#206 Liebe Führungskräfte, Hand aufs Herz: Was wisst ihr wirklich über die Arbeit, die eure Mitarbeiter so erledigt bekommen? Nein! Ihr wisst weit weniger als ihr euch einredet!

#206 Liebe Führungskräfte, Hand aufs Herz: Was wisst ihr wirklich über die Arbeit, die eure Mitarbeiter so erledigt bekommen? Nein! Ihr wisst weit weniger als ihr euch einredet!

Der ichbindochnichthierumbeliebtzusein.com PodCast
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Beschreibung

vor 3 Jahren
Liebe Führungskräfte, Hand aufs Herz: Was wisst ihr wirklich über
die Arbeit, die eure Mitarbeiter so erledigt bekommen? Nein! Ihr
wisst weit weniger als ihr euch einredet!


Rücksprachen, One on Ones, monatliche Abgleichtermine über
neue, laufende und abgeschlossene To-do. Dann noch
Bonusvereinbarungen, die abgeglichen werden mit dem Ist an
Erledigtem. Und schriftliche Listen, die jeden neuen Auftrag
erfassen. Oder eben ein CRM. Oder ein nicht immer ideal
konfiguriertes Salesforce. Genug geschwärztes Papier, sollte
man meinen, damit eine Führungskraft sich ein Bild der
Arbeitslast und der Aufgaben als auch der eigentlichen "daily
work" machen kann. Frage eins: Muss ich das als Führungskraft
überhaupt alles so sehr im Detail kennen? Frage zwei: Und wie
viel Prozent dessen, was dein Mitarbeiter nun so den ganzen Tag
macht, glaubst du, kennst du nun? Schlechte Nachricht: beide
deiner Antworten sind falsch. Neuer Versuch, was die Aufgaben
deiner Mitarbeiter angeht, wie viel davon weißt du? Schätze
jetzt von 0 bis 100 Prozent.... und... hast du eine Zahl im
Kopf? Wie viel Prozent der Arbeit deiner Mitarbeiter kennst du?
Ok, ich löse: Du hast von mindestens 60 % keine Ahnung oder
kannst dich, wenn du es z.B. in einem Gespräch mit deiner
Führungskraft hast, keine Erinnerung mehr... Und, die schlechte
Nachricht: es kann auch locker mehr als 60 % sein! Ich kann
dich nun schon zweifeln und widersprechen hören, allerdings
habe ich mir das nicht ausgedacht, es belegt eine aktuelle
Studie.
 


HAL9000 / Bild-/Quelle: wikipedia.de

 





Jeder von euch kennt die verschiedenen Typen von
Führungskräften: das Genie. Keiner macht ihm was vor. Er hat
die Firma quasi gegründet. Kennt jedes Produkt aller
Generationen auswendig und kann es, ganz wie MacGyver, mit
einem Lötkolben in geringer Zeit sofort anfertigen. Oder der
Strebsame. Noch nicht sein Leben lang in Führung, aber sehr
bemüht. Kaum ein Ratgeber zum Thema Führungskraft, den er nicht
sofort auswendig lernt. Somit wird jeden Monat eine neue
Methodenkuh durchs Dorf gejagt. Und, als modernes
Management-Phänomen: die Quote. An sich keine Ahnung, weder
bereit noch aus eigenem Antrieb auf die Position gekommen und
muss nun mit Führungskräfte-Schulungen und
Führungsverantwortung das Beste aus dem Chaos machen, das sie
hinterlässt. Und dann noch Mister "Is-mir-egal!". Egal, was der
Mitarbeiter will, der Typ ist noch inkompetenter als Stromberg
und daher ist ihm alles egal - aber er ist gezwungen, lange
Listen von Protokollen, also internen Protokollen zu schreiben,
um seinen Arsch zu retten, wenn die Bude plötzlich lichterloh
brennt und er Schuld daran hat. Nein, nein, da geht ein
Mitarbeiter über die Wupper, nur nicht er. Er hat ja immer klar
gesagt, dass es genau so nicht geht, bla, bla, bla. Und da
mittendrin sind sie, die Perlen, die guten Führungskräfte,
denen der Job nur so zufliegt und die einfach alles richtig
machen - und die von ihren Mitarbeitern dafür hochgelobt
werden...


Obwohl ich hier pointiert und sehr übersichtlich schnell fünf
klassische Typen benannt habe, hat wohl jeder von euch seinen
Chef in eine Schublade packen können. Einen Chef hat
schließlich jeder von uns, auch der CEO muss sich einem
Aufsichtsrat oder Board gegenüber rechtfertigen. Auch der Papst
muss, wenn auch etwas mehr spirituell, seinem Chef Rede und
Antwort stehen - und sei es nur am Ende des gemeinsamen
Weges... Ach ja, ich schreibe diesen Text am Osterwochenende,
sollte sich jemand unter euch wundern.


Und mit all den Mitteln und Werkzeugen, die Führungskräften in
modernen Unternehmen heute so zur Verfügung stehen, wie viel
wisst ihr denn nun über die Arbeit, die eure Mitarbeiter so
aktuell auf dem Tisch haben?


Ich kenne viele Abstimmungen, die diese Frage auf 100 % bringen
sollen: Ich habe schon Confluence-Seiten erlebt, die ich wie
ein Kleinkind wiederholen sollte und trotzdem ging Auftrag nach
Auftrag in die Folge direkt herunterladen

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