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Die interessantesten Interviews aus dem Radioprogramm von SWR Aktuell finden Sie hier zum Nachhören. Die spannendsten Themen kurz auf dem Punkt gebracht im Podcast: Im Gespräch.
Beschreibung
vor 1 Woche
Der sogenannte Tankrabatt, den die Bundesregierung zur Abfederung
der Spritpreise eingesetzt hat, hat die Hälfte seiner Laufzeit
erreicht. Bis Ende des Monats gilt er noch, aber wie geht es danach
weiter? Tankrabatt wirkt, aber Zukunft an den Tankstellen unklar
Der Tankrabatt habe zwar etwas Bewegung in den Markt gebracht, sagt
Birgit Priemer, Chefredakteurin von Auto, Motor und Sport.
Gleichzeitig sei die Maßnahme von Anfang an umstritten gewesen.
Manche Tankstellen hätten die Preise vor dem Start erst erhöht, um
den Rabatt später leichter weiterzugeben. Das habe viel Unruhe
ausgelöst. Priemer kritisierte zudem, der Tankrabatt helfe vor
allem Menschen mit großen, verbrauchsintensiven Autos. Für sozial
Schwächere sei er kaum ein gezieltes Instrument der Unterstützung.
Priemer findet Kosten für den Staat zu hoch Aus ihrer Sicht stehen
die Kosten in keinem guten Verhältnis zum Nutzen. Die rund 1,6
Milliarden Euro an Steuermindereinnahmen hätte man ihrer Ansicht
nach anders einsetzen können. Priemer verweist darauf, dass Benzin
und Diesel in Deutschland ohnehin stark mit Steuern und Abgaben
belastet seien. Bei Benzin liege der Anteil bei rund 60 Prozent,
beim Diesel bei etwa 50 Prozent. Deshalb brauche es aus ihrer Sicht
eher einen generellen Hebel, der allen Verbrauchern und auch
Unternehmen helfe. Ab Juli: Energie-Bilanz wird wichtiger Für die
Zeit nach dem Auslaufen des Tankrabatts rät Priemer dazu, die
eigene Mobilität genauer zu prüfen. Jeder müsse sich fragen, wie
viele Kilometer wirklich gefahren würden und ob dafür immer das
Auto nötig sei. Auch bei der nächsten Anschaffung lohne sich ein
Blick auf sparsamere Modelle, Plug-in-Hybride oder ein Elektroauto.
Wer die Möglichkeit habe, privat zu laden, könne ebenfalls
umdenken. Benzin- und Dieselpreise würden ihrer Einschätzung nach
schwer kalkulierbar bleiben und langfristig eher steigen. Neu- und
Gebrauchtwagen: E-Autos legen deutlich zu Trotz hoher Preise sieht
Priemer eine wachsende Nachfrage nach Elektroautos. Das liege nicht
nur am Krieg gegen die Ukraine und den hohen Energiepreisen,
sondern auch an einem besseren Angebot. Günstigere Modelle wie der
Dacia Spring oder der Citroën ë-C3 machten den Einstieg leichter.
Hinzu komme die wieder verfügbare Förderung. Im April seien die
Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr um 41 Prozent gestiegen,
der Marktanteil habe in Deutschland knapp 26 Prozent erreicht. Bei
gefragten Modellen wie dem Mercedes CLA oder dem BMW iX3 gebe es
inzwischen sogar monatelange Wartezeiten.
der Spritpreise eingesetzt hat, hat die Hälfte seiner Laufzeit
erreicht. Bis Ende des Monats gilt er noch, aber wie geht es danach
weiter? Tankrabatt wirkt, aber Zukunft an den Tankstellen unklar
Der Tankrabatt habe zwar etwas Bewegung in den Markt gebracht, sagt
Birgit Priemer, Chefredakteurin von Auto, Motor und Sport.
Gleichzeitig sei die Maßnahme von Anfang an umstritten gewesen.
Manche Tankstellen hätten die Preise vor dem Start erst erhöht, um
den Rabatt später leichter weiterzugeben. Das habe viel Unruhe
ausgelöst. Priemer kritisierte zudem, der Tankrabatt helfe vor
allem Menschen mit großen, verbrauchsintensiven Autos. Für sozial
Schwächere sei er kaum ein gezieltes Instrument der Unterstützung.
Priemer findet Kosten für den Staat zu hoch Aus ihrer Sicht stehen
die Kosten in keinem guten Verhältnis zum Nutzen. Die rund 1,6
Milliarden Euro an Steuermindereinnahmen hätte man ihrer Ansicht
nach anders einsetzen können. Priemer verweist darauf, dass Benzin
und Diesel in Deutschland ohnehin stark mit Steuern und Abgaben
belastet seien. Bei Benzin liege der Anteil bei rund 60 Prozent,
beim Diesel bei etwa 50 Prozent. Deshalb brauche es aus ihrer Sicht
eher einen generellen Hebel, der allen Verbrauchern und auch
Unternehmen helfe. Ab Juli: Energie-Bilanz wird wichtiger Für die
Zeit nach dem Auslaufen des Tankrabatts rät Priemer dazu, die
eigene Mobilität genauer zu prüfen. Jeder müsse sich fragen, wie
viele Kilometer wirklich gefahren würden und ob dafür immer das
Auto nötig sei. Auch bei der nächsten Anschaffung lohne sich ein
Blick auf sparsamere Modelle, Plug-in-Hybride oder ein Elektroauto.
Wer die Möglichkeit habe, privat zu laden, könne ebenfalls
umdenken. Benzin- und Dieselpreise würden ihrer Einschätzung nach
schwer kalkulierbar bleiben und langfristig eher steigen. Neu- und
Gebrauchtwagen: E-Autos legen deutlich zu Trotz hoher Preise sieht
Priemer eine wachsende Nachfrage nach Elektroautos. Das liege nicht
nur am Krieg gegen die Ukraine und den hohen Energiepreisen,
sondern auch an einem besseren Angebot. Günstigere Modelle wie der
Dacia Spring oder der Citroën ë-C3 machten den Einstieg leichter.
Hinzu komme die wieder verfügbare Förderung. Im April seien die
Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr um 41 Prozent gestiegen,
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