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Beschreibung
vor 1 Woche
Anna Kornbluhs 2024 erschienenes Buch »Immediacy, or The Style of
Too Late Capitalism« ist eine kritische Gegenwartsanalyse, die
verschiedenen gesellschaftlichen Feldern wie Wirtschaft, Kunst
und Wissenschaft einen gemeinsamen Stil attestiert, der sich
durch die Suggestion von Unmittelbarkeit auszeichnet. Wie Airbnb
und Uber funktioniere auch die Gegenwartsliteratur nach einer
Logik der Präsenz und Direktheit: Cutting out the middleman. Um
die zahlreichen Krisen der Gegenwart zu lösen, so Kornbluh,
brauche es jedoch Abstraktion, Repräsentation und
Vermittlung.
Was ist dran am Unmittelbarkeitsvorwurf? Welche Rolle spielt
gerade die ich-erzählte Literatur dabei? Und welche Parallelen
lassen sich zwischen Kornbluhs Unmittelbarkeit und dem Begriff
des Midcult in den Texten von Moritz Baßler finden? Über diese
und weitere Fragen spricht Paul Krauße mit der
Literaturwissenschaftlerin Asmara Wibowo.
Asmara Wibowo studierte Germanistik und Philosophie an der
Goethe-Universität Frankfurt am Main, wo sie anschließend als
wissenschaftliche Mitarbeiterin arbeitete. Seit 2024 ist sie an
der Humboldt-Universität zu Berlin angestellt. Sie promoviert zur
Literatur der Mitte.
Zu den Büchern:
Anna Kornbluh »Immediacy, or The Style of Too Late Capitalism«
(Verso, 2024)
Moritz Baßler »Populärer Realismus. Vom Internation Style
gegenwärtigen Erzählens« (C.H. Beck, 2022)
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