Lieber in Emerging Markets als Emerging Industries investieren

Lieber in Emerging Markets als Emerging Industries investieren

4 Minuten

Beschreibung

vor 2 Monaten

Die Zukunft liegt in den Emerging Markets,
 bevölkerungsmäßig, aber auch, weil es der Name schon sagt:
Es sind Entwicklungsländer. Hier gibt es noch etwas zu
entwickeln, hier wird von einer aufstrebenden Mittelschicht noch
konsumiert. Klar, aktuell schielt alles nach Indien, nicht nur,
weil Apple hier und nicht mehr in China sein neues iPhone 14
produzieren lässt. Doch Vorsicht, Indiens Präsident Modi hat im
November 2016 schon einmal die Mittelschicht nicht aufkommen
lassen, indem er Indien in einer Hauruckaktion Indien
demonetarisiert hat. Er erklärte über Nacht 500- und
1000-Rupienscheine für ungültig. Die waren damals umgerechnet
etwa sieben und vierzehn Euro wert. Die Inder mussten sie auf
Bankkonten zu einem ungünstigeren Kurs umtauschen. Davon
abgesehen hatten viele aufstrebende Inder zwar einiges an Rupien
verdient, aber eben noch kein Bankkonto.  Modi wollte
offiziell den Geldwäschern das Handwerk legen. Tatsächlich betraf
das 22 Milliarden Banknoten und entsprach einer Geldentwertung
von zwölf Prozent des indischen Bruttoinlandsprodukts. Aus dem
Aufstieg in die Mittelschicht wurde für viele Inder nichts. So,
jetzt habe ich etwas ausgeholt, aber das musste sein, weil man
Ungeheuerliches in der Finanzbranche einfach zu schnell vergisst
und verdrängt. Was ich eigentlich sagen wollte. Emerging
Market-Investments sind ein Risiko, ja, deshalb nie auf ein
einzelnes Land setzen, sondern besser auf einen Fonds oder ETF,
der auf die wichtigsten Emerging Markets setzt und selbst da ist
das Schwankungsrisiko groß. Kurzfristig. Langfristig, in den
letzten 22 Jahren, hat etwa der MSCI Emerging Market den MSCI
World-Index, der keine Schwellenländer beinhaltet um Längen
geschlagen. Die durchschnittliche jährliche Performance des MSCI
Emerging Market lag laut Indexanbieter bei 7,72 Prozent gegenüber
„nur“ 5,55 Prozent beim MSCI World. 


Meine persönliche Meinung ist, dass durch die neue
weltwirtschaftliche Machtverteilung der Performanceabstand zu
Gunsten der Emerging Markets eher größer als kleiner wird. Also:
Bevor ich mir das hohe Risikos einer unbekannten Robotic-Quetsche
oder eines cool klingendes Biotech- oder New Energy-Unternehmens
in so unsicheren Zeiten noch zusätzlich ins Depot lege, ohne noch
zu wissen, ob die neue Technologie auch aufgeht, stecke ich einen
Teil meines frei verfügbaren Geldes, auf das ich schlimmstenfalls
nicht in den nächsten fünf Jahren angewiesen bin in einen breit
gestreuten Emerging Markets-Fonds oder ETF und bin mir auch hier
des Risikos immer bewusst.


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Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von
getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia
Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine
Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die
persönliche Meinung der Autorin.


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Foto: Unsplash/jonathan_monck_Mason



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