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Episoden

52 Minuten
Sommerloch? Von wegen! 196 Meldungen bei den kobinet-nachrichten zeigen: Auch im August 2026 stand die Behindertenpolitik alles andere als still.

 Im Monatsrückblick diskutieren Sascha Lang und Ottmar Miles-Paul über einen Sommer zwischen politischen Reformversprechen, wachsendem Kostendruck und der Sorge vor sozialen Rückschritten.

 Ein Schwerpunkt ist die Reform der Kinder- und Jugendhilfe und die Frage, was neue Gruppen- und Poolingmodelle bei der Schulassistenz für Kinder mit Behinderungen tatsächlich bedeuten.

 Denn aus einer guten Idee kann schnell ein Problem werden, wenn individuelle Rechtsansprüche dem Sparzwang zum Opfer fallen.

 Auch auf dem Arbeitsmarkt sind die Zahlen alarmierend: Mehr als 194.000 schwerbehinderte Menschen waren Ende August arbeitslos – und gleichzeitig warten viele weiterhin auf echte Alternativen zur Werkstatt.

 Sascha und Ottmar sprechen über Dumpingpreise bei Werkstattaufträgen, niedrige Entlohnung und die Frage, warum sich trotz jahrzehntelanger Debatten strukturell so wenig verändert.

 Ein wichtiges Signal kommt dagegen vom Bundesverfassungsgericht: Beim Persönlichen Budget dürfen Kostenträger notwendige Assistenz nicht einfach unzureichend finanzieren und Betroffene mit den Folgen alleinlassen.

 Denn Assistenz ist kein Luxus – sie entscheidet über Selbstbestimmung, Arbeit, gesellschaftliche Teilhabe und manchmal über elementare Dinge des täglichen Lebens.

 Auch 20 Jahre Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz sind Thema – und die Bilanz fällt ernüchternd aus.

 Sechs von zehn Befragten berichten laut einer in der Episode angesprochenen Erhebung von Diskriminierungserfahrungen in den vergangenen fünf Jahren.

 „Viele Diskriminierungen haben mit ‚geht nicht‘ gar nichts zu tun. Sie haben damit zu tun: wollen nicht.“

 Warum fehlen weiterhin Frauenbeauftragte in Wohneinrichtungen, obwohl gerade dort Schutz, Selbstvertretung und unabhängige Ansprechpartnerinnen besonders wichtig wären?

 Über all diesen Themen steht eine unbequeme Frage: Kämpfen Menschen mit Behinderungen derzeit noch um neue Rechte – oder längst darum, bereits erkämpfte Rechte nicht wieder zu verlieren?

 Ottmar Miles-Paul beschreibt die aktuelle Entwicklung als eine drohende „Rolle rückwärts“, die sich in vielen vermeintlich kleinen Kürzungen und Verschlechterungen bemerkbar machen könnte.

 Doch die Episode bleibt nicht bei Frust und Kritik stehen, sondern erinnert daran, was jahrzehntelanges Engagement bereits verändert hat.

 Fast 500 „Gute Nachrichten zur Inklusion“ hat das gleichnamige Projekt seit 2021 sichtbar gemacht – von selbstbestimmtem Wohnen und Arbeit bis zu neuen Ideen für mehr Barrierefreiheit im Alltag.

 „Wenn die Selbstvertretung irgendwann sagt: Klappe zu, kein Bock mehr – dann geht uns richtig was verloren.“

 Der Blick geht deshalb nach vorn: Im September stehen politische Entscheidungen, Haushaltsberatungen, Veranstaltungen und neue Auseinandersetzungen um Teilhabe und Selbstbestimmung an.

 Auch Luxemburg steht vor einem wichtigen Schritt: Der neue Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention soll mit mehr als 100 Aktionen die Behindertenpolitik der kommenden Jahre prägen.

 Ein Monatsrückblick über Rechte unter Druck, politische Müdigkeit, notwendige Gegenwehr – und darüber, warum gerade jetzt Engagement, Selbstvertretung und gute Nachrichten wichtiger sind denn je.

Die News sind nachzulesen auf: www.kobinet-nachrichten.org.

Dort kann man sich auch zum wöchentlichen Newsletter anmelden.

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16 Minuten
Freiheit fängt mit Vertrauen an

 

Eine Hommage an meinen Herzensmensch – Meine Mutter Marie-Josée 

 

In dieser sehr persönlichen Episode nehme ich Abschied von meinem Herzensmenschen – meiner Mutter Marie-Josée Schuler, unserer Mariejo.

 Sie war eine Kämpferin, Motivatorin und Wegbereiterin, die trotz schwerer Schicksalsschläge niemals ihre Lebensfreude verlor.

 Als ich erblindete, lernte sie innerhalb weniger Monate Blindenschrift und übertrug jahrelang meine Schulbücher in Braille.

 Sie ebnete mir Wege, zeigte mir Möglichkeiten und ließ mich dennoch stets selbst entscheiden, welchen Weg ich gehen wollte.

 Meine Mutter hat mich unterstützt, aber niemals überbehütet – denn für sie bedeutete Liebe vor allem Vertrauen.

 Sie gab mir den Mut, mich in einer sehenden Welt zu behaupten, eigene Erfahrungen zu sammeln und auch an Hindernissen zu wachsen.

 Ihr Einsatz galt nicht nur mir: Sie gründete eine Elternvertretung und stärkte viele Familien und Menschen mit Behinderung.

 Diese Hommage erzählt von gemeinsamen Erinnerungen, gelebter Inklusion, tiefer Dankbarkeit und einem Abschied, der keiner für immer ist.

 Sie trägt eine klare Botschaft an alle Eltern: Schaut auf die Stärken, begleitet eure Kinder und ermöglicht ihnen ein selbstbestimmtes Leben.

 Denn Freiheit fängt mit Vertrauen an – und Mariejos Liebe, Kraft und Spuren werden für immer in unseren Herzen weiterleben.

 

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1 Stunde 15 Minuten
Der Juli 2026 hatte es in sich – politisch, gesellschaftlich und behindertenpolitisch. Gemeinsam werfen Sascha Lang und kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul einen ausführlichen Blick auf die Themen, die den vergangenen Monat geprägt haben. Dabei geht es nicht nur um Schlagzeilen, sondern vor allem um die Frage, welche Auswirkungen politische Entscheidungen ganz konkret auf das Leben von Menschen mit Behinderung haben.

Im Fokus steht die überraschende Kabinettsumbildung der Bundesregierung und die damit verbundenen Veränderungen in der Gesundheits- und Sozialpolitik. Die beiden diskutieren den Rücktritt von Jens Spahn, den Wechsel im Bundesgesundheitsministerium, die Rolle von Carsten Linnemann sowie die Folgen ständiger Personalwechsel für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Warum muss die Behindertenbewegung neuen Verantwortlichen immer wieder dieselben Themen erklären? Weshalb fehlt es häufig an Kontinuität, wenn es um Barrierefreiheit und Teilhabe geht? Und welche Signale sendet die Politik derzeit an Menschen mit Behinderung?

Doch der Monatsrückblick bleibt nicht bei der Bundespolitik stehen. Es geht um aktuelle Entwicklungen im Gesundheitswesen, die Diskussion über eine mögliche Reduzierung der Krankenkassen, die Frage nach einem gerechteren und transparenteren Versorgungssystem sowie um einen spannenden Vergleich zwischen dem deutschen und dem luxemburgischen Gesundheitsmodell. Gleichzeitig sprechen Sascha und Ottmar über Verantwortung, politische Glaubwürdigkeit und darüber, warum Vertrauen in demokratische Prozesse gerade jetzt wichtiger denn je ist.

Natürlich kommen auch zahlreiche weitere Themen aus den kobinet-Nachrichten zur Sprache: aktuelle Meldungen aus der Behindertenpolitik, neue Personalentscheidungen, Entwicklungen in den Bundesländern, sozialpolitische Debatten, Fragen rund um Assistenz, Pflege, Selbstbestimmung und Barrierefreiheit sowie Nachrichten, die in den klassischen Medien oft nur wenig Beachtung finden. Immer mit dem Blick darauf, welche Chancen, Risiken und Auswirkungen diese Entwicklungen für die Community mit sich bringen.

Wie gewohnt bleibt es nicht bei der reinen Nachricht. Sascha Lang und Ottmar Miles-Paul ordnen ein, diskutieren kontrovers, teilen persönliche Einschätzungen und zeigen unterschiedliche Blickwinkel auf. Mal kritisch, mal nachdenklich, manchmal mit einem Augenzwinkern – aber immer mit dem Ziel, Zusammenhänge verständlich zu machen und den Menschen hinter den Schlagzeilen eine Stimme zu geben.

Ein informativer, meinungsstarker und abwechslungsreicher Monatsrückblick für alle, die Inklusion nicht nur als Schlagwort verstehen, sondern wissen möchten, was sich im Juli 2026 tatsächlich bewegt hat – und warum viele dieser Entwicklungen uns alle betreffen.

 

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35 Minuten
Barrierefreiheit ist kein Luxus – Wohnen, Politik und die Zukunft der Inklusion

               

Aus der Serie „Berlin und seine Behindertenpolitik“ – Episode 2 mit der Berliner Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen, Christine Braunert-Rümenapf

 

In der zweiten Episode unserer Reihe „Berlin und seine Behindertenpolitik“ spreche ich mit der Berliner Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen, Christine Braunert-Rümenapf, über die drängenden Herausforderungen der Inklusion in der Hauptstadt. Im Mittelpunkt stehen die anstehenden Wahlen in Berlin und die Frage, welche Verantwortung Politik trägt, wenn es um echte Teilhabe geht. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf den dramatischen Mangel an barrierefreiem Wohnraum, steigende Mieten und die Folgen für Menschen mit Behinderungen. Wir sprechen darüber, warum Barrierefreiheit kein Luxus, sondern ein Menschenrecht ist und weshalb gute Planung langfristig Kosten spart. Ebenso geht es um inklusive Bildung, Mobilität, den Umsetzungsstand der UN-Behindertenrechtskonvention und die Gefahr, dass notwendige Unterstützungsleistungen unter dem Deckmantel von Sparmaßnahmen eingeschränkt werden. Christine Braunert-Rümenapf benennt klar, wo politischer Nachholbedarf besteht und welche konkreten Erwartungen sie an die nächste Berliner Landesregierung hat. Dabei wird deutlich: Inklusion gelingt nicht durch schöne Worte, sondern durch konsequentes Handeln. Wir diskutieren, warum Teilhabe alle Ressorts betrifft und weshalb Barrierefreiheit von Anfang an mitgedacht werden muss. Außerdem geht es um Selbstbestimmung, demokratische Teilhabe und die Frage, wie eine inklusive Gesellschaft langfristig gestärkt werden kann. Eine Episode über politische Verantwortung, Menschenrechte und die Zukunft einer inklusiven Hauptstadt – mit Impulsen, die weit über Berlin hinaus Bedeutung haben.

Und hier geht es zur Webseite der Landesbehindertenbeauftragten:

 

https://www.berlin.de/lb/behi/

 

           

 

 

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1 Stunde 1 Minute
Worte wirken – Behinderung in den Medien neu denken

                

Sonntag Trifft IGEL – Der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang

 

Worte sind nie nur Worte. Sie können Türen öffnen, Menschen stärken – oder ungewollt Vorurteile festigen. Gerade wenn es um Behinderung geht, begegnen uns bis heute Formulierungen, die längst überholt sind und dennoch täglich in Medien, Politik und im privaten Umfeld verwendet werden. Doch wann ist Sprache wirklich respektvoll? Und wer entscheidet eigentlich darüber?

In dieser Ausgabe von Sonntag trifft IGEL sprechen Jennifer Sonntag und Sascha Lang über Begriffe, die viele von uns schon unzählige Male gehört haben: „an den Rollstuhl gefesselt“, „ans Bett gebunden“ oder „mit seinem Blindenhund“. Warum wirken solche Formulierungen auf den ersten Blick harmlos und transportieren dennoch ein bestimmtes Menschenbild? Gleichzeitig stellen wir uns die Frage, ob es überhaupt die eine richtige Sprache geben kann oder ob wir vielmehr lernen müssen, zuzuhören und unterschiedliche Perspektiven auszuhalten.

Dabei geht es nicht um Sprachpolizei oder darum, Menschen für jedes falsche Wort zu verurteilen. Es geht um Bewusstsein. Denn Sprache beeinflusst unsere Haltung – und unsere Haltung entscheidet darüber, ob Inklusion gelingt oder nur ein gut gemeintes Schlagwort bleibt.

Freut euch auf eine ehrliche, kontroverse und gleichzeitig wertschätzende Diskussion über Worte, Wirkung und Wahrnehmung. Eine Episode, die Denkanstöße liefert, Gewohntes hinterfragt und deutlich macht: Inklusion beginnt nicht erst mit Gesetzen oder Barrierefreiheit. Sie beginnt oft mit den Worten, die wir wählen – und mit der Bereitschaft, den Menschen vor der Behinderung zu sehen.

Hört rein, diskutiert mit und erzählt uns: Welche Begriffe begegnen euch immer wieder, bei denen ihr denkt – das müsste sich endlich ändern?

 

Links aus der Episode:

Kolumne von Jennifer Sonntag auf „Die Neue Norm“:

https://dieneuenorm.de/gesellschaft/nicht-an-den-rollstuhl-gefesselt-aber-an-das-bett-gebunden/

 

Tipps für die Berichterstattung über Menschen mit Behinderung:

https://www.tu-chemnitz.de/tu/inklusion/PDF/Tipps%20fuer%20die%20Berichterstattung_Menschen%20mit%20Behinderungen_Leidmedien.pdf

 

Leitfaden für die inklusive Berichterstattung:

https://un-label.eu/wp-content/uploads/Leitfaden_Inklusive_Berichterstattung.pdf

 

Webseite der Leidmedien mit buchbaren Workshops für Journalist*innen:

https://leidmedien.de/

 

Hier geht es zu Jennifer Sonntag:

www.jennifer-sonntag.de

Instagram:

https://www.instagram.com/blind.feminista/

Facebook:

https://www.facebook.com/Jennifersonntaginklusionsbotschafterin/

 

Link zu Sascha Lang 

Facebook:

https://www.facebook.com/share/16U3LWoDMK/?mibextid=wwXIfr> 

               

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Über diesen Podcast

„Inklusion ist ein nie endender Prozess“ Genau zu diesem Prozess lädt der Podcast „IGEL – Inklusion Ganz Einfach Leben“ ein. Der Podcast richtet sich an Menschen mit und ohne Behinderung – kurzum: an die gesamte Gesellschaft. Wenn du bereit bist, die Barrieren im Kopf abzubauen und täglich an einer inklusiven Gesellschaft mitwirken möchtest, dann bist du hier genau richtig. Im Podcast lasse ich Personen zu Wort kommen, die Inklusion leben, auf Hürden treffen, am Prozess wachsen oder auch mal verzweifeln. Und auch ich zeige dir aus meiner Sicht als Betroffener (ich bin seit meinem dritten Lebensjahr blind) wie ich die (inklusive) Welt erlebe und möchte mit meinen Beiträgen inspirieren, motivieren und sensibilisieren. Die inklusive Welt wird hier nicht mit einer rosaroten Brille gesehen, sondern authentisch und ehrlich dargestellt. Ich lege großen Wert darauf zu motivieren, denn Inklusion gelingt nur, wenn wir das Ganze gemeinsam angehen. Das bedeutet in diesem Podcast geht es um Inklusion, Barrierefreiheit, Gleichstellung, Diskriminierung, Behinderungen und Handicaps jeglicher Art und Teilhabe. Bist du bereit in die inklusive Welt einzutauchen? Dann höre jetzt direkt rein.      
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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