Wirtschaftsnews vom 03. Mai 2022

Wirtschaftsnews vom 03. Mai 2022

Wirtschaftsnews

Beschreibung

vor 8 Monaten

Thema heute: 


 KIT: Datensicherheit: Mehr Privatsphäre auf dem
Smartphone


 


 


Wir alle füttern unsere Smartphones täglich mit vielen Daten:
Wir führen Gespräche in Wort, Text und Bild, speichern Notizen,
Fotos und Videos, planen Termine und verwalten Kontakte. Der
Zugriff auf diese teilweise sensiblen Daten ist über sogenannte
Berechtigungen geregelt.


Beispielsweise benötigt jede App, die auf die Kamera zugreift,
die entsprechende Berechtigung. Viele Apps verlangen jedoch
bereits bei der Installation oder in anderen Kontexten
Berechtigungen, die ihnen den Zugriff auf private
Smartphone-Daten ermöglichen, obwohl dies für die Funktionalität
der Apps nicht erforderlich ist. So gibt es Wetter-Apps oder
QR-Code-Scanner, die Zugriff auf das Adressbuch oder auf private
Fotos fordern. Zudem enthalten viele Apps sogenannte Tracker, die
laufend Daten erfassen, das Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer
analysieren und Profile von Personen anlegen, ohne dass diese es
mitbekommen. Die gesammelten Daten lassen sich für gezielte
Werbung nutzen, können aber auch von Hackerinnen und Hackern
gestohlen werden.


Doch es geht auch anders. Dass Privatsphäre auf dem Smartphone
möglich ist – beweisen die „Privacy Friendly Apps“ für Android:
Die Forschungsgruppe SECUSO am Karlsruher Institut für
Technologie (KIT) hat gemeinsam mit Studierenden mehr als 30
verschiedene Apps für Android entwickelt, die nur die für die
Funktionalität erforderlichen Berechtigungen anfordern und keine
Tracking-Mechanismen enthalten. Für diese „Privacy Friendly Apps“
hat SECUSO nun den 2022 erstmals verliehenen „Digital Autonomy
Award“ vom Kompetenzzentrum Digital Autonomy Hub erhalten, das
vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.


Studierende sind maßgeblich an der Entwicklung der Apps
beteiligt


Diese die von der Forschungsgruppe SECUSO (Security – Usability –
Society) des KIT entwickelten „Privacy Friendly Apps“, kurz PFAs,
ermöglichen mehr Privatsphäre. Die Forschungsgruppe unter Leitung
von Professorin Melanie Volkamer gehört zum Institut für
Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren des KIT.
An der Entwicklung der für Android-Smartphones geeigneten PFAs
waren und sind Studierende maßgeblich beteiligt. Die PFAs
zeichnen sich dadurch aus, dass sie nur die für ihre
Funktionalität erforderlichen Berechtigungen anfordern, keine
Tracking-Mechanismen enthalten und damit keine Nutzungsdaten
sammeln. Es werden nur dann klar definierte Daten an
Drittanbieter übertragen, wenn dies für die Funktionalität
unbedingt erforderlich ist.


 


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https://www.was-audio.de/aanews/News20220503_kvp.mp3
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