Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
Peer Kunstmann hat in Kiel Mathematik studiert und 1995
promoviert. In seiner Zeit an der Fakultät für Mathematik in
Karlsruhe hat er sich 2002 habilitiert. Er arbeitet als
Akademischer Oberrat dauerhaft in der Arbeitsgruppe Angewandte
Analysis an unserer Fakultät.

Gudrun hat das Gespräch über ein für beide interessantes Thema -
das Stokesproblem - gesucht, weil beide schon über längere Zeit
mit unterschiedlichen Methoden zu dieser Gleichung forschen. Das
Stokesproblem ist der lineare Anteil der Navier-Stokes
Gleichungen, dem klassischen Modell für Strömungen. Sie haben
eine gewisse Faszination, da sie einfach genug erscheinen, um sie
in ihrer Struktur sehr eingehend verstehen zu können, zeigen aber
auch immer wieder, dass man sie nicht unterschätzen darf in ihrer
Komplexität.

Peers Interesse wurde zu Beginn seiner Zeit in Karlsruhe durch
Matthias Hieber geweckt, der inzwischen an der TU Darmstadt tätig
ist. Es zeigte sich seit damals als sehr aktives
Forschungsgebiet, weshalb er auch immer wieder neu zu diesen
Fragestellungen zurückgekehrt ist.

Mit den klassischen Randbedingungen (konkret, wenn auf dem Rand
vorgeschrieben wird, dass die Lösung dort verschwindet = homogene
Dirichletbedingung) ist das Stokesproblem auffassbar als
Laplaceoperator, der auf Räumen mit divergenzfreien Vektorfeldern
agiert. Der Laplaceoperator ist sehr gut verstanden und die
Einschränkung auf den abgeschlossenen Unterraum der Vektorfelder
mit der Eigenschaft, dass ihre Divergenz den Wert 0 ergibt, lässt
sich mit einer Orthogonalprojektion - der Helmholtzprojektion -
beschreiben. Im Hilbertraumfall, d.h. wenn die Räume auf einer
L^2-Struktur basieren und der Raum deshalb auch ein Skalarprodukt
hat, weiß man, dass diese Projektion immer existiert und gute
Eigenschaften hat.

Für andere Räume ohne diese Struktur (z.B. Lq-basiert für q nicht
2) hängt die Antwort auf die Frage, für welche q die Projektion
existiert, von der Geometrie des Gebietes ab. Für beschränkte
Gebiete geht vor allem die Glattheit des Randes ein.

Das spiegelt sich auch auf der Seite des Laplaceproblems, wo die
Regularität im Innern des Gebietes relativ elementar gezeigt
werden kann, aber in der Nähe des Randes und auf dem Rand gehen
in die Argumente direkt die Regularität des Randes ein.
Mathematisch wird das Gebiet dabei mit Kreisen überdeckt und mit
Hilfe einer sogenannten Zerlegung der Eins anschließend die
Lösung für das ganze Gebiet zusammengesetzt. Für die Kreise, die
ganz im Innern des Gebietes liegen, wird die Lösung auf den
ganzen Raum mit dem Wert 0 fortgesetzt, weil die Behandlung des
ganzen Raumes sehr einfach ist. Für Kreise am Rand, wird der Rand
lokal glatt gebogen zu einer geraden Linie und (ebenfalls nach
Fortsetzung mit 0) ein Halbraum-Problem gelöst. Natürlich liegt
es in der Glattheit des Randes, ob das "gerade biegen" nur kleine
Fehlerterme erzeugt, die sich "verstecken" lassen oder ob das
nicht funktioniert. Für einen Rand, der lokal durch zweimal
differenzierbare Funktion dargestellt werden kann, funktioniert
diese Technik gut. Für Gebiete, die einen Rand haben, der lokal
durch Lipschitzstetige Funktionen darstellbar ist, werden z.B.
Randintegraldarstellungen direkt untersucht. Dort existiert die
Helmholtzzerlegung für alle q im Intervall
3/2−\vareps

Weitere Episoden

DEI in Math

DEI in Math

30 Minuten
vor 3 Wochen
Fractional Laplacian

Fractional Laplacian

43 Minuten
vor 2 Monaten
LLM statistics

LLM statistics

23 Minuten
vor 3 Monaten
Pagerank

Pagerank

15 Minuten
vor 9 Monaten
Zielvolumentraining

Zielvolumentraining

37 Minuten
vor 1 Jahr
Episode melden

„Stokes Operator“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz