Schweizer Debüt und «Zeitzuflucht» von Georgi Gospodinov: Aktuelle Buchempfehlungen

Schweizer Debüt und «Zeitzuflucht» von Georgi Gospodinov: Aktuelle Buchempfehlungen

«Die Dinge beim Namen» der jungen Schweizerin Rebekka Salm und «Zeitzuflucht» des bulgarischen Schriftstellers Georgi Gospodinov – dies die beiden Buchneuerscheinungen diese Woche am Literaturstammtisch im «BuchZeichen».
23 Minuten

Beschreibung

vor 5 Monaten
«Die Dinge beim Namen» der jungen Schweizerin Rebekka Salm und
«Zeitzuflucht» des bulgarischen Schriftstellers Georgi Gospodinov –
dies die beiden Buchneuerscheinungen diese Woche am
Literaturstammtisch im «BuchZeichen». Der Roman «Die Dinge beim
Namen» der jungen Schweizer Autorin Rebekka Salm setzt sich aus
zwölf Geschichten zusammen, die gekonnt ineinander verwoben sind.
Sie beleuchten aus verschiedenen Perspektiven ein folgenschweres
Ereignis, das noch Jahrzehnte später seinen Schatten auf ein Dorf
wirft. Annette König, die das Buch für die Sendung ausgewählt hat,
findet bemerkenswert, wie Rebekka Salm die Dinge beim Namen nennt.
In seinem neuen Roman «Zeitzuflucht», das Nicola Steiner mit in die
Sendung bringt, erkundet der bulgarische Autor Georgi Gospodinov
die menschliche Sehnsucht nach Vergangenheit. Und das auf höchst
originelle Weise. Ausgangspunkt des Romans ist nämlich eine Klink
für Demenzkranke in Zürich, deren Zimmer in verschiedenen
Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts eingerichtet sind. Als dann
aber plötzlich ganze Städte und Staaten auf die Idee aufspringen
und ihren Bürgerinnen und Bürger ebenfalls die schöne vertraute
Vergangenheit anbieten, nimmt die Sache groteske Züge an. Der Tipp
der Woche stammt von Michael Luisier. Zum 80. Geburtstag des
Kabarettisten Gerhard Polt am 7. Mai wirft er einen kurzen Blick
auf dessen jüngste Publikation «Dr. Arnulf Schmitz-Zceiczyk».
Buchhinweise: * Georgi Gospodinov. Zeitzuflucht. Aus dem
Bulgarischen von Alexander Sitzmann. 342 Seiten. Aufbau Verlag,
2022. * Rebekka Salm. Die Dinge beim Namen. 182 Seiten. Knapp
Verlag, 2022. * Gerhard Polt. Dr. Arnulf Schmitz-Zceiczyk. 144
Seiten. Kein und Aber, 2022.

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