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Episoden
28.07.2022
1 Stunde 2 Minuten
Wieso waren die Kirchen in der DDR 1989 voll, aber kurz darauf
wieder leer? Hat die evangelische Kirche in Ostdeutschland damals
die historische Chance verpasst, Mitglieder zu gewinnen? Könnten
nicht gerade die Kirchen unsere polarisierte Gesellschaft heute
wieder stärker zusammenführen? Und bräuchte eigentlich auch die EKD
einen Ostbeauftragten?
In der letzten Folge der East Side Stories sprechen die ehemalige
Pröpstin Friederike von Kirchbach und der Pfarrer Dr. Justus
Geilhufe über die Entwicklung der evangelischen Kirche in
Ostdeutschland, über ihre Rolle in der Gesellschaft, das
innerkirchliche Verhältnis zwischen Ost und West und darüber, was
auch westdeutsche Gemeinden für die Zukunft von den ostdeutschen
Brüdern und Schwestern lernen könnten.
Friederike von Kirchbach (*1955, Gersdorf in Sachsen) studierte
Theologie in Leipzig und Jena und war ab 1986 in der kirchlichen
Jugendarbeit in der DDR tätig. Anfang der 1990er-Jahre wurde sie
Pfarrerin im sächsischen Kreischa. Sie war Generalsekretärin des
Deutschen Evangelischen Kirchentages und Pröpstin der Evangelischen
Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Bis zu ihrem
Ruhestand war sie zuletzt Pfarrerin in Berlin-Kreuzberg.
Dr. Justus Geilhufe (*1990, Dresden) studierte Theologie und
Philosophie in Jena, Princeton, München und Leipzig und hat in
Göttingen promovierte. Seit 2021 ist er Gemeindepfarrer im
mittelsächsischen Großschirma, Pfarrer der Domgemeinde Freiberg und
Seelsorger an der Technischen Universität Freiberg.
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08.07.2022
57 Minuten
In dieser Folge unterhalten sich zwei ostdeutsche Filmemacher aus
unterschiedlichen Generationen über die Bedingungen, unter den ihre
Filme entstehen, was sie persönlich antreibt, ob die DEFA für sie
noch eine Rolle spielt und ob es so etwas gibt wie eine
‚ostdeutsche Perspektiven‘ in der deutschen Filmszene.
Thomas Heise (*1955, Ost-Berlin) studierte in der DDR Regie, brach
das Studium aber 1982 ab, um seine künstlerische Freiheit zu
wahren. Er zählt heute zu den wichtigsten deutschen
Dokumentarfilmern der Gegenwart.
Christoph Eder (*1987, Göhren auf Rügen) hat an der Filmuniversität
Babelsberg Regie studiert. Sein dortiger Abschlussfilm mit dem
Titel „Wem gehört mein Dorf“ wurde vielfach ausgezeichnet und für
den Deutschen Filmpreis 2022 nominiert.
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21.06.2022
52 Minuten
Welche Orte und Strukturen standen Homosexuellen in der DDR zur
Verfügung? Was passiert mit der Homosexuellen-Bewegung der DDR nach
1990? Vor welchen Herausforderungen stehen queere Menschen und
Organisationen heute in Ostdeutschland?
Über diese und weitere Fragen sprechen Rainer Herrn und Anne
Liebeck in der Folge „Auf zu neuen Ufern? Von der
Homosexuellenbewegung der DDR zur queeren Szene Ostdeutschlands“.
Moderiert wird das Gespräch von Tina Howard.
Dr. Rainer Herrn (*1957 in Leipzig) war Mitbegründer des Schwulen
Arbeitskreises der Studentengemeinde Leipzig und aktiv in den
AIDS-Selbsthilfegruppen der DDR. Er arbeitet seit 1991 bei der
Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft Berlin. Seit 2008 ist er zudem an
der Charité Berlin am Institut für Geschichte der Medizin und Ethik
in der Medizin.
Anne Liebeck (*1985 in Dresden) wuchs in Sachsen und
Nordrhein-Westfalen auf. Anne Liebeck studierte Soziologie und
arbeitet seit 2013 für den Gerede e.V. in Dresden. Der Gerede e.V.
existiert seit den späten 1980er-Jahren und versteht sich als
Interessenvertretung für Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transidente
und Menschen mit vielfältigen Lebensweisen sowie deren Angehörige.
Anne Liebeck leitet unter anderem das Bildungsprojekt "Queere
Bildung in Dresden" beim Gerede e.V.
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08.06.2022
46 Minuten
Wie erging es Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion bei ihrer
Ankunft in Ostdeutschland bzw. in der DDR? Ließen sich ihre
postsowjetischen Erfahrungen der Transformation in den
1990er-Jahren auf das Leben in Ostdeutschland übertragen? Müssen
sich Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion heute in besonderer
Weise zu Russland positionieren? Zwischen Neuem und Vertrautem,
zwischen Ankunft und Aufbruch stellen sich für Russlanddeutsche und
russischsprachige Communities eigene Fragen nach Identität,
Geschichte und Zugehörigkeit.
Hierüber sprechen die Autorin Eleonora Hummel und der Autor Dmitrij
Kapitelman bei den East Side Stories in der Folge „Nach UdSSR und
DDR: Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion in Ostdeutschland“.
Moderiert wird das Gespräch von Nancy Fischer.
Eleonora Hummel (*1970 in Zelinograd, heute: Nur-Sultan,
Kasachstan) ist Russlanddeutsche. Im Alter von elf Jahren kam sie
mit ihren Eltern nach Dresden in die DDR. Sie ist Schriftstellerin,
hat zahlreiche Bücher verfasst, Stipendien und Preise erhalten.
Auch heute wohnt sie noch in Dresden.
Dmitrij Kapitelman (*1986 in Kiew, Ukraine) kam mit acht Jahren als
Kontingentflüchtling nach Meerane in Sachsen. Er wuchs in Leipzig
auf und lebt heute in Berlin und seiner alten Heimatstadt. Er
arbeitet als Journalist und ist Autor mehrerer Bücher.
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23.05.2022
53 Minuten
Wie erlebten Lehrer und Schüler die Reformen des Schulsystems nach
dem Ende der DDR? Welche Stimmung herrschte in den Klassenzimmern
und Kollegien? Lernen Schülerinnen und Schüler heute genug über die
DDR? Und wie politisch darf oder muss Schule eigentlich sein?
Unter dem Titel „Bildung im Umbruch: Die Entwicklung des
ostdeutschen Schulsystems“ sprechen Ralf Treptow und Sindy
Burkhardt-Dütsch über die Umbrüche der ostdeutschen Schullandschaft
seit 1989, über die gegenwärtigen Herausforderungen der
Digitalisierung und die Vermittlung von DDR-Geschichte im
Unterricht.
Ralf Treptow (*1960, Ost-Berlin) ist seit 1991 Schulleiter des
Rosa-Luxemburg-Gymnasiums in Berlin-Pankow und seit 2011
stellvertretender Vorsitzender der Bundesdirektorenkonferenz
Gymnasien.
Sindy Burkhardt-Dütsch (*1987 in Thüringen) ist Lehrerin in
Thüringen. Sie war viele Jahre an der Emil-Petri-Schule in Arnstadt
und hat ihr Referendariat in Wolfenbüttel absolviert.
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Über diesen Podcast
Bei den „East Side Stories“ sprechen Menschen unterschiedlicher
Generationen aus Ostdeutschland miteinander über große Themen: die
Medienlandschaft, Umwelt- und Klimaschutz oder den wirtschaftlichen
Strukturwandel. Was hat sich in den vergangenen 30 Jahren
verändert? Was ist gleichgeblieben? In insgesamt acht Folgen widmen
sich die „East Side Stories“ gesellschaftlichen und individuellen
Herausforderungen in Ostdeutschland von 1989 bis in die Gegenwart.
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