Podcast
Podcaster
Ein Podcast über das, was bleibt, wenn der Alltag ganz plötzlich echt wird.
Beschreibung
vor 2 Wochen
In dieser Folge sprechen wir mit Roy, der einen Behandlungsfehler
erlebt hat, der ihn körperlich wie psychisch schwer belastete. Seit
seiner Kindheit kämpfte Roy mit Hautproblemen und war über Jahre
medizinisch in Behandlung. Eine neue Therapie weckte Hoffnung: Eine
operative Behandlung mit Elektrolytverfahren sollte endlich
Besserung bringen. Doch der Eingriff endete anders als erwartet.
Nach dem Aufwachen merkte Roy sofort, dass etwas nicht stimmte.
Statt Benommenheit verspürte er einen stechenden Schmerz am
Steißbein – und stellte fest, dass er auf einer großen, nässenden
Verbrennung lag, rund 20 bis 25 Zentimeter im Durchmesser. Die
Ursache: mutmaßlich hat er nass gelegen und das Desinfektionsmittel
hat in Verbindung mit der Hochfrequenzchirurgie zu einer
Verbrennung geführt. Als der diensthabende Chefarzt den Befund
bestätigte, reagierte er jedoch nüchtern und mit einer Haltung, die
Roy später als „kann passieren“ beschreibt. Diese fehlende Empathie
traf ihn fast härter als der körperliche Schmerz. Erst ein anderer
Arzt erwähnte beiläufig, dass er rechtliche Schritte einleiten
könnte. Roy entschied sich direkt am nächsten Tag dazu – aus dem
Gefühl heraus, nicht ernst genommen worden zu sein. Die Wochen nach
dem Vorfall waren für ihn extrem belastend. Die Verbrennung befand
sich an einer Stelle, über die man ungern spricht und die im Alltag
kaum geschont werden kann. Schlafen, sitzen, stehen, arbeiten, Auto
fahren – alles wurde zur Herausforderung. Hinzu kam die psychische
Belastung: Angst, Scham, Wut, Hilflosigkeit. Für Roy war es vor
allem ein Gedanke, der ihn nicht losließ: Er kam schlechter aus der
Behandlung heraus, als er hineingegangen war. Im Gespräch wird
deutlich, wie sehr ihn nicht nur der Fehler selbst, sondern vor
allem der Umgang damit getroffen hat. Was Roy sich gewünscht hätte:
Verständnis, eine klare Entschuldigung, Aufklärung – und das
Gefühl, dass sein Schmerz ernst genommen wird. Diese Folge zeigt
eindrücklich, warum Patientensicherheit nicht nur aus Prozessen und
Standards besteht, sondern auch aus Haltung, Sprache und Empathie.
Und weshalb der Umgang mit Betroffenen nach einem Fehler oft den
Unterschied macht – zwischen Heilung und zusätzlicher Verletzung.
erlebt hat, der ihn körperlich wie psychisch schwer belastete. Seit
seiner Kindheit kämpfte Roy mit Hautproblemen und war über Jahre
medizinisch in Behandlung. Eine neue Therapie weckte Hoffnung: Eine
operative Behandlung mit Elektrolytverfahren sollte endlich
Besserung bringen. Doch der Eingriff endete anders als erwartet.
Nach dem Aufwachen merkte Roy sofort, dass etwas nicht stimmte.
Statt Benommenheit verspürte er einen stechenden Schmerz am
Steißbein – und stellte fest, dass er auf einer großen, nässenden
Verbrennung lag, rund 20 bis 25 Zentimeter im Durchmesser. Die
Ursache: mutmaßlich hat er nass gelegen und das Desinfektionsmittel
hat in Verbindung mit der Hochfrequenzchirurgie zu einer
Verbrennung geführt. Als der diensthabende Chefarzt den Befund
bestätigte, reagierte er jedoch nüchtern und mit einer Haltung, die
Roy später als „kann passieren“ beschreibt. Diese fehlende Empathie
traf ihn fast härter als der körperliche Schmerz. Erst ein anderer
Arzt erwähnte beiläufig, dass er rechtliche Schritte einleiten
könnte. Roy entschied sich direkt am nächsten Tag dazu – aus dem
Gefühl heraus, nicht ernst genommen worden zu sein. Die Wochen nach
dem Vorfall waren für ihn extrem belastend. Die Verbrennung befand
sich an einer Stelle, über die man ungern spricht und die im Alltag
kaum geschont werden kann. Schlafen, sitzen, stehen, arbeiten, Auto
fahren – alles wurde zur Herausforderung. Hinzu kam die psychische
Belastung: Angst, Scham, Wut, Hilflosigkeit. Für Roy war es vor
allem ein Gedanke, der ihn nicht losließ: Er kam schlechter aus der
Behandlung heraus, als er hineingegangen war. Im Gespräch wird
deutlich, wie sehr ihn nicht nur der Fehler selbst, sondern vor
allem der Umgang damit getroffen hat. Was Roy sich gewünscht hätte:
Verständnis, eine klare Entschuldigung, Aufklärung – und das
Gefühl, dass sein Schmerz ernst genommen wird. Diese Folge zeigt
eindrücklich, warum Patientensicherheit nicht nur aus Prozessen und
Standards besteht, sondern auch aus Haltung, Sprache und Empathie.
Und weshalb der Umgang mit Betroffenen nach einem Fehler oft den
Unterschied macht – zwischen Heilung und zusätzlicher Verletzung.
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59 Minuten
vor 2 Wochen
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