Einverstanden sein

Einverstanden sein

5 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat

Der Knecht Gottes sprach: Ich bot meinen Rücken dar
denen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich
rauften. Mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und
Speichel. Jesaja 50,6


Sieh, das Lamm Gottes, das der Welt Sünde
trägt! Johannes 1,29


Sie ist eine geheimnisvolle Gestalt, dieser Knecht Gottes, den
der Prophet Jesaja in seinen vier Gottesknechtsliedern zu Wort
kommen lässt. Erst Jesus löst dieses Rätsel. Er ist diese
Gestalt. Jesus sah in diesen Texten und Worten des Propheten
seinen eigenen Weg wie einen roten Faden vorgezeichnet, dem er
unbeirrt folgte. So kommt es zu ganz frappierenden Parallelen -
z.B. zwischen der Passionsgeschichte und unserem Losungswort
heute.


Die Evangelien des Neuen Testamentes wollen ja nicht nur das
Leiden und Sterben von Jesus erzählen und dokumentieren. Sondern
sie wollen es auch deuten und die Frage beantworten: "Was ist
denn nun das Erlösende am Tod von Jesus? Gab es damals nicht
ungezählte Kreuzigungsopfer? Gibt es nicht auch heute genauso
ungezählte Opfer von Terror und Gewalt?" Viele Antworten gibt uns
dazu das Neue Testament. Eine davon geben uns heute Losung und
Lehrtext.


Auf den ersten Blick und rein äußerlich war Jesus ein Opfer von
religiösem Fanatismus und staatlicher Willkürherrschaft. Doch bei
genauem Hinsehen geschah in seiner Passion nichts, was Jesus
nicht genauso wollte und ganz bewusst zuließ. Nach außen wahrlich
ein wehrloses Opferlamm, nach innen der, der bis zum letzten
Atemzug der eigentlich Handelnde war. Das Losungswort ist ganz im
Aktiv gehalten: "Ich bot dar...ich verbarg nicht.." Jesus sagte
einmal: "Darum liebt mich mein Vater, weil ich mein Leben lasse,
dass ich's wiedernehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich
selber lasse es. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es
wiederzunehmen." (Johannes 10,18) Es war dieses völlige
Einverständnis, dieses "Ja, Vater!", ja, dieses aktive Wollen,
dieses vollkommene Annehmen, das neben vielem anderen die
Erlösungskraft des Kreuzestodes ausmacht. Da war kein
Widerstreben, kein Aufbegehren, kein: "Ich will das alles
eigentlich gar nicht! Wenn ich nur könnte, wie ich wollte!"


Wenn Jesus nicht bewusst das "Lamm Gottes" hätte werden wollen,
"das der Welt Sünde trägt" - incl. deine und meine - hätten die
römischen Soldaten ihm kein Haar krümmen können.


So vollzieht sich Erlösung.


So sei gesegnet mit dem "Ja, Vater!", mit dem auch du dein Kreuz
heute tapfer aufnehmen kannst.


Sei gesegnet und ganz gewiss: Jesus ist auch dein Lamm Gottes,
das deine Sünde trägt und hinwegnimmt.


Sei unter die erlösende Kraft des Kreuzes gestellt.

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