Senegals wilder Süden

Senegals wilder Süden

27 Minuten
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Mit dem Mikrofon rund um die Welt. Das ist die spannende Aufgabe, die sich unseren Autor*innen stellt. Um dann in unserem Podcast "Zwischen Hamburg und Haiti" zu erzählen, wie nahe und ferne Länder klingen, was die Menschen dort berichten, wie sie lebe...

Beschreibung

vor 1 Monat
Der Senegal ist im Süden geprägt vom Fluss Casamance, der manchmal
breit wie ein See erscheint. Darüber spannt sich ein weiter Himmel,
die Landschaft wirkt anders als im trockenen Norden grün und
lebendig. Auf den Feldern bauen die Menschen Reis an und in der
trubeligen Handelsstadt Ziguinchor sind die Straßen voller Jungen
und Mädchen in Schuluniformen. Fast die Hälfte der rund 18
Millionen Einwohner Senegals sind unter 18 Jahren alt. Hier im
Süden Senegals wohnen vor allem Menschen, die der Ethnie der Diola
angehören. Sie haben vieles ihrer alten Kultur bewahrt – dazu
gehören auch Häuser, die aus Lehm gebaut sind und in denen oft
mehrere Familien unter einem Dach wohnen. Die animistische Religion
der Diola ist in der Casamance neben dem Islam und dem Christentum
weit verbreitet. Doch immer mehr Senegalesen verlassen das Land.
Sichtbar wird das in den Küstenorten: Früher wurden am Strand
traditionelle Pirogen aus Holz für den Fischfang gebaut. Heute aber
sägen, hämmern und schrauben die Handwerker auch an Booten, um
Menschen auf die Kanarischen Inseln zu bringen, nach Europa. 1600
Kilometer weit ist es über die hohe See, an Mauretanien und Marokko
vorbei. Eine gefährliche Reise. Angelika Henkel war im Senegal
unterwegs.

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