Z00174 Seinen eigenen Ausdruck entwickeln (Rohatsu 03.12.2022)

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Kattōshū Fall Nr. 248
34 Minuten

Beschreibung

vor 1 Jahr
Fall 248 aus der Koansammlung Kattōshū handelt davon, wie Kyōzan
Ejakus Kreisfiguren entstanden. Von Tangen Ōshin erhält Kyōzan eine
schriftliche Unterweisung in der Bedeutung der Kreisfiguren, die
bis auf den Sechsten Patriarchen zurückgeht. Doch anstatt die
Schriften sorgsam aufzubewahren, verbrennt Kyōzan sie, nachdem er
sich deren Inhalt angeeignet hat. Als sich Tangen nach dem Verbleib
der Ausführungen erkundigt, verweist Kyōzan auf die Wichtigkeit der
Praxis und legt sein Verständnis der Überlieferungen zu Tangens
Zufriedenheit schriftlich dar. Kyōzan gründete gemeinsam mit Isan
Reiyū die Igyō-Schule, die für den Gebrauch des Kreises berühmt
war. In China wurden Kreise meist mit der Hand in die Luft gemalt
als Begrüßung, Belehrung oder Ausdruck der Leerheit. Das Zeichnen
des Ensō (jap. für Kreis) auf Papier spielt erst seit dem 13.
Jahrhundert im japanischen Zen eine Rolle. Ensō bildet keine ideale
Kreisform ab und hat meist ein offenes Ende. Dabei geht es um die
Darlegung des eigenen Ausdrucks, der sich zwar weiterentwickeln
lässt, aber in seiner Einzigartigkeit den jeweiligen Augenblick
vollkommen widerspiegelt. Jedes Ensō offenbart viel über seinen
Künstler oder anders ausgedrückt: Hinter einem kalligrafischen
Strich kann sich kein Mensch verstecken. Literatur: Kazuaki
Tanahashi: Brush Mind, überarbeitete Ausgabe, Createspace
Independent Pub, 2009, ISBN: 1439254907, 9781439254905 Um für junge
Erwachsene den Aufenthalt im ToGenJi zu ermöglichen, bitten wir um
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http://choka-sangha.de/kontakt/spenden/ Herzlichen Dank

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