#010 CQ Frühstücks-Quarch "Briefe schreiben ist gerade hipp" bei Intellektuellen gerade inn

#010 CQ Frühstücks-Quarch "Briefe schreiben ist gerade hipp" bei Intellektuellen gerade inn

Wenig Hilfreiches, dafür viel Medienaufmerksamkeit.

Beschreibung

vor 1 Monat

Deutschlands Intellektuelle haben wegen des Ukraine-Kriegs ein
neues Genre entdeckt: Sie schreiben offene Briefe an den
Bundeskanzler. Erst wandte sich eine Gruppe von Autoren um die
Emma-Herausgeberin Alice Schwarzer gegen die Bewaffnung der
Ukraine durch den Westen. Die Antwort unter Federführung des
Publizisten Ralf Fücks kam postwendend. Er und weitere
Intellektuelle forderten eine kontinuierliche Bewaffnung der
Ukraine.
Der Philosoph und Buchautor Christoph Quarch hält wenig von
diesen öffentlich an Olaf Scholz adressierten Meinungsäußerungen,
weil neue Erkenntnisse fehlten. Die Autoren vermittelten
angesichts des Ukraine-Kriegs vielmehr eine gewisse
Hilflosigkeit. Die Texte seien geprägt von dem Tonfall: "Schaut
mal her! Ich war nicht tatenlos!" Außerdem hätten die Verfasser
auch nur die bekannten Standpunkte wiederholt.
Von Intellektuellen erwarte er aber mehr, sagt der Philosoph.
Menschen des Geistes müssten "einen neuen Horizont erschließen
und Perspektiven einbringen, die sonst außer Acht gelassen
werden." Christoph Quarch fordert deshalb eine Diskussion über
den Sinn der politischen Intervention Deutschlands und des
Westens in die kriegerische Auseinandersetzung zwischen Russland
und der Ukraine. "Wir brauchen eine Idee vom Ende des Krieges und
eine solche Idee kann nur eine Idee vom Frieden sein."
Welche Impulse er sonst noch von Intellektuellen erwartet,
erklärt der Philosoph im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator
Jonathan Hadem.


#philosophie #christophquarch

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