Katar als Katalysator für Aktien

Katar als Katalysator für Aktien

3 Minuten

Beschreibung

vor 2 Monaten

So narrisch werde ich diesmal gar nicht. Sollte man die WM in
Katar, deren Bautätigkeiten viel zu viele Menschenleben gekostet
haben nicht ganz boykottieren? Um damit vor allem gegen die FIFA
zu protestieren?  Geld darf bei Fußball eine Rolle spielen,
ohne Sponsoren fänden solche Events ja nicht statt. Aber doch
nicht wider aller guten Sitten und Menschenrechte! Eine WM ist
eben mal ein Mega-Katalysator für Sponsoren wie Coca Cola, Nike,
Adidas und Co. Adidas rechnet trotz allem mit einem Umsatzschub
von 400 Millionen Euro. Und eine WM hilft in der Regel auch den
Aktienkursen der Sponsoren. Tatsächlich hat Adidas im letzten
Monat um knapp 23 Prozent zugelegt, ist auf sechs Monate vor
allem auch wegen der schlechten China-Geschäfte, voller Läger und
der Beendigung der Zusammenarbeit mit dem Rapper Kanye West,
wegen seine scheußlichen Kommentare  immer noch über 27
Prozent im Minus. Coca Cola ist im letzten Monat mit über neun
Prozent im Plus, Nike mit über 19 Prozent.  Mit dem Ball
rollt offensichtlich auch der Riyal für die Sponsoren. Wo
hingegen in Europa die Begeisterung der Fans sich offenbar in
Grenzen hält, was ich von mir bestätigen kann. Laut einer Umfrage
unter 1000 Deutschen der Uni Hohenheim will man  deutlich
weniger Fußball schauen als bei anderen Weltmeisterschaften: Im
Schnitt wollen die Befragten nur zehn Minuten ihrer Arbeitszeit
für die WM in Katar verwenden. So profitieren zumindest die
deutschen Firmen vom WM-Boykott. Ob sich die WM für Katar
rechnet?  Imagemäßig ist sie kein Erfolg. Und auch wenn der
reiche Wüstenstaat sich das locker leisten kann: Die WM in Katar
kostet laut Expertenschätzungen 22 Milliarden US-Dollar und
hinterlässt acht Stadien, die man wohl nicht mehr brauchen wird.
Zum Vergleich: Die WM in Russland verschlang geschätzte 12
Milliarden US-Dollar. Noch mal kurz zum Sponsor Adidas
zurückkommend: da hat natürlich auch ein Wechsel an der
Unternehmensspitze knapp zwei Wochen vor der WM die Adidas-Aktie
beflügelt Mit 1.1. 2023 sitzt Puma-Chef Biörn Gulden auf dem
Adidas-Chefsessel. Übrigens auch bei Disney gab es eine
Wachablöse. Der langjährige Konzernboss Bob Iger kehrt zu Disney
zurück umd übernimmt noch mal für zwei Jahre die Führung des
Unterhaltungsriesen. Die Aktie war gleich einmal knapp sechs
Prozent im Plus. Morgan Stanley bekräftig seine Kaufempfehlung
für Disney. Der CEO eines Unternehmens ist somit nicht unwichtig.
Es lohnt sich ab und zu in Hauptversammlung hineinzuschauen, die
man oftmals auch online  auf der Webseite des Unternehmens
 nachschauen kann. 


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Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von
getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia
Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine
Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die
persönliche Meinung der Autorin.


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Foto: Unsplash/Bruno Aguirre

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