Wirtschaftsnews vom 26. April 2022

Wirtschaftsnews vom 26. April 2022

Wirtschaftsnews

Beschreibung

vor 9 Monaten

Thema heute:   


Betriebliche Altersversorgung: Zuschusspflicht des
Arbeitgebers ab 2022 auch für Altverträge


 


 


Betriebliche Altersvorsorge hat viele Gesichter. Eine
freiwillige betriebliche Zusatzrente kann über
Direktversicherungen, Pensionskassen, Pensionsfonds,
Direktzusagen oder Unterstützungskassen erfolgen. Mit der
Durchführung einer Entgeltumwandlung können all diese Modelle für
Arbeitnehmer attraktiv sein, erklärt man bei der Lohnsteuerhilfe
Bayern e.V. (Lohi).  Denn die Beiträge sind bei einigen
Formen steuer- und sozialversicherungsfrei.


Auch der Arbeitgeber spart damit rund 20 Prozent an
Lohnnebenkosten ein. Doch einen Großteil ihrer Einsparungen
müssen Arbeitgeber jetzt den Arbeitnehmern per Gesetz zukommen
lassen. Was seit 2019 für Neuverträge galt, gilt seit dem
1.1.2022 auch für Altverträge: ein verpflichtender Zuschuss in
Höhe von 15 Prozent.


Arbeitgeber sind zur Entgeltumwandlung verpflichtet


Entgeltumwandlung bedeutet, dass auf Wunsch des Arbeitnehmers
jeden Monat ein Teil seines Bruttolohns in einen Vertrag zur
betrieblichen Altersvorsorge (bAV) abgeführt wird. Dies ist keine
freiwillige Entscheidung des Arbeitgebers, denn er ist seit 2002
gesetzlich verpflichtet, seinen Mitarbeitern eine bAV anzubieten.
Welches bAV-Modell angeboten wird, bleibt in der Regel dem
Arbeitgeber überlassen.


Mit bAV in der Einzahlungsphase Steuern sparen


Da die Altersvorsorgebeiträge vom Bruttolohn abfließen, fallen
keine Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge an. Bis zum
Höchstbetrag geht die volle Summe in die Altersvorsorge ein. Ein
Arbeitnehmer möchte zum Beispiel monatlich 200 Euro von seinem
Bruttolohn wegsparen. Somit gehen 200 Euro in seinen
Altersvorsorgevertrag ein. Zudem wird der zu versteuernde Lohn
durch das Vorsorgesparen um 200 Euro monatlich gekürzt. Auf ein
Jahr betrachtet muss der Arbeitnehmer aus dem Beispiel 2.400 Euro
weniger versteuern.


Höchstgrenzen für Steuerersparnis berücksichtigen


Es gibt zwei verschiedene Freibeträge für ein und dieselbe
Einzahlung in den bAV-Vertrag. Der eine Freibeitrag betrifft die
Beiträge zur Sozialversicherung, der andere die Lohnsteuer. Die
Sozialversicherung betreffend sind Einzahlungen im Jahr 2022 bis
3.384 Euro jährlich befreit. Erst bei Einzahlungen darüber werden
die Beitragssätze erhoben. Der Freibetrag für die Lohnsteuer ist
doppelt so hoch und beträgt 6.768 Euro in 2022. Diese Freibeträge
betreffen Direktversicherungen, Pensionskassen oder
Pensionsfonds.  


 


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