Warum indigene nordeurasische Sprachen erforschen - Beispiel Dolganisch

Warum indigene nordeurasische Sprachen erforschen - Beispiel Dolganisch

Wissenschaft als Kompass - Schlaglicht Folge 4 mit Prof. Dr. Beáta Wagner-Nagy
12 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat
Wer sich mit indigenen nordeurasischen Sprachen beschäftigt, merkt
schnell: Der Forschungsbedarf ist hoch. Das zeigt sich schon daran,
dass es schwierig ist, konkret zu benennen, um wie viele Sprachen
es hier geht. Grundlagenforschung betreibt aktuell ein
Langzeitvorhaben im Rahmen des Akademienprogramms unter dem Dach
der Akademie der Wissenschaften in Hamburg – in Kooperation mit der
Universität Hamburg: Es heißt „INEL. Grammatiken, Korpora und
Sprachtechnologie für indigene nordeurasische Sprachen“. Zehn bis
15 indigene nordeurasische Sprachen als eigenständige Korpora
aufzubereiten – das könnte bis zum Projektende in 2033 zu schaffen
sein: „im Idealfall“, so Beáta Wagner-Nagy. Dass sie als Uralistin
das Langzeitvorhaben INEL leitet, hat auch historische Gründe. Die
Wiege der uralischen Sprachfamilie steht in der heutigen Russischen
Föderation, dort, wo die indigenen nordeurasischen Sprachen zu
Hause sind. In Schlaglicht-Folge 4 berichtet Wagner-Nagy am
Beispiel des Dolganischen, wie wichtig und facettenreich die
Projekt-Arbeit von INEL sich gestaltet. Mit Dagmar Penzlin. Sie
hören Auszüge aus dem Gespräch mit Beáta Wagner-Nagy für Folge 4
unseres Podcast; neben der Gesprächsfassung bieten wir Ihnen immer
ein kürzeres Schlaglicht auf zentrale Aspekte der langen
Podcast-Fassung.

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