der DFG-VK:

https://dfg-vk.de/unsere-geschichte/ 

Informationen zur Kriegsdienstverweigerung:

https://kdv.dfg-vk.de/7

Bündnis nein zur Wehrpflicht:

https://neinzurwehrpflicht.wordpress.com/
47 Minuten
2024 gab es große Proteste in Kenia, getragen durch eine junge Generation, die gegen Präsident Ruto, seine Politik und die Lebensverhältnisse im Land protestierten. Wir sprechen in dieser Folge darüber welche Rolle dabei die jungen Menschen spielen, wie der Protest dennoch intergenerational ist, was wir daraus für den deutschen Kontext lernen können und wie Kolonialgeschichte und das Auflehnen dagegen bis heute in das Bild von Protest in Kenia hinein spielt.

Dafür zu Gast sind Anna Keppel und Cornelius Henning. Anna studiert „Global and European Transformations“ an der Middle East Technical University Ankara und der Humboldt-Universität zu Berlin und arbeitet in einem Projekt bei “Humanity in Action”. Cornelius studiert Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut in Berlin. Gemeinsam machten die beiden 2024 ein FSJ an der kenianischen UNESCO-Nationalkommission in Nairobi und kamen so in Kontakt mit Projekten und den Protesten vor Ort. Mit ihnen sprechen wir über die Besonderheiten dieser Proteste und welche Rolle die GenZ weltweit in Demokratiebewegungen gerade einnimmt.

Im Oktober wird die Folge nochmals auf Englisch synchronisiert erscheinen.

Weiterführende Links:

Zum Song Anguka Nayo: https://www.youtube.com/watch?v=vQ2L4qcOXVI

Künster:innenkollektiv QWANI: https://www.instagram.com/qwanibok?utm_source=ig_web_button_share_sheet&igsh=ZDNlZDc0MzIxNw%3D%3D

W&F-Artikel 2026/2: https://wissenschaft-und-frieden.de/ausgabe/2026-2-friedensbewegungen-heute/
56 Minuten
Für diese Episode kooperieren wir mit dem Podcast der DGhochN (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen) und dem Zentrum für Interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung (ZIN) der Universität Münster. Im Mittelpunkt der Folge stehen Konflikte in sogenannten Reallaboren für nachhaltige Transformationsprozesse an Hochschulen. Reallabore sind zeitlich und räumlich begrenzte Testräume, in denen solche Prozesse praktisch erprobt und begleitet werden. Konkret geht es um das SUNRISE LAB, das am ZIN angesiedelt ist. Die Folge beschäftigt sich mit der Frage, wie Konflikte in solchen Transformationsprozessen entstehen und wie mit ihnen umgegangen werden kann.

Hier geht es lang zu den anderen Folgen zum Sunrise Lab: https://www.podcast.de/episode/703326311/folge-24-sunrise-lab-inside-reallabore
46 Minuten
Immer weniger Pride-Flaggen von Unternehmen im Juni, weniger Thema in Gesprächen und immer weniger Rückhalt in der Gesellschaft. Man kann sagen, Diversity liegt nicht gerade im Trend. Dabei ist eine gerechte Beteiligung aller an der Gesellschaft etwas, von dem alle profitieren und die Demokratie gestärkt wird. Warum also findet das Thema öffentlich immer weniger statt und was sagt das über unsere Gesellschaft aus? Und wie kann Diversity gelebt werden, dass sie zu einer Inklusion aller in die Gesellschaft beiträgt?

Über diese Fragen sprechen wir mit unseren Gästinnen Petra Köppel und Miao-Ling Lin Hasenkamp, die ihre Perspektiven aus Wirtschaft und Hochschule mitbringen. Petra Köppel ist Diversity-Beraterin und hat vor 17 Jahren Synergy Consult gegründet. Hier begleitet Petra Unternehmen bei der Einführung und Weiterentwicklung von Diversität und Inklusion. Außerdem leitet sie das erste Diversity-Netzwerk in Deutschland namens 'Synergie durch Vielfalt'. Miao-Ling Lin Hasenkamp ist Privatdozentin an der Universität Rostock und Vorstandsmitglied & Diversitätsbeauftragte der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK). Zusätzlich ist sie Policy-Beraterin unter anderem für die Entwicklung von Diversity-Strategien. Gemeinsam sprechen wir über die aktuelle Lage von Diversity-Ansätzen, ihr Zusammenhang mit politischen Entwicklungen in Deutschland und weltweit und wie eine positive, inklusive Zukunft dennoch gestaltet werden kann.

 

Weiterführende Links und Literatur:

https://afk-web.de/diversitaetsbeauftragte/ 

⁠https://www.ipsos.com/de-de/lgbtq-umfrage-pride-month-2025⁠ 

https://www.synergyconsult.de

⁠https://synergie-durch-vielfalt.de

https://synergyconsult.sellfy.store/p/der-guide-fur-mehr-manner-in-diversity/

Genkova, P., Schreiber, H., & Semke, E. (2022). Sind MINT-Studierende anders? Relevanz von Diversity Aspekten und Diversity. In Diversity nutzen und annehmen: Praxisimplikationen für das Diversity Management (pp. 117-138). Springer.

Riedmiller, L., & Schmitt, K. (2024). Das Zusammenspiel von Diversity Management und International Offices. Eine Herausforderung für die Hochschulprofessionen und die Hochschulforschung. Bildungsforschung Band 16, 109. 
40 Minuten
Was verbindet DDR-Bürgerrechtler:innen und geflüchtete syrische Aktivist:innen? Es ist unter anderem die gemeinsame Erfahrung, in autoritären Systemen Widerstand geleistet zu haben. Spannende Einblicke und Analysen dazu gibt uns Maria Hartmann. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Konfliktforschung in Marburg und promoviert zu Dissidenzerfahrungen als Solidaritätspotential in der postmigrantischen Gesellschaft im Rahmen eines Begegnungsprojektes.

In Folge #52 von Fokus Frieden geht es um eine geteilte Erinnerungskultur und darum, was wir aus vergangenen und gegenwärtigen Kämpfen gegen autoritäre Entwicklungen lernen können. Und es geht um die These, ob Menschen aus der syrischen Diaspora, die aufgrund von Diktatur und autoritärer Politik nach Deutschland geflohen sind, ein Sensorium für autoritäre Tendenzen in Deutschland sein können.

Diese Folge entstand in Zusammenarbeit mit der Wissenschaftszeitschrift Wissenschaft & Frieden (W&F).

Mehr Infos & Literatur hier:

Zum Heft "Autoritäre Wende": https://wissenschaft-und-frieden.de/ausgabe/2025-4-autoritaere-wende-repression-militarisierung-faschisierung/

Artikel zu geteilten Erfahrungen in der Migrationsgesellschaft: https://shop.budrich.de/produkt/zukunft-friedenspaedagogik-ansaetze-und-methoden-in-zeiten-gesellschaftlicher-transformation/

Wanderausstellung: Diktatur, Opposition, Revolution. Perspektiven auf die Demokratiebewegungen in der DDR und in Syrien. Leipzig: adopt a revolution/about:change e.V., 2020. [anzufragen unter info@adoptrevolution.org]

Publikation zur Ausstellung: https://adoptrevolution.org/wp-content/uploads/2022/04/Handbuch-zum-Projektansatz_Doppelseite.pdf
1 Stunde 13 Minuten
Von Star Wars über Grönland zu Kriegsursachen, wie verbindet die kritische Friedensforschung diese Themen miteinander? Die Aufteilung der Welt in gut und böse kennen wir alle aus Filmen und Büchern, doch in echt ist es nicht ganz so einfach. Das Geflecht aus machtausübenden Kräften ist komplex, doch aus einer kritischen Perspektive heraus versuchen wir den Ursachen historischer und aktueller Konflikte näher zu kommen.

In dieser Folge sprechen wir mit Josef Mühlbauer über ein breites Spektrum von Themen. Er ist Doktorand und Friedensforscher an der Uni Graz, im Fachbereich der Rechtswissenschaftlichen Grundlagen. Außerdem ist er Herausgeber zahlreicher Bücher und Host des YouTube Kanals Varna Peace Institute. Gemeinsam sprechen wir darüber, wie Trump die Analyse der kritischen Friedensforschung verändert, über das Feld der Friedensforschung selbst und nicht zuletzt über die Frage, mit wem die Macht sein möge.

Weiterführende Links:

https://josefmuehlbauer.com/   https://www.mandelbaum.at/buecher/josef-muehlbauer-maximilian-lakitsch-hg/kritische-friedensforschung/ https://www.youtube.com/@VarnaPeaceInstitute https://unipub.uni-graz.at/limina/periodical/titleinfo/12889863

Mehr zu herrschaftskritischer Forschung könnt ihr in Folge 43 und 47 hören!
1 Stunde 4 Minuten
In dieser synchronisierten Fassung der Folge 38 geht es um die Schnittstelle zwischen bildender Kunst und Friedensförderung. Mit unseren Gäst*innen diskutieren wir, wie künstlerische Praktiken kulturelle und gesellschaftliche Konflikte angehen und transformieren können.

Zu Gast in dieser Folge sind zwei Künstler*innen, die das Projekt „Making Worlds“ im Künstlerdorf Schöppingen konzipiert haben. Das Projekt ist ein Versuch, die Herausforderungen und Konflikte der heutigen Welt aus künstlerischer Perspektive anzugehen.

Zusammen mit Camilo Pachón, dem Kurator von „Making Worlds“, tauchen wir ein in die Bereiche Kunst, Spiritualität und Technologie. Camilos innovativer Ansatz verbindet traditionelle Praktiken mit zeitgenössischen Erzählungen, hinterfragt konventionelle Realitäten und fördert neue kollektive Vorstellungswelten und Formen der Verbundenheit.

Unsere zweite Gästin ist Sara Alvarado, eine kolumbianische Forscherin und bildende Künstlerin mit Sitz in Berlin, die die Making Worlds-Workshopreihe zum Thema Konfliktlösung ins Leben gerufen hat. Sie teilt ihre Erkenntnisse darüber, wie Kunst als Medium zur Erforschung von Identität und kulturellen Dynamiken dienen kann, insbesondere in konfliktreichen Umgebungen. Ihre Arbeit betont die Kraft der Kunst als Werkzeug für Mediation und Untersuchung und konzentriert sich auf Themen wie Migration, Grenzen und räumliche Kontexte.

Gemeinsam diskutieren wir die entscheidende Rolle der Künste als Antwort auf die „Zeitenwende“ – eine entscheidende Ära, die neue Ideen und Ansätze für gesellschaftliche Herausforderungen erfordert.
46 Minuten
Was tun, wenn Rechte versuchen einen historischen Ort für Demokratie umzudeuten und zu vereinnahmen? Diese Frage beschäftigt sowohl die Menschen, die rund ums Hambacher Schloss leben oder sich für das Schloss als Denkmal deutscher Demokratiegeschichte engagieren sowie die Forschung.

Annalena Groppe von der Friedensakademie Rheinland-Pfalz erzählt im Gespräch von ihrer Aktionsforschung vor Ort zum Thema Friedenspädagogik in polarisierenden Konflikten um Demokratie. Sie spricht darüber, wie Menschen lernen wollen, sich von Populismus und gewaltvoll wahrgenommenen Narrativen abzugrenzen und wie die unterschiedlichen Perspektiven und Alltagserfahrungen der Menschen dabei helfen, dazuzulernen und zusammenzuarbeiten.
50 Minuten
Wer möchte nicht seine zwischenmenschlichen Beziehungen vertiefen und Konflikte konstruktiv lösen? In dieser Folge sprechen wir darüber, wie Empathie durch gezielte (digitale) Übungen gestärkt werden kann und wie dies dabei hilft, Spannungen abzubauen.

Zu Gast ist Avelina Lovis Schmidt von der Technischen Universität Chemnitz. Sie forscht zu emotionalen Kompetenzen, deren Entwicklung sowie zu Möglichkeiten, sie über die gesamte Lebensspanne hinweg zu erlernen und zu fördern.

Im Gespräch, entstanden in Kooperation mit der Wissenschaftszeitschrift Wissenschaft und Frieden (W&F), gibt sie spannende Einblicke in Themen wie inneren Frieden, Verarbeitung von Emotionen und Konfliktbewältigung. Dabei zeigt sich, wie wichtig Emotionen für unsere Gesundheit und unser gesellschaftliches Miteinander sind und welche Rolle Forschung dabei spielt, Wege zu einem friedlicheren Zusammenleben aufzuzeigen.

Links zu erwähnten Inhalten:https://www.instagram.com/die_fuehlerei/?hl=en https://fuehlerei.de/

https://shop.kohlhammer.de/fuhlen-zwischen-ebbe-und-flut-45581.html#147=22

https://de.in-mind.org/article/ratschlaege-koennen-auch-schlaege-sein-wenn-worte-wehtun-und-wie-eine-empathische
1 Stunde
In dieser Folge geht es um Friedenspädagogik, ein Forschungsgebiet, das sich damit auseinander setzt, wie Frieden und Gewalt erlernt werden und welche Methoden es gibt, mit pädagogischen Mittel ein friedliches Miteinander zu lernen. Das Gebiet der Friedenspädagogik beschäftigt sich nicht nur mit dem schulischen Lernen, sondern erstreckt sich darüber hinaus und nimmt dabei sowohl individuelle und strukturelle Gewalt in den Fokus, um diese mit pädagogischen Mitteln abzubauen.   

Zu Gast sind Daniela Lehner, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Graz und Melanie Stamer, Referentin für die Koordinierungsstelle der Friedensbildung am niedersächsischen Institut für schulische Qualitätsentwicklung. Beide sind aktiv in der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK). Sie geben spannende Einblicke in einen Forschungsbereich, der Bildung und Methodik zum friedlichen Zusammenleben als essentiell ansieht, um gesellschaftlich Veränderung zu bewirken.

Zur Website des AFKs und allen aktuellen Informationen zum Sammelband geht es hier entlang: https://afk-web.de/arbeitskreise-der-afk/arbeitskreis-friedenspaedagogik/
1 Stunde 5 Minuten
In dieser Folge geht es um herrschaftskritische Friedensforschung - einen Ansatz, der nicht nur Friedensthemen in den Blick nimmt, sondern auch hinterfragt, wie wissenschaftliches Wissen entsteht, welche Machtverhältnisse dabei wirken und welche Perspektiven dadurch möglicherweise ausgeblendet werden. Ein wichtiger Ausgangspunkt für diese Richtung war die Wannsee-Erklärung in den 1970er Jahren, die bis heute als Impuls für kritische Reflexion innerhalb der Friedens- und Konfliktforschung gilt. Doch auch heute stellt sich weiterhin die Frage: Wer bestimmt, was als relevantes Wissen gilt? Welche Strukturen prägen die Wissenschaft – und welche Kritik bleibt außen vor?

Zu Gast sind Claudia Brunner von der Universität Klagenfurt und David Scheuing, beide aktiv in der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK) sowie deren Arbeitskreis für herrschaftskritische Friedensforschung (AK). Sie geben spannende Einblicke in einen Forschungsbereich, der Wissenschaft nicht als neutralen Ort versteht, sondern als gesellschaftlich eingebettet und damit auch politisch.
43 Minuten
Das Wort „Islam“ leitet sich semantisch vom arabischen Wort Salām ab, das „Frieden“, „Sicherheit“ oder auch „Unversehrtheit“ bedeutet. Diese sprachliche Wurzel verweist nicht nur auf ein ethisches Ideal, sondern deutet auch auf ein grundlegend friedvolles Miteinander in der islamischen Tradition hin. Doch was heißt das konkret für islamische Friedensverständnisse?

Klar ist, dass es das eine, singuläre Verständnis von Frieden nicht gibt, so wie es auch nicht den einen Islam gibt. Je nach Kontext existieren viele islamische Strömungen und Perspektiven, die unterschiedliche Antworten auf diese Frage geben.

In dieser Folge sprechen wir mit Asmaa El Maaroufi, Juniorprofessorin für islamische Philosophie und Theologie an der Universität Münster, über islamische Friedensethik und ihre aktuelle gesellschaftspolitische Relevanz sowie ihr Potenzial zur Konflikttransformation und ein friedvolleres Miteinander in Deutschland und international.
1 Stunde 13 Minuten
Disclaimer: Dies ist die deutsche Synchronisation unserer Folge "Global South(s)?!

Den Link zur Studie des Leibniz-Instituts für Sozialwissenschaften findet ihr hier:

https://www.soscisurvey.de/wissenschaftspodcasts1/?podcast=fokusfrieden

Der Begriff „Globaler Süden“ hat sich in Wissenschaft, Aktivismus und darüber hinaus als bevorzugte Alternative zu früheren Begriffen wie „Dritte Welt“ oder „Entwicklungsländer“ etabliert. Kann dieser Begriff jedoch wirklich seinem Anspruch gerecht werden, globale Ungleichheiten zu beschreiben, ohne bestehende Machtstrukturen zu reproduzieren? In dieser Sonderfolge, die von unseren Freunden von W&F moderiert wird, wollen wir uns mit diesem Begriff auseinandersetzen und sowohl seine Schwächen als auch sein Potenzial zur Beschreibung der Machtverhältnisse in der heutigen globalisierten Welt untersuchen.

Zusammen mit unseren Moderatoren David Scheuing und Benno Fladvad freuen wir uns, drei Wissenschaftlerinnen zu begrüßen, die diesen Begriff sowohl aus ihrer persönlichen als auch aus ihrer beruflichen Perspektive kritisch hinterfragen. Shobana Shankar ist Professorin für Geschichte an der Stony Brook University in New York und verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Erforschung kolonialer und postkolonialer Politik. Zu ihr gesellt sich Laura Gutierrez Escobar, Assistenzprofessorin am Institut für Bioethik der Universidad Javeriana in Bogotá, Kolumbien, deren Forschungsschwerpunkt auf sozio-ökologischen Konflikten liegt, darunter Kohlenstoffmärkte und REDD+-Programme im kolumbianischen Amazonasgebiet. Unser dritter Gast ist Nathalia Hernández-Vidal, Assistenzprofessorin für Soziologie an der University of Oregon, die sich mit verschiedenen Themen wie Umweltgerechtigkeit, feministische und indigene Wissenschafts- und Technikstudien (STS) sowie Kolonialität und Dekolonialisierung befasst.

Kooperationspartner

W&F Wissenschaft und Frieden

⁠https://wissenschaft-und-frieden.de/⁠

Gäste

Nathalia Hernández-Vidal

⁠https://cas.uoregon.edu/directory/sociology/all/NHER⁠

Laura Gutierrez Escobar

⁠https://enjust.net/de/member/laura-gutierrez-escobar/⁠

Shobana Shankar

⁠https://www.stonybrook.edu/commcms/history/people/_faculty/shankar
1 Stunde 13 Minuten
Disclaimer: Diese Folge ist auf Englisch. Eine deutsche Synchronisation wird in einigen Wochen folgen.

The term "Global South" has been widely established as a preferable alternative to previous terms such as "Third World" or "underdeveloped countries" in academia, activism and beyond. However, can this term truly fulfill its aspirations to describe global inequalities without reproducing existing power structures? In this special episode hosted by our friends from W&F, we aim to tackle this term and explore both its shortcomings and its potential to describe power dynamics in today’s globalized world.

Together with our hosts, David Scheuing and Benno Fladvad, we are honored to hear from three scholars who critically examine this term from both their personal and professional perspectives. Shobana Shankar is a professor of history at Stony Brook University in New York, with extensive experience studying colonial and postcolonial politics. She is joined by Laura Gutierrez Escobar, an assistant professor at the Institute of Bioethics at Universidad Javeriana in Bogotá, Colombia, who has a special research interest in socio-environmental conflicts, including carbon markets and REDD+ programs in the Colombian Amazon. Our third guest is Nathalia Hernández-Vidal, an assistant professor of sociology at the University of Oregon, who studies various issues such as environmental justice, feminist and Indigenous science and technology studies (STS), as well as coloniality and decolonization.

Cooperation Partner

W&F Wissenschaft und Frieden

https://wissenschaft-und-frieden.de/

Guests

Nathalia Hernández-Vidal

https://cas.uoregon.edu/directory/sociology/all/NHER

Laura Gutierrez Escobar

https://enjust.net/de/member/laura-gutierrez-escobar/

Shobana Shankar

https://www.stonybrook.edu/commcms/history/people/_faculty/shankar
34 Minuten
Was ist eigentlich Toxische Männlichkeit?

Kann dieses Konzept uns helfen, den Weg zu einer gerechteren Welt aufzuzeigen? Eher nicht, meint die Gästin unserer Folge, Ann Biedermann. Sie promoviert in Englischer Kulturwissenschaft an der RPTU Landau. In ihrer Dissertation forscht sie zu Männlichkeitsnarrativen in der interdisziplinären Gewaltforschung und hat sich ausgiebig mit dem Begriff der Toxischen Männlichkeit beschäftigt.

Sie erzählt uns, wie der Begriff entstanden ist und welchen Wandel er in den letzten Jahrzehnten durchlaufen ist. Gefährliche Männlichkeitsnormen sollten lieber explizit benannt werden, findet sie. Welche Möglichkeiten sie dazu sieht und ob der Begriff der toxischen Männlichkeit im alltäglichen Sprachgebrauch trotzdem einen Platz hat, erzählt sie uns in dieser Folge.

Ann Biedermann

https://ksw.rptu.de/abt/anglistik/mitarbeiterinnen/akademische-mitarbeiterinnen-mitarbeiter/ann-biedermann