Frachtraten im Auge behalten

Frachtraten im Auge behalten

3 Minuten

Beschreibung

vor 2 Monaten

Oh Gott, oh Gott! Der Paketedienst  FedEx  schreibt
einen im Jahresvergleich im dritten Quartal um 15 Prozent
niedrigeren Betriebsgewinn von 1.1 Milliarden US-Dollar. und
warnt vor einem kräftigen Einbruch des Versandgeschäftes vor
allem nach China, aber auch in Europa und den USA mit der Folge
dass die Aktie letzten Freitag mit minus 21 Prozent den größten
Tagesverlust seiner Geschichte einfuhr. Das zerfetzte weltweit
die Aktienkurse  allen voran die anderer Branchenriesen wie
Happag Lloyd oder Deutsche Post AG.


Ist das jetzt das Barometer für einen weltweiten
Konjunktureinbruch? Ein Indiz, dass die Gabentische an
Weihnachten ungedeckt bleiben? Oder ist es ein hausgemachtes
FedEx-Problem? Das man sich in Europa bei Übernahmen übernommen
hat? Oder auch  Probleme mit der Belegschaft in den USA hat
etc. Der neue CEO steigt jedenfalls kräftig auf die Kostenbremse,
will Sonntagszustellungen streichen, Flieger am Boden lassen und
Filialen schließen.


Natürlich ist das nicht schön, wenn den Logistikern die Gewinne
wegbrechen. Bevor dies für mich ein Grund zu Paniken ist schaue
ich mir den Frachtratenindex Baltic Dry an, der täglich auf der
Baltic Exchange in London gehandelt wird. Er zeigt wie sich die
Kosten für die Verschiffung von Rohstoffen entwickeln. Der Baltic
Dry Index ist somit ein Frühindikator, während man FedEX als
einen Spätzykliker der Branche sehen kann. Denn der Paketdienst
steht am Ende der Logistikkette.


Was macht also jetzt dieser Frühindikator Baltic Dry Index? Er
marschiert seit Ende August wieder langsam nach oben, allerdings
nachdem er in den letzten zwölf Monaten über 60 Prozent
eingebrochen ist. Auch hat der Index in den letzten Jahren an
Aussagekraft verloren, weil die Frachtraten aufgrund von
Überkapazitäten dahintümpelten. Trotz allem ist für mich die
leichte Erholung des Baltic Dry Index seit September
 zumindest ein Silberstreif am Horizont. Eine erfolgreiche
Anlagewoche wünscht Julia Kistner


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Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von
getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia
Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine
Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung,  sondern nur um die
persönliche Meinung der Autorin.


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Foto: Unsplash /precious madubuike

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