Von Seen, die zufrieren | von Felix Hornstein

Von Seen, die zufrieren | von Felix Hornstein

Dürften wir erlauben, dass es Meere gibt mit hohen Wellen und scharfkantigen Kliffen und gefährlichen Strudeln? Und wenn es sie gäbe, hätten wir je erlauben dürfen, Boote zu bauen und Schiffe, um in die Weite hinauszufahren? Dürften wir...
9 Minuten
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Literatur, Philosophie, Kultur und Gesellschaft

Beschreibung

vor 3 Monaten
Dürften wir erlauben, dass es Meere gibt mit hohen Wellen und
scharfkantigen Kliffen und gefährlichen Strudeln? Und wenn es sie
gäbe, hätten wir je erlauben dürfen, Boote zu bauen und Schiffe, um
in die Weite hinauszufahren? Dürften wir erlauben, dass es Seen
gibt, die zufrieren? Und wenn es sie doch gäbe, dürften wir sie
betreten?  Die Coronakrise markiert den Sieg der Vorsicht über
das Leben, den Sieg der „Helikopter“ über die ungebändige,
natürliche Wildheit der Kinder. Doch setzt man nun die Angst vor
dem Unglücksfall zum alleinigen Maßstab über alle Lebensregungen,
wird sie zu einem allmächtigen Diktator, der den Menschen das Leben
nimmt, ohne sie zu töten. Der Essay "Von Seen, die zufrieren" von
Felix Hornstein belegte den zweiten Platz meines Essaywettbewerbs
"Wie konnte es nur soweit kommen?" und wurde im gleichnamigen
Textband (erschienen 2021 im Verlag Sodenkamp & Lenz) mit einem
Nachwort von Giorgio Agamben veröffentlicht.  Felix Hornstein:
Von Seen, die zufrieren. In: Gunnar Kaiser (Hrsg.): Wie konnte es
nur soweit kommen? Sodenkamp & Lenz, Berlin 2021.
https://bit.ly/3vgJWyv

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