Podcaster
Episoden
06.03.2026
58 Minuten
In dieser Folge sprechen wir mit Anuscheh Amir-Khalili vom Flamingo e.V.
Wer hat das Recht, einen Ort zu gestalten – und wer das Recht, in ihm zu trauern? Urbane Räume sind nie neutral: Sie spiegeln wider, wessen Bedürfnisse zählen, wessen Wissen sichtbar wird und wessen Verluste kollektiv anerkannt werden.
Seit 2019 betreut Flamingo den transkulturellen Gemeinschaftsgarten „Hevrîn Xelef" in Berlin-Neukölln. Benannt nach der 2019 ermordeten kurdischen Politikerin und Frauenrechtlerin Hevrin Khalaf, ist er ein Ort zum gemeinsamen Gärtnern, zum Trauern in Gemeinschaft und zur Selbstorganisation – und ein Ort, an dem Wissen über Heilkräuter geteilt wird: von und mit Frauen, die dieses Wissen aus allen Teilen der Welt mitgebracht haben.
Mit Anuscheh sprechen wir darüber, wie ein Garten mitten in der Stadt zum Schutzraum, Gedenkort und Ort feministischen Widerstands geworden ist.
Wer hat das Recht, einen Ort zu gestalten – und wer das Recht, in ihm zu trauern? Urbane Räume sind nie neutral: Sie spiegeln wider, wessen Bedürfnisse zählen, wessen Wissen sichtbar wird und wessen Verluste kollektiv anerkannt werden.
Seit 2019 betreut Flamingo den transkulturellen Gemeinschaftsgarten „Hevrîn Xelef" in Berlin-Neukölln. Benannt nach der 2019 ermordeten kurdischen Politikerin und Frauenrechtlerin Hevrin Khalaf, ist er ein Ort zum gemeinsamen Gärtnern, zum Trauern in Gemeinschaft und zur Selbstorganisation – und ein Ort, an dem Wissen über Heilkräuter geteilt wird: von und mit Frauen, die dieses Wissen aus allen Teilen der Welt mitgebracht haben.
Mit Anuscheh sprechen wir darüber, wie ein Garten mitten in der Stadt zum Schutzraum, Gedenkort und Ort feministischen Widerstands geworden ist.
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18.12.2025
59 Minuten
Gäste: Poligonal (Christian Haid und Lukas Staudinger)
Wer welche Geschichte(n) wem erzählt, ist eine Frage von (politischer) Macht und Hegemonie. Welche Geschichten werden tradiert, welche gelöscht? Wie wird alternatives Wissen über Stadt produziert und politisch wirksam? Wie formen hegemoniale Narrative unser Verständnis von Raum, und wie lassen sich queere, feministische und nicht-normative Perspektiven als gestaltende Raumpraktiken sichtbar machen? Wie kann das lustvolle und emotionale Potential von Räumen bestehende Stadtentwicklungs- und Erinnerungspraktiken irritieren, öffnen und transformieren und welches Demokratisierungspotenzial tragen Gegen-Erzählungen in sich?
Wer welche Geschichte(n) wem erzählt, ist eine Frage von (politischer) Macht und Hegemonie. Welche Geschichten werden tradiert, welche gelöscht? Wie wird alternatives Wissen über Stadt produziert und politisch wirksam? Wie formen hegemoniale Narrative unser Verständnis von Raum, und wie lassen sich queere, feministische und nicht-normative Perspektiven als gestaltende Raumpraktiken sichtbar machen? Wie kann das lustvolle und emotionale Potential von Räumen bestehende Stadtentwicklungs- und Erinnerungspraktiken irritieren, öffnen und transformieren und welches Demokratisierungspotenzial tragen Gegen-Erzählungen in sich?
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11.12.2025
1 Stunde 4 Minuten
Gäst*innen:
Folke Köbberling
Jakob Margit Wirth
Der französische Philosoph Michel Serres nannte die Störung als künstlerische und politische Strategie den Parasiten: ein Drittes, ein produktives Rauschen im System, als Unterbrechung, die unsere Aufmerksamkeit umlenkt und Ordnungen sichtbar macht, die wir im Alltag kaum mehr wahrnehmen. Der Parasit ist nicht destruktiv, er verlangsamt, irritiert, decodiert und schafft damit etwas Neues. Aber wie lassen sich Ordnungen irritieren, ohne sie zu zerstören? Wie lässt sich das Vorhandene umleiten, transformieren und befragen? Und wie kann daraus gesellschaftliche Bewegung entstehen – vielleicht sogar demokratische Energie?
Folke Köbberling
Jakob Margit Wirth
Der französische Philosoph Michel Serres nannte die Störung als künstlerische und politische Strategie den Parasiten: ein Drittes, ein produktives Rauschen im System, als Unterbrechung, die unsere Aufmerksamkeit umlenkt und Ordnungen sichtbar macht, die wir im Alltag kaum mehr wahrnehmen. Der Parasit ist nicht destruktiv, er verlangsamt, irritiert, decodiert und schafft damit etwas Neues. Aber wie lassen sich Ordnungen irritieren, ohne sie zu zerstören? Wie lässt sich das Vorhandene umleiten, transformieren und befragen? Und wie kann daraus gesellschaftliche Bewegung entstehen – vielleicht sogar demokratische Energie?
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03.12.2025
1 Stunde 18 Minuten
Gast: Alexander Koch (Neue Auftraggeber)
Sollte in einer lebendigen Demokratie nicht jede Bürgerin und jeder Bürger von herausgehobener Bedeutung sein? Müsste gerade in Sachen Kultur nicht mehr gesellschaftliche Kommunikation, mehr Dialogfähigkeit, mehr Aushandlung zwischen verschiedenen Stimmen und Interessen möglich sein? Sollten Bürgerinnen und Bürger nicht proaktiver mitentscheiden können – besser noch: miteinander entscheiden können, welche Kunst ihr Lebensumfeld prägt? Aber wie werden Bürger:innen zu Auftraggeber:innen? Die Antwort liegt in der Methode der Neuen Auftraggeber, dem ersten Programm für zeitgenössische Kunst im Bürgerauftrag, das 1992 in Frankreich begründet wurde. Heute, über 30 Jahre später, hat diese Idee zehntausende von Menschen zusammengebracht.
Sollte in einer lebendigen Demokratie nicht jede Bürgerin und jeder Bürger von herausgehobener Bedeutung sein? Müsste gerade in Sachen Kultur nicht mehr gesellschaftliche Kommunikation, mehr Dialogfähigkeit, mehr Aushandlung zwischen verschiedenen Stimmen und Interessen möglich sein? Sollten Bürgerinnen und Bürger nicht proaktiver mitentscheiden können – besser noch: miteinander entscheiden können, welche Kunst ihr Lebensumfeld prägt? Aber wie werden Bürger:innen zu Auftraggeber:innen? Die Antwort liegt in der Methode der Neuen Auftraggeber, dem ersten Programm für zeitgenössische Kunst im Bürgerauftrag, das 1992 in Frankreich begründet wurde. Heute, über 30 Jahre später, hat diese Idee zehntausende von Menschen zusammengebracht.
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26.10.2025
1 Stunde 17 Minuten
Demokratie braucht agonistische Räume, in denen Konflikte sichtbar und produktiv werden – nicht ausgeblendet. Haben sich die Kunst (im öffentlichen Raum) und die Urbane Praxis von einem Ort der möglichen Störung zu einem Ort des Konsenses gewandelt – instrumentalisiert von Stadtverwaltungen, Immobilienentwicklern oder Marketingabteilungen, um Konflikte zu kaschieren? Sind sie zu sozialen Pflastern mutiert und wirken nur noch integrierend, ohne Konfliktlinien zu benennen? Verlieren sie gerade das, was sie leisten können: Irritation und echte Auseinandersetzung?
GÄSTE:
Ellen Blumenstein arbeitet international im Bereich der zeitgenössischen Kunst als Kuratorin und Autorin. Mit Florian Wüst gründete sie 2010 in Berlin die kulturpolitische Initiative Haben und Brauchen. Als Gründungsdirektorin leitete sie bis 2022 das Programm IMAGINE THE CITY in Hamburg, das an der Schnittstelle von Kultur und Stadtentwicklung Projekte im urbanen Kontext realisiert. Zuvor war sie fünf Jahre lang Chefkuratorin des KW Institute for Contemporary Art in Berlin. Seit 2018 begleitet sie das kuratierte Werkstattverfahren „Kunst und Planung“ im Spreepark Berlin, in dem fünf künstlerische Konzepte durch einen Fachbeirat für die dauerhafte Umsetzung im Park ausgewählt wurden.
Florian Malzacher ist Kurator, Autor, Professor für Dramaturgie und kuratorische Praxis an der HfG Karlsruhe, sowie Gastgeber der Reihe The Art of Assembly. Von 2013 bis 2017 leitete er das Theaterfestival Impulse, davor war er von 2006 bis 2012 Leitender Dramaturg und Kurator des interdisziplinären Festivals Steirischer Herbst. Seine zahlreichen Publikationen zum postdramatischen Theater, zum Verhältnis von Kunst, Aktivismus und Politik sowie zur kuratorischen Praxis wurden in über 15 Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien unter anderem das Buch Gesellschaftsspiele. Politisches Theater heute.
https://art-of-assembly.net/
GÄSTE:
Ellen Blumenstein arbeitet international im Bereich der zeitgenössischen Kunst als Kuratorin und Autorin. Mit Florian Wüst gründete sie 2010 in Berlin die kulturpolitische Initiative Haben und Brauchen. Als Gründungsdirektorin leitete sie bis 2022 das Programm IMAGINE THE CITY in Hamburg, das an der Schnittstelle von Kultur und Stadtentwicklung Projekte im urbanen Kontext realisiert. Zuvor war sie fünf Jahre lang Chefkuratorin des KW Institute for Contemporary Art in Berlin. Seit 2018 begleitet sie das kuratierte Werkstattverfahren „Kunst und Planung“ im Spreepark Berlin, in dem fünf künstlerische Konzepte durch einen Fachbeirat für die dauerhafte Umsetzung im Park ausgewählt wurden.
Florian Malzacher ist Kurator, Autor, Professor für Dramaturgie und kuratorische Praxis an der HfG Karlsruhe, sowie Gastgeber der Reihe The Art of Assembly. Von 2013 bis 2017 leitete er das Theaterfestival Impulse, davor war er von 2006 bis 2012 Leitender Dramaturg und Kurator des interdisziplinären Festivals Steirischer Herbst. Seine zahlreichen Publikationen zum postdramatischen Theater, zum Verhältnis von Kunst, Aktivismus und Politik sowie zur kuratorischen Praxis wurden in über 15 Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien unter anderem das Buch Gesellschaftsspiele. Politisches Theater heute.
https://art-of-assembly.net/
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Über diesen Podcast
Der Rat für die Künste hat mit seiner Arbeitsgruppe Urbane Praxis
eine Initiative gestartet, die 2021 mit Berliner Akteur*innen in
einem Verbund von stadtweiten Campusprojekten das Kooperations- und
Aktionsfeld »Urbane Praxis« aufzeigt.An Beispielen diverser
Praktiken, auch über Berlin hinaus, erörtern dieser Podcast
Perspektiven und Potentiale der Urbanen Praxis und warum jetzt ein
guter Zeitpunkt ist, darüber zu reden. // "Fuß in der Tür“ ist eine
Produktion der Initiative Urbane Praxis und wird von der
Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert. // Recherche und
Moderation: Heimo Lattner und Rebecca Wall / Produktion: Ayosha
Kortlang (THF Radio) // Weitere Informationen zur Initiative findet
ihr auf http://www.urbanepraxis.berlin/
Abonnenten
Berlin
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