Episoden

Alexandra Povòrina – Eine Künstlerin im Visier der Nazis
39 Minuten
Alexandra Povòrina ist Künstlerin. Zum Missfallen der Nationalsozialist:innen malt sie nicht-gegenständliche Bilder.
Trude Nohr – Von den Nazis als “Asoziale” verfolgt
47 Minuten
Trude Nohr wird kurz nach der Geburt ihres Sohnes von der Polizei aufgegriffen und verhaftet. Die Nazis bezeichnen sie als "Asoziale" und deportieren sie in die KZ Ravensbrück und Bergen-Belsen. Sie ist dem Tod näher als dem Leben, als sie 1945 von b...
Theo Hespers – Im Widerstand gegen den Nationalsozialismus
36 Minuten
Theo Hespers spricht als junger, engagierter Politiker spricht öffentlich gegen die Ansichten der Nationalsozialisten. Anstatt sich unauffällig zu verhalten, wird er laut. Das NS-Regime verurteilt ihn im Juli 1943 u.a. wegen “Vorbereitung zum Hochver...
Heinz Kerz – Ein Schwarzer Fußballer im Nationalsozialismus
39 Minuten
Heinz Kerz ist ein begeisterter Fußballer und wegen seiner Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft überall beliebt. Doch die Nationalsozialisten sehen in ihm nur “minderwertiges Leben”. Der Grund: Heinz ist der Sohn eines französischen Besatzungssoldate...
Maria Potrzeba – Als „Polenliebchen“ im KZ
29 Minuten
Maria Potrzeba gerät bei der Gestapo in den Verdacht, “Verkehr mit Fremdvölkischen” und wird unter Schlägen zu einem falschen Geständnis gezwungen. Sie wird mit 15 im Jugend-KZ Uckermark inhaftiert. Nora Hespers geht mit Dr. Insa Eschebach und Origin...

Über diesen Podcast

Der Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. veröffentlichte die ersten Folgen des Podcast #ZumFeindGemacht im Jahr 2022, im Rahmen der gleichnamigen Social-Media-Kampagne anlässlich des 70. Jahrestags der Unterzeichnung des Luxemburger Abkommens. Das Abkommen stellt die Grundlage für alle weiteren Regelungen der Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts dar. Im Jahr 2023 erscheinen zwei neue Folgen des Podcasts. Wir möchten mit der Kampagne weniger bekannten Verfolgtengruppen ein Gesicht geben. Im Podcast stehen Menschen im Mittelpunkt, die aus ganz unterschiedlichen Gründen nationalsozialistisch verfolgt, in Gefängnissen und Konzentrationslagern eingesperrt, gefoltert oder ermordet wurden. Die Interviewpartner:innen machen neue Perspektiven auf und diskutieren die Fälle vertiefend. Zu Wort kommen Nachkommen der NS-Verfolgten, wie z.B. der Regisseur Klaus Stanjek, der als Neffe von Willi Heckmann einen Film über seinen Onkel gedreht hat und damit auch das Thema des Verschweigens der nationalsozialistischen Verfolgung in seiner Familie verarbeitet. Historiker:innen erklären historische Hintergründe. Außerdem diskutieren wir mit weiteren Expert:innen, was das alles – Diskriminierungen, Rassismus und Antisemitismus – heute noch mit uns zu tun hat. Moderiert wird der Podcast von der freien Journalistin und Podcasterin Nora Hespers, die außerdem das Buch „Mein Opa, sein Widerstand gegen die Nazis und ich“ geschrieben hat. Das Projekt #ZumFeindGemacht wird gefördert durch das Bundesfinanzministerium. Alexandra Povòrina malte nicht-gegenständliche Bilder – oder wie die Nationalsozialist:innen es nannten: „Entartete Kunst“. Als verfemte Künstlerin wurde sie Teil der “verschollenen Generation”. Trude Nohr wurde als „Asoziale“ diffamiert und verfolgt. Sie war in den KZ Ravensbrück und Bergen-Belsen inhaftiert und dem Tod näher als dem Leben, als sie 1945 befreit wurde. In die völlig zerstörte Stadt Köln zurückgekehrt, machte sie sich als erstes auf die Suche nach ihrem kleinen Sohn. Theo Hespers engagierte sich politisch und setzte sich auch für die Rechte von Arbeitern ein. Er musste ins niederländische Exil flüchten und verfasste dort Widerstandsschriften. Doch er wurde verhaftet und 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet. Heinz Kerz wurde die Rassenpolitik der Nazis zum Verhängnis. In dem talentierten jungen Fußballer sahen die Nationalsozialisten nur “minderwertiges Leben”. Sein Schicksal: Zwangssterilisation und KZ-Haft. Maria Potrzeba wurde von ihrer Dorfgemeinschaft als „Polenliebchen“ diffamiert und von der Gestapo unter Gewalt zu einem falschen Geständnis gezwungen, das sie in ein Jugend-KZ brachte. Willi Heckmann wurde als homosexueller Künstler verfolgt und war acht Jahre in Konzentrationslagern inhaftiert, ohne jemals dafür entschädigt zu werden.

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