Wirtschaftsnews vom 23. August 2022

Wirtschaftsnews vom 23. August 2022

Wirtschaftsnews

Beschreibung

vor 3 Monaten

Thema heute:   

Kaltmiete frisst bei Singles bis zu 42 Prozent vom
Gehalt


 


Die Mieten eilen in vielen deutschen Städten den
Einkommen davon. Die Folge: Die Wohnbelastung wird für die
Menschen immer größer. Eine immowelt Analyse zur Mietbelastung
von Singles in 80 deutschen Großstädten zeigt: In 23 Städten
geben Singles für die Kaltmiete mindestens ein Viertel ihres
Nettoeinkommens aus.

In der Spitze beträgt die Wohnkostenquote sogar 42 Prozent. Hinzu
kommen noch die Nebenkosten, die aufgrund des Krieges in der
Ukraine und der stark gestiegenen Gaspreise für viele Haushalte
künftig deutlich höher ausfallen als bisher. Das treibt die
Wohnkostenbelastung weiter nach oben. Für die Analyse wurde in 80
Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern die monatliche Belastung
durch die mittlere Kaltmiete einer Wohnung mit 50 Quadratmetern
in Relation zum mittleren Nettoeinkommen einer vollverdienenden
Person berechnet.

Größte Städte mit höchster Belastung

Am schwierigsten ist die Situation in Städten, in denen die
Schere zwischen Mieten und Einkommen immer weiter aufgegangen
ist. In München beläuft sich die mittlere Angebotsmiete für eine
50-Quadratmeter-Wohnung auf 1.195 Euro plus Nebenkosten. Ein
Einpersonenhaushalt muss allein für die Kaltmiete 42 Prozent
seines Verdienstes aufbringen. Je nach Qualifikation und
Verdienst kann die Belastung auch noch deutlich größer werden.
Zwar ist die Wohnkostenquote in München mit Abstand am höchsten,
doch auch in den anderen größten deutschen Städten ist die Lage
angespannt. In Frankfurt kostet eine Wohnung für eine Person 960
Euro, was einer Belastung von 34 Prozent entspricht. In Berlin
beträgt die Wohnkostenquote 33 Prozent, was besonders am
vergleichsweise niedrigen Gehaltsniveau liegt. Im
Einkommensvergleich der 80 Städte liegt die Hauptstadt auf Platz
46, im Mietvergleich hingegen auf Platz 5. Mit 765 Euro ist
Berlin aber dennoch deutlich günstiger als Frankfurt oder
München. Etwas besser ist das Verhältnis in Hamburg und Köln (je
28 Prozent).  

30 Prozent Belastung in Offenbach und Heilbronn

Das Ungleichgewicht zwischen Mieten und Einkommen ist längst
nicht nur ein Problem der Metropolen. Auch in vielen kleineren
Städten ist die Belastung hoch. Sowohl in Offenbach am Main als
auch in Heilbronn müssen Alleinlebende 30 Prozent für die Miete
ausgeben. In Heidelberg und Freiburg sind es jeweils 29 Prozent.
In allen Städten kosten die Mieten für 50 Quadratmeter inzwischen
mindestens 700 Euro.  Viele der kleineren Städte mit hoher
Wohnbelastung besitzen eigene Universitäten und Hochschulen,
sodass ein großer Anteil an Studenten den Mietmarkt zusätzlich
belastet  


 


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