Wütende Frauen: Zu Recht – oder undemokratisch?

Wütende Frauen: Zu Recht – oder undemokratisch?

«Männer haben Frauen überstimmt», lautete eine der Schlagzeilen zum hauchdünnen Ja bei der AHV-Reform. Linke Frauen sprechen von der «AHV-Schande». Bürgerliche Frauen kontern, ein demokratischer Entscheid werde nicht akzeptiert. Sind linke Streikdrohu ...
1 Stunde 20 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat
«Männer haben Frauen überstimmt», lautete eine der Schlagzeilen zum
hauchdünnen Ja bei der AHV-Reform. Linke Frauen sprechen von der
«AHV-Schande». Bürgerliche Frauen kontern, ein demokratischer
Entscheid werde nicht akzeptiert. Sind linke Streikdrohungen
berechtigt oder anmassend? Noch nie war der Geschlechtergraben in
der Schweiz so tief: Während die Frauen die AHV-Reform mit
Zweidrittelmehrheit ablehnten, stimmten zwei Drittel der Männer
dafür. «Ich bin so wütend, ich kann es nicht in Worte fassen», sagt
SP-Nationalrätin Tamara Funiciello. SVP-Nationalrätin Diana Gutjahr
kritisiert dagegen das Demokratieverständnis der SP: «Resultat ist
Resultat». Haben Männer die Frauen bevormundet? Oder sind die
Linken schlechte Verliererinnen? Feministische Kreise haben für
nächstes Jahr bereits einen nächsten Frauenstreik angekündigt. Die
Gleichstellung sei gerade bei den Löhnen nicht erreicht. Der
Bundesrat hat erst kürzlich einen Bericht veröffentlicht, der
deutliche Lohnunterschiede zwischen Frau und Mann zeigt: So
verdienten Frauen im privaten und öffentlichen Sektor im Jahr 2018
durchschnittlich 19 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.
Müssen Frauen einfach besser verhandeln? Oder hapert es bei der
Umsetzung des Gleichstellungsartikels? Nach der AHV-Reform und der
Revision der 1. Säule richtet sich der Fokus nun mit der
Pensionskasse auf die 2. Säule. «Wir müssen für die Ungleichheiten
Lösungen finden», forderte Bundesrat und Innenminister Alain Berset
noch am Abstimmungssonntag. Im Ständerat ist die BVG-Reform ins
Stocken geraten und liegt nun wieder bei der vorberatenden
Kommission. Kann sich die Politik rasch zu einem Kompromiss
durchringen? Oder bleibt die Rentenlücke zwischen den Geschlechtern
bestehen? Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz in der «Arena»: –
Flavia Wasserfallen, Nationalrätin SP/BE; – Diana Gutjahr,
Nationalrätin SVP/TG; – Kathrin Bertschy, Nationalrätin GLP/BE; und
– Matthias Müller, Präsident Jungfreisinnige

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