Bakterien im giftigen Bergsee

Bakterien im giftigen Bergsee

Das eigenartige und geheimnisvolle Ökosystem des Tessiner Bergsees Lago di Cadagno fasziniert die Mikrobiologen schon seit Jahrzehnten - und noch immer wird Neues entdeckt.
28 Minuten
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Beschreibung

vor 2 Monaten
Das eigenartige und geheimnisvolle Ökosystem des Tessiner Bergsees
Lago di Cadagno fasziniert die Mikrobiologen schon seit Jahrzehnten
- und noch immer wird Neues entdeckt. Wir begleiten zwei
Forscherinnen der Universität Zürich bei der Probenahme auf dem See
und im Labor. Und wir schauen, was die Fachrichtung der sogenannten
«Mikrobiellen Ökologie» genau erforscht und wozu. Der Cadagnosee
beinhaltet eigentlich zwei Seen in einem. Taucht man hinunter, ist
zuerst alles normal, es gibt Fische und alles was dazugehört. In
rund 10 Meter Tiefe ändert sich das Wesen des Sees aber radikal.
Das Wasser wird giftig, es enthält viel Schwefelwasserstoff und
Sauerstoff gibt es auch keinen mehr. Aus unterirdischen Quellen
fliesst dieses toxische Wasser in den See – und bleibt auch unten,
weil es eine hohe Dichte hat. Doch «toxisch» ist in der Biologie
ein relativer Begriff und entstammt meist der menschlichen
Sichtweise: Das giftige Wasser, das nach faulen Eiern riecht, ist
unter anderem für Schwefelpurpur-Bakterien Heimat und Lebenselixier
zugleich. Eine Reise in einen wundersamen Kosmos.  «Hinab –
das Wissenschaftsmagazin sucht die Tiefe» - die Sommerserie der
Wissenschaftsredaktion (3/7)

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