Frauke Burgdorff: Wie mobil machen Sie Aachen - und was hat ein altes Parkhaus damit zu tun?

Frauke Burgdorff: Wie mobil machen Sie Aachen - und was hat ein altes Parkhaus damit zu tun?

Frauke Burgdorff leitet seit 2019 das Dezernat für Planung, Bau und Mobilität der Stadt Aachen. Als Quereinsteigerin, was oft frischen Wind bedeutet. Wir sprechen über einen Parkhausabriss, Lebensqualität in der Stadt und neue Chancen in alten Strukturen.
37 Minuten
Podcast
Podcaster
On the way to new mobility: Katja Diehl spricht alle 14 Tage mit Gästen über Mobilität statt Verkehr, Diversität, New Work, Inklusion, kindergerechte Stadt und das Mobilisieren auf dem Land.

Beschreibung

vor 4 Monaten
Den damaligen "Chef", der Frauke Burgdorff als Oberbürgermeister
einstellte, und der jetzt als Mobilitätsmacher von außen agiert -
Marcel Philipp - hatte ich auch bereits zu Gast. Frauke Burgdorff
war mir während meiner Recherche zum zweiten Buch, das im März 2024
erscheint, immer mal wieder als Gesprächspartnerin empfohlen
worden. Spannendes Detail: Nicht sie selbst kam auf die Idee, sich
um ihren jetzigen Job zu bewergen, sondern Bürger:innen der Stadt
Aachen sprachen sie darauf an. Und aus dieser Idee, von der
Selbstständigkeit in die kommunale Arbeit zu wechseln, wurde
augenscheinlich eine Passion, das merkt man ihr deutlich an.
Recherchiert man in Presseartikeln zu ihrer damaligen Bewerbung,
finden sich immer wieder drei Punkte, auf die sie als Stadtbaurätin
besonders Wert legt. - Mehr vom Guten. „Ich möchte dazu beitragen,
die vorhandenen Potenziale zum Leuchten zu bringen und die
Schönheit der ganzen Stadt und ihrer Umgebung besser sichtbar zu
machen. Dazu gehört, die vorhandenen strategischen Pläne engagiert
und Schritt für Schritt umzusetzen und auch den Blick auf die im
Alltag wichtigen Details und Qualitäten zu richten.“ - Sprung nach
vorne. „Wir müssen heute – insbesondere mit Blick auf die Themen
Innenstadtentwicklung, Mobilität, ressourcenschonendes Bauen und
den Kurstandort – die Stadt von übermorgen denken und tatkräftig
verwirklichen.“ - Gemeinwohl durch Dialog. „Die knappen Flächen
verpflichten uns, jeden öffentlichen Quadratmeter und jedes
öffentlich geschaffene Baurecht so zu entwickeln, dass die gesamte
Stadt etwas davon hat.“ Und auf genau diese drei Punkte und noch
einiges mehr könnt ihr euch in diesem Gespräch freuen. Was zum
Beispiel heißt es, mitten in der Stadt ein uraltes Parkhaus
abzureißen und dort einen neuen Ort mit urbaner Lebensqualität zu
gestalten? Zumal, wenn der Abriss seit 1989 geplant ist und an
dieser Stelle ursprünglich Luxuswohnungen entstehen sollten, die so
gar nicht mehr in die Stadt zu passen scheinen? Frauke Burgdorff
bremste hier aus, ihr war die Beteiligung der Menschen wichtig, die
in Aachen leben. Denn oftmals gibt es zwar architektonisch
beeindruckende Bauten, die aber nicht selten völlig fehl am Platz
in der Stadt bzw. dem Raum wirken. Wissen, Wohnen und Wiese. So
hieß es dann, also raus aus der Komplexität und rein in eine
Einfachheit, die alle mitnimmt. Mehr im Gespräch!

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