Nummer #14: Was schätzen australischen Nutzer*innen an ihren Public Libraries? Was steht in aktuellen Jahresberichten Öffentlicher Bibliotheken?

Nummer #14: Was schätzen australischen Nutzer*innen an ihren Public Libraries? Was steht in aktuellen Jahresberichten Öffentlicher Bibliotheken?

31 Minuten
Podcast
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Ein Podcast für Bibliotheken und an Bibliotheken Interessierten

Beschreibung

vor 4 Wochen

Die 14. Ausgabe des Podcasts “Aus der Bibliothekswissenschaft”
beschäftigt sich vollständig mit Öffentlichen Bibliotheken. In
der ersten Sektion wird eine Studie aus New South Wales,
Australien, besproche, bei der während des Lockdowns
November-Dezember 2021 Nutzerinnen danach gefragt wurden, was sie
an ihrer jeweiligen Public Library vermissen (falls überhaupt).
Sie wurden auch gefragt, wie sie die Bibliotheken zuvor benutzt
hatten. Es zeigte sich, dass die Nutzerinnen recht positiv
gegenüber den Bibliotheken eingestellt waren und zu grossen
Teilen auch vorhatten, sie nach dem Lockdown im gleichen Masse
oder mehr zu nutzen als zuvor. Interessant war, dass sie dabei
vor allem auf Angebote und Nutzungsweisen abzielten, die eher als
“klassisch” beschrieben werden können: Ausleihe von Büchern,
Browsen im Regal, Besuche mit Kinder, Lernen und Lesen in der
Bibliothek. Sie nutzten die Bibliotheken auch, um soziale
Kontakte zu pflegen, aber eher im Low-Level-Bereich. Andere
Nutzungsweise gab es, aber selten.


In der zweiten Sektion wird die Auswertung von 50 Jahresberichten
von Öffentlichen Bibliotheken aus dem DACH-Raum über das Jahr
2021 vorgestellt. Die Ergebnisse unterstützten in gewissem Masse
die aus der ersten Studie. Bibliotheken im DACH-Raum beschrieben
ihre Arbeit vor allem an den “klassischen” Themen Bestand,
Leseförderung und Arbeit für Kinder orientiert. Sie beschreiben
sich als, den Umständen entsprechend, erfolgreich und auch in
Veränderung begriffen - aber sehr auf diese Themen orientiert.
Themen und neue Angebote, welche die bibliothekarische Diskussion
sonst prägen, finden sich in den Jahresberichten immer nur in
Ausnahmefällen. Sie sind also nicht irrelevant, aber andere
Themen sind in der Praxis relevanter. Eine Sache, die
heraussticht, ist, wie wichtig offenbar das Schreiben von
Förderanträge für Öffentliche Bibliotheken im DACH-Raum geworden
ist.

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