Milo Rau inszeniert den Tell

Milo Rau inszeniert den Tell

Milo Rau ist Provokateur und Idealist zugleich. Mit seinem Theater will der Schweizer die Welt verändern und inszeniert mit Vorliebe grosse politische Krisen. In Zürich hat er sich nun an «Wilhelm Tell» gewagt. Ein Film über einen Regisseur, der die D ...
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Beschreibung

vor 2 Monaten
Milo Rau ist Provokateur und Idealist zugleich. Mit seinem Theater
will der Schweizer die Welt verändern und inszeniert mit Vorliebe
grosse politische Krisen. In Zürich hat er sich nun an «Wilhelm
Tell» gewagt. Ein Film über einen Regisseur, der die Dringlichkeit
in einem Nationalmythos sucht. Milo Rau ist einer der bekanntesten
Theaterregisseure unserer Zeit. Der 45-Jährige ist bekannt geworden
durch seine oftmals provokanten Stücke, die politische Krisenherde
oder menschliche Abgründe in den Fokus rücken. Er inszenierte
Schauprozesse über die Kunstfreiheit in Russland oder über
Menschenrechtsverletzungen von Glencore im Kongo. Rau will mit
seinen Stücken nichts weniger als die Welt verändern. Er bezeichnet
sich selbst als Neomarxisten und sieht sein Ziel darin,
würdevollere Bedingungen für das Zusammenleben von allen zu
schaffen. Nach zehn Jahren kehrt Milo Rau nun in die Schweiz
zurück, um am Zürcher Schauspielhaus den «Wilhelm Tell» zu
inszenieren. Jene Legende um den Freiheitshelden, der zum
äussersten Mittel greift, um sich und seine Familie zu verteidigen.
Ein Stoff, der immer wieder von rechts bis links vereinnahmt wird.
Der Dokumentarfilm «Milo Rau inszeniert den Tell» begleitet Milo
Rau während der Arbeiten zum Stück und versucht sich einem Künstler
zu nähern, der oftmals als verkopft und schwierig dargestellt wird.
Der Film zeigt einen Menschen, der mit seinem Heimatland hadert,
der mit idealistischer, fast schon kindlicher Begeisterung Ideen
wie am Fliessband produziert und dem nur selten etwas Privates zu
entlocken ist.

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