Rebecca Gablé im Gespräch: »Eine Katastrophe ist immer ein guter Anfang« - Buchmesse-Podcast 2022

Rebecca Gablé im Gespräch: »Eine Katastrophe ist immer ein guter Anfang« - Buchmesse-Podcast 2022

Rebecca Gablé zählt zu den erfolgreichsten deutschen Romanautoren. Im Podcast des literaturcafe.de erläutert die Autorin, was einen guten Anfang ausmacht, wie man Echtes mit Erfundenem mischt.
29 Minuten
Podcast
Podcaster
Der literarische Treffpunkt im Internet - Interviews, Tipps und akustische Eindrücke aus der Welt der Bücher und Hörbücher. Für Leser und Autoren.

Beschreibung

vor 2 Monaten
»Drachenbanner« ist ihr siebter Waringham-Roman. Noch als
Studentin, Mitte der 19990er-Jahre, schrieb Rebecca Gablé den
ersten Band. »Das Lächeln der Fortuna« war seinerzeit ein
Überraschungsbestseller und begründete ihren Erfolg als Autorin
historischer Romane, die im mittelalterlichen England spielen.
Davor hatte Gablé bereits Kriminalromane geschrieben.
»Drachenbanner« landete sofort auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Das
Mittelalter, so Gablé, spiele derzeit gar keine große Rolle mehr,
aktuell fokussiert man sich in Serien und Romanen mehr auf das 20.
Jahrhundert. Doch Rebecca Gablé bleibt dem englischen Mittelalter
treu. Diesmal ist die Geschichte aus dem Adelsgeschlecht der von
Waringhams im Jahre 1238 und danach angesiedelt. Bedrik ist ein
Junge aus dem einfachen Volk, doch verbindet ihn das Schicksal seit
frühester Kindheit mit der Adeligen Adela of Waringham. Schon auf
der ersten Seite geschieht ein Unglück, und wir sind mitten drin in
der Handlung. »Eine Katastrophe ist immer ein guter Anfang«, sagt
Gablé im Gespräch mit einem Lächeln. Zudem beginne sie ihre Romane
meist mit wörtlicher Rede. Zwar lieben Leserinnen und Leser dicke
Romane, doch manche mag dies auch abschrecken. Da sei es wichtig,
der Leserschaft von Anfang an klar zu machen: »Hey, es ist lang,
aber ich will dir eine spannende Geschichte erzählen und dich nicht
mit historischen Zahlen langweilen und quälen.« Dennoch ist Rebecca
Gablé eine historisch korrekte Geschichte wichtig. Sie vermengt
reale Geschehnisse und Personen mit Erfundenem, doch das Reale muss
stimmen. Sie schreibe dann entlang der historischen Ereignisse, und
nie würde sie die bestehende Geschichte verfälschen. Frauen kommen
in Chroniken nur vor, wenn sie verheiratet werden und Kinder
gebären. »Ansonsten wissen wir über ihr Leben recht wenig«, sagt
Gablé. Gute Ansatzpunkte für die Phantasie der Autorin und für ihre
Geschichten. Im Podcast-Gespräch erläutert Gablé ihren
Schreibprozess. Hat sich durch historische Streaming- und
Fernsehserien das Erzählen verändert? Wie bleibt Rebecca Gablé mit
ihren Leserinnen und Lesern in Kontakt und welche Art von
Rückmeldungen freuen sie am meisten? Hören Sie das ausführliche
Gespräch mit Rebecca Gablé, das ich auf der Frankfurter Buchmesse
2022 geführt habe, im Podcast des literaturcafe.de. Nutzen Sie den
Player unten nach dem Beitrag. Der Podcast des literaturcafe.de ist
zudem auf allen Portalen wie Apple
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