Eine Beziehung, der vier Kinder geopfert wurden

Eine Beziehung, der vier Kinder geopfert wurden

2005: In einer Gefriertruhe findet ein Grazer eine Babyleiche. Die Ermittler sollten drei weitere entdecken. Hundert Jahre davor ereignete sich ein Fall von verblüffender Ähnlichkeit – ganz in der Nähe des Tatorts von 2005.
24 Minuten

Beschreibung

vor 3 Monaten

An einem heißen Junitag im Jahr 2005 in Gösting, einem Randbezirk
von Graz, wollte ein Mann bei einem Geburtstagsfest ein Eis für
seine Kinder holen. Er wusste, dass er in einer mit den Nachbarn
gemeinsam genutzten Kühltruhe noch eine Packung hatte. Zwischen
eingefrorenen Lebensmitteln fiel ihm etwas Seltsames auf. Er
schaute genauer nach und stellte fest, dass er die Leiche eines
Babys vor sich hatte. Die alarmierten Behörden sicherten die
Tiefkühltruhe, in der sie eine zweite Leiche fanden. Die
folgenden Ermittlungen führten zu zwei weiteren toten Babys auf
dem Grundstück. Alle vier Kinder waren gewaltsam zu Tode
gekommen. Bald gab es zwei Festnahmen: Gertraud A. (32), die
Mutter und ihr Lebensgefährte, Johannes G. (38). 


A. war es gelungen, die Schwangerschaften und Geburten – vier
innerhalb von zwei Jahren und elf Monaten – vor ihrem gesamten
Umfeld zu verbergen, niemand in ihrer Familie ahnte etwas davon.
Vor Gericht gestand sie zwar die Tötungen, stritt aber eine
Mordabsicht ab. Ihr Lebensgefährte will von all dem nichts
mitbekommen haben. Doch das Gericht sah das anders. Beide wurden
wegen Mordes verurteilt. 


Knapp 100 Jahre zuvor – ebenfalls in Gösting – ereignete sich ein
Fall, der unglaubliche Parallelen zu dem jüngeren Verbrechen
aufweist.


Mit Hans Breitegger und David Knes.

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