Wenn Reiche wenig Steuern zahlen: Nützt das wirklich allen?

Wenn Reiche wenig Steuern zahlen: Nützt das wirklich allen?

Auf diesen sogenannten «Trickle Down-Effekt» hat auch die neue britische Premierministerin Liz Truss gehofft. Aber so einfach geht es leider nicht.
17 Minuten

Beschreibung

vor 2 Monaten
Auf diesen sogenannten «Trickle Down-Effekt» hat auch die neue
britische Premierministerin Liz Truss gehofft. Aber so einfach geht
es leider nicht. «Steuern für Reiche runter, Wohlstand rauf, diese
simple Losung funktioniert nur im Paradies», erklärt Ökonom
Christoph Schaltegger. Die Welt sei komplexer als das. «In den USA
wurde der Ansatz des «Trickle Down» besonders während der
Präsidentschaft von Ronald Reagan verfolgt. Aber er hat nicht
wunschgemäss funktioniert. Allerdings stimmt auch das Gegenteil
nicht: Dass Steuerpolitik keinen Effekt auf den Wohlstand hat.»
Schaltegger nennt Beispiele von Ländern, bei denen Steuersenkungen
für hohe Einkommen positive Effekte für alle hatten. Auch die
Schweiz gehöre dazu, respektive einige Kantone. Obwalden zum
Beispiel. Allerdings sei bei Steuersenkungen entscheidend, dass die
Rahmenbedingungen in die Gleichung einbezogen würden und dass das
Timing stimme. Der Steuerplan von Liz Truss rufe da eher Erstaunen
hervor. Inzwischen musste sie diesen zurücknehmen, der Widerstand
war zu gross. Reiche werden bei den Steuern in Grossbritannien also
vorerst doch nicht entlastet. Das Konzept des «Trickle Down»
hat in diesem Fall offenbar nicht überzeugt. Für eure
Rückmeldungen, Ideen und Fragen: 076 320 10 37 oder
newsplus@srf.ch.

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