Ängstliche Eindrücke bei einem Boxmatch

Ängstliche Eindrücke bei einem Boxmatch

20. Januar 1923
11 Minuten
Podcast
Podcaster
Der Podcast mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Welt vor hundert Jahren

Beschreibung

vor 2 Wochen
Die Faszination der 1920er Jahre für den Boxsport ist Legion.
Angezogen fühlten sich nicht nur die breiten Massen; auch
zahlreiche namhafte Autoren von Bertolt Brecht bis Ernest Hemingway
haben die Nähe zum Ring gesucht und das archaische Mann-gegen-Mann
der Faustkämpfer literarisch verherrlicht. Unser heutiger Artikel
aus der Berliner Morgenpost vom 20. Januar 1923 nimmt sich vor
diesem Hintergrund eher ein wenig ungewöhnlich aus, denn sein Autor
Ludwig Hirschfeld ist der Begeisterung für das Boxen nicht erlegen.
Allzu rohe Körperlichkeit, daraus macht er keinen Hehl, ist seine
Sache nicht. Seine Waffe ist, auch wenn er von einem Boxkampf
berichtet, die feine Ironie. Hirschfeld zählt zu den großen Wiener
Feuilletonisten der Zwischenkriegszeit. Er wurde 1942 nach
Auschwitz deportiert und dort mit seiner gesamten Familie ermordet.
Den Text, der an einer Stelle heute nicht mehr übliches, da als
rassistisch empfundenes Vokabular enthält, liest Paula Leu.

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