Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Bodo Ramelow über Leben und Tod

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Bodo Ramelow über Leben und Tod

30 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat
Der Ministerpräsident Thüringens wurde 1956 in Niedersachsen als
Sohn einer studierten Hauswirtschaftsleiterin und seines Vaters,
der aus einer alten Kaufmannsfamilie stammt, geboren. Nach dem
frühen Tod seines Vaters zog die Familie zunächst nach Rheinhessen
und dann an die Lahn zwischen Marburg und Gießen. Warum er
Hochdeutsch spricht, Platt ganz gut versteht und nur ein bisschen
sprechen kann, erklärt Bodo Ramelow in diesem Podcast. Er ist
gelernter Einzelhandelskaufmann und hat 1977 die Fachhochschulreife
an der Fachoberschule Marburg erworben. Seit 1981 war er
Gewerkschaftssekretär in Mittelhessen und von 1990 bis 1999
Landesvorsitzender der Gewerkschaft Handel, Banken und
Versicherungen (HBV) in Thüringen. 1999 wurde Bodo Ramelow Mitglied
der PDS, später DIE LINKE. Er saß mehrere Legislaturen im
Thüringischen Landtag und war von 2005 bis 2009 Mitglied des
Deutschen Bundestages. Seit 2014 ist er – mit einer Unterbrechung
von 6 Wochen – Thüringer Ministerpräsident. Als solchen habe ich
ihn 2016 als Moderatorin eines „Tourismus-Dialogs“ in Berlin
persönlich kennengelernt, woraus entstanden ist, dass er mich im
selben Jahr mehrere Stunden durch Erfurt geführt hat. Dabei habe
ich viel über meine Heimatstadt gelernt und erlebt, dass er ein
sehr nahbarer Ministerpräsident ist, mit dem man – auch bei einem
privaten Spaziergang – Zeit braucht. Warum? Das erfährt man im
Podcast. Als er später auch mit dem Springer-Chef Mathias Döpfner
durch Erfurt gelaufen ist, hat Bodo Ramelow ChatGPT in der Praxis
kennengelernt: als beeindruckend, denn KI kann – trotz ethischer
Fragen – im Alltag helfen, wie Ramelow beispielhaft erklärt. Und:
KI ist beängstigend, wenn z.B. Manipulationen politische Prozesse
stark beeinflussen – wie den Brexit … Bodo Ramelow will trotzdem „…
mit einer Fröhlichkeit und Gelassenheit weiter Politik machen.“
Anfang Mai 2024 habe ich Bodo Ramelow – anlässlich der „Rede meines
Lebens“ – in der Staatskanzlei in Erfurt besucht und wir haben
übers Leben – u.a. neue Formen des Miteinanders von Jung und Alt
auf dem Land mit der Option „Muskel-Hypothek“ gesprochen und – wie
es sich für diesen Podcast gehört – über den Tod. Damit hatte er
ganz real schon als Elfjähriger zu tun, als sein Vater in seinen
Armen starb. „Ein Ur-Erlebnis“, wie Ramelow es nennt. Und: „Ich
habe mich wieder und wieder mit der Frage Leben und Tod
auseinandersetzen müssen“. Beide Söhne hatten Krebs … Nicht zuletzt
spielt auch der Amoklauf am „Gutenberg-Gymnasium“ 2002 in Erfurt in
seinem Leben noch heute eine Rolle. Bodo Ramelow betont: „Der Tod
ist keine Frage von Lebensalter. Es ist eine Frage von Einstellung
und der Normalität." Und auch zum selbstbestimmten Sterben bezieht
er klar Position.

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