Überfordern junge Terrorverdächtige die Kantone, Jacqueline Fehr?

Überfordern junge Terrorverdächtige die Kantone, Jacqueline Fehr?

Die Terrorverdächtigen von Zürich und Schaffhausen sind gerade einmal 15 und 16 alt. Sind die Jugendanwaltschaften überfordert mit minderjährigen Dschihadisten? Braucht es härtere Strafen für Jugendliche? Kritische Fragen an die Zürcher Justizdirektor ...
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vor 1 Monat
Die Terrorverdächtigen von Zürich und Schaffhausen sind gerade
einmal 15 und 16 alt. Sind die Jugendanwaltschaften überfordert mit
minderjährigen Dschihadisten? Braucht es härtere Strafen für
Jugendliche? Kritische Fragen an die Zürcher Justizdirektorin
Jacqueline Fehr. Ein radikalisierter 15-Jähriger verletzt auf
offener Strasse in Zürich einen orthodoxen Juden schwer. In
Schaffhausen verhaftet die Polizei einen 15- und einen 16-Jährigen.
Sie sollen Terrorpläne geschmiedet haben. Das Gesicht des Terrors
wird jünger – und das beunruhigt den Bundesanwalt: Für
minderjährige Terrorverdächtige nämlich ist nicht seine Behörde
zuständig, sondern die Jugendanwaltschaften in den Kantonen. Das
mache ihm Sorgen, sagte Bundesanwalt Stefan Blättler kürzlich.
Jugendanwaltschaften könnten überfordert sein. Das könne zum
Sicherheitsproblem werden. In der «Samstagsrundschau» nimmt
Jacqueline Fehr Stellung zu den Befürchtungen – als Zürcher
Justizdirektorin und als Vorstandsmitglied der Konferenz der
kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren KKJPD. Braucht es ein
neues Regime bei der Strafverfolgung? Zur Debatte stehen auch die
Strafen für jugendliche Täter. 15-Jährigen droht höchstens ein Jahr
Gefängnis. Viele Politikerinnen und Politiker rufen nach strengeren
Strafen – doch Jacqueline Fehr gibt Gegensteuer: Das
Jugendstrafrecht mache mehrjährige therapeutische Unterbringungen
jetzt schon möglich – und das sei bei weitem der bessere Weg als
Gefängnisstrafen. Doch es gibt sogar innerhalb ihrer Partei, der
SP, auch andere Stimmen. Thema in der Samstagrundschau ist auch die
Prävention: Tun Gemeinden und Kantone genug, um Minderjährige auf
dem Weg zur Radikalisierung zu erkennen und zu stoppen? Sind sie
auf der Höhe der Zeit – nun, da gerade Jugendliche auf
Gaming-Plattformen oder Social Media auf eine Flut von
islamistischer Propaganda treffen? Zürcher Justizdirektorin
Jacqueline Fehr ist Gast bei Dominik Meier in der
«Samstagsrundschau».

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