Wirtschaftsnews vom 15. November 2022

Wirtschaftsnews vom 15. November 2022

Wirtschaftsnews

Beschreibung

vor 2 Monaten


Thema heute:   

Mehr energetische Unabhängigkeit mit steuerlich geförderter
Sanierung



 


Der Krieg in der Ukraine hat die Energiekosten in den
vergangenen Monaten stark in die Höhe getrieben und die
eingeführte CO2-Abgabe tut ihr Übriges. Ihretwegen steigt der
CO2-Preis bis zum Jahr 2025 gesetzlich weiter an. Für die
Mehrheit der Verbraucher gehen somit die Heiz- und Stromkosten
immer weiter nach oben.



Aber man kann auch in Maßen gegensteuern. Wer z.B. seine alte Öl-
oder Gasheizung gegen eine Wärmepumpe, Biomasseheizung oder
Solarthermie austauscht, kann entweder mit staatlicher Förderung
kalkulieren oder befristete Steuervorteile mitnehmen. Beide
Vorteile können leider nicht parallel genutzt werden. Es muss
daher genau durchkalkuliert werden, welche Fördermaßnahme im
Einzelfall die rentablere ist.

Steuerermäßigung für Eigenheimbesitzer

Das Ziel einer energetischen Sanierung ist die Absenkung des
privaten Energieverbrauchs und der von der Regierung gewollte
Umstieg auf erneuerbare Energien, um die Klimaschutzziele 2030 zu
erreichen. Die zeitlich befristeten Steuervorteile sind
ausschließlich für Eigentümer, die ihre Immobilie selbst
bewohnen, geschaffen. Die Immobilie muss nicht durchgängig
bewohnt werden, sodass eine Zweit- oder Ferienwohnung ebenfalls
darunterfällt. Boni für vermietete Wohnungen sind ausgeschlossen.
"Bei beruflichen Arbeitszimmern ist deren Anteil an der
Baumaßnahme bei den Kosten herauszurechnen", darauf weist die
Lohnsteuerhilfe Bayern hin. Zudem muss das Gebäude zum Zeitpunkt
der Sanierung älter als zehn Jahre sein. Alle Baumaßnahmen nach
dem 1. Januar 2020, die den Anforderungen entsprechen, sind auf
spezielle Weise absetzbar. Das noch offene Zeitfenster der
Förderung beträgt ab jetzt noch etwas mehr als sieben Jahre, d.h.
die Maßnahmen müssen Ende 2029 abgeschlossen sein.

Bis zu 40.000 Euro Steuerbonus sind
drin
Für energetische Sanierungsmaßnahmen am Eigenheim können
insgesamt 20 Prozent der gesamten Ausgaben bis zu einer
Investitionssumme von 200.000 Euro mit der
Einkommensteuererklärung abgesetzt werden. Das Besondere daran
ist, dass hier auch die Materialkosten absetzbar sind. Bei den
üblichen steuerlichen Handwerkerleistungen ist das nämlich nicht
der Fall. Der Steuerbonus wird dabei auf drei Jahre verteilt. Für
das Jahr des Abschlusses der Sanierungsmaßnahme werden erstmalig
sieben Prozent, maximal aber 14.000 Euro berücksichtigt. Selbiges
gilt für das darauffolgende Jahr. Im dritten Kalenderjahr werden
die restlichen sechs Prozent mit maximal 12.000 Euro von der
Steuerschuld direkt in Abzug gebracht. Voraussetzung: Es wird
eine Steuererklärung eingereicht und es gibt eine entsprechend
hohe Steuerschuld zum Drücken.
 


 


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