30 Jahre Rostock-Lichtenhagen - die vergessenen Opfer der Gewalt - Politik und Hintergrund 28.08.2022

30 Jahre Rostock-Lichtenhagen - die vergessenen Opfer der Gewalt - Politik und Hintergrund 28.08.2022

25 Minuten

Beschreibung

vor 3 Monaten
1992 greifen Rechtsextreme eine Unterkunft vietnamesischer
Vertragsarbeiter in Rostock-Lichtenhagen an. Unter dem zustimmenden
Johlen und dem Applaus von tausenden Schaulustigen und Anwohnern
blockieren sie die Zufahrt für die Rettungskräfte. Die rund 120
Bewohnerinnen und Bewohner retten sich auf das Dach des
Nebengebäudes. Wie durch ein Wunder überleben alle.
Rostock-Lichtenhagen steht seitdem als Symbol für das erste
rassistische Pogrom seit dem Ende der Nazi-Zeit. Weitere folgten
wie in Solingen oder Mölln. Und auch nach 2015, als mehr als eine
Million Menschen vor den Kriegen in Syrien und dem Irak nach
Deutschland flohen, verübten Rechtsextreme zahlreiche rassistische
Anschläge. Demgegenüber steht, dass keine demokratische Partei
hierzulande mehr Zweifel daran hat, dass Deutschland ein
Einwanderungsland ist. Aber reicht das? Nein, sagt Minh Thu Tran in
ihrem Kommentar. Außerdem porträtiert in dieser Ausgabe unsere
Korrespondentin Annette Kammerer den russischen Neofaschisten
Alexander Dugin, dessen Tochter vor einer Woche bei einem Anschlag
um's Leben kam. Carola Brand fordert in ihrem Kommentar ein halbes
Jahr nach Kriegsbeginn fortgesetzte Solidarität mit der Ukraine.
Die indirekten Folgen des Krieges beschreibt Jasmin Brock am
Beispiel von Menschen, die in Deutschland auf Hilfe angewiesen
sind, sie aber nicht beantragen. Und unser Brüssel-Korrespondent
Jakob Mayr schildert, wie sehr der Krieg die Spionagetätigkeit in
Brüssel gefördert hat.

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