Risikoforscher Gigerenzer: "Der Westen schlafwandelt in die Überwachung"

Risikoforscher Gigerenzer: "Der Westen schlafwandelt in die Überwachung"

37 Minuten

Beschreibung

vor 2 Monaten

Geht es nach Gerd Gigerenzer, müssen nicht nur Maschinen
intelligenter werden, sondern auch Menschen. Es müsse im Kopf
Klick machen, "um zu verstehen, was es bedeutet, in einer Welt zu
leben, die von Algorithmen durchsetzt ist", erklärt der
Psychologe, erfolgreiche Buchautor und vor allem weltweit
anerkannte Risikoforscher seinen Ansatz. Die Menschen müssten
verstehen, wo die Algorithmen nützlich sein können und wo es nur
"Marketinghype oder Techno-Religiöse Fantasien sind".


In seinem Werk "Klick. Wie wir in einer digitalen Welt die
Kontrolle behalten und die richtigen Entscheidungen treffen"
beschäftigt Gigerenzer sich mit dem Thema Digitalisierung und der
Frage, wie der Mensch in einer smarten Welt ebenfalls smart
bleiben kann. Der Mensch müsse erkennen, wer oder was hinter
neuen Technologien steckt, wer manipulieren und wer überwachen
wolle.


Gigerenzer möchte allerdings nicht als Technologiekritiker
verstanden werden. Technik sei weder gut noch böse, sagt er. Man
müsse die Frage stellen, welche Absichten verfolgt werden: In
China passiere die Überwachung offen, in der westlichen Welt
verborgen.


"Wir im Westen gehen eher schlafwandelnd in die Überwachung und
geben unsere Daten weg, um nichts zu zahlen", betont Gigerenzer.
Warum er trotzdem glaubt, dass Bildung die Menschen für die
Digitalisierung schlauer machen könne, erzählt er in der neuen
Folge von "So techt Deutschland".


Sie haben Fragen für Frauke Holzmeier und Andreas Laukat? Dann
schreiben Sie eine E-Mail an sotechtdeutschland@ntv.de


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