Cleanvoice

Künstliche Intelligenz gegen Ähms

12. Juli 2021, 00:12 Uhr , aktualisiert: 13. Juli 2021, 08:08 Uhr
Bild: Screenshot Homepage Cleanvoice
Künstliche Intelligenz gegen Ähms

Atmer, Schmatzer, Füllwörter. Ein großer Teil des Podcast-Schnitts fällt für die Entfernung unerwünschter Geräusche an. Die Software Cleanvoice soll sie automatisch entfernen. Alex Wunschel hat den Dienst getestet.

Künstliche Intelligenz dringt in immer mehr Bereiche des Lebens vor. Nun könnte sie auch Podcastern die Arbeit erleichtern. Der Dienst Cleanvoice verspricht seinen Nutzern unerwünschte Füllwörter wie Ähms oder Öhms aus Audiodateien zu entfernen. In der aktuellen Episode des "Blick über den Tellerrand"-Podcasts hat Alex Wunschel Cleanvoice getestet und mit manuellem Schnitt verglichen.

Der auf künstlicher Intelligenz basierende Onlinedienst Cleanvoice führt auf seiner Homepage Beispiele an, wie bereinigte Audiostücke sich vor und nach Entfernung der Füllwörter anhören. Die hauseigenen Tests wirken vielversprechend, sie bescheren ein angenehmeres Hörerlebnis und verkürzen das Audiostück um 20 Prozent.

Alex Wunschel testet Cleanvoice

Cleanvoice im Test

Alex Wunschel testet ein Audiostück von 26 Sekunden, das voller Ähms steckt. Die künstliche Intelligenz soll momentan noch in der Lernphase sein, dennoch entfernt sie die meisten Ähms zuverlässig. Der Schnitt wirkt noch etwas holprig und kann mit der handgeschnittenen Version nicht mithalten. Ein Bonus der künstlichen Intelligenz ist jedoch die enorme Zeit- und Arbeitsersparnis, da sie ohne manuellen Schnitt auskommt.

Die Länge des Audiostücks wurde im manuellen Schnitt von 26 auf 19 Sekunden und durch Cleanvoice auf 17 Sekunden reduziert. Die Software hat mit etwas Feinschliff Potenzial in Zukunft zahlreiche mühselige Schnittstunden einzusparen.

Ähm-Entferner kostenfrei testen

Perspektivisch sollen zudem noch weitere Features geplant sein. Dazu zählen offenbar auch die Entfernung weiterer Lückenfüller und der Export markierter Problemstellen, die dann in Schnittprogramme importierbar sein sollen. Aktuell läuft eine kostenfreie Testphase, in der Neugierige sich mit der browserbasierten Software vertraut machen können.