Warum nicht verkaufen, was gut gelaufen ist.

Warum nicht verkaufen, was gut gelaufen ist.

3 Minuten

Beschreibung

vor 9 Monaten

Ich kann mit der Investmentstrategie von US-Starinvestorin Cathie
Wood und ihrem Flaggschiff, dem Technologiefonds ARK Innovation
ETF nicht viel anfangen. Sie investiert mir zu riskant und zu
wenig durchdacht. Aber dafür, dass sie zuletzt weitere,
millionenschwere Tesla-Pakete verkauft hat, hat sie nun wirklich
keine Schelte verdient. Sie verkaufte, nachdem die Aktie des
E-Autobauer sich wiederum 40 Prozent erholte. Also warum da nicht
auch einmal in unruhigen Börsenphasen einen Teil der Gewinne
mitnehmen und damit andere Verluste wettmachen. Noch dazu,
nachdem die renommierte Fondsrating-Agentur Morningstar den Ark
Innovation ETF (ARKK) von Cathie Wood abgestuft hat und dieser
mit seiner Performance kämpft. Cathie hat ja auch nicht alle
Tesla-Anteile verkauft und glaubt weiterhin an die E-Mobilität
und autonomes Fahren. In einem Bloomberg-Interview begründete sie
die Reduktion ihrer Tesla-Position damit, dass hier das
Wachstumspotenzial nicht mehr so hoch ist wie bei den vielen
kleineren, innovativen Start Up´s, in die sie auch investiert
ist. Wo sie recht hat, hat sie recht: Tesla muss sein aktuelles
Kurs-Gewinn-Verhältnis von 208 künftig erst einmal verdienen. Das
KGV gibt ja an, in wie viel Jahren bei konstanten
Unternehmensgewinnen Anleger jenen Wert erhalten, den sie für die
Aktie bezahlt haben. Sprich für Tesla zahlt man derzeit den
208-fachen Jahresgewinn des E-Autobauers und das ist doch schon
üppig. Die Idee, auf Raten zu verkaufen, so wie man andererseits
auch in Etappen investiert finde ich nicht dumm. So kann man
schon einen Teil seines Kaufpreises in trockene Tücher bringen
und die Gewinne bei den restlichen, nicht verkauften Anteilen mit
verringertem Risiko weiterlaufen lassen. Was ich eher
hinterfragen würde, wenn ich ARK Innovation ETF-Investor wäre,
was ich nicht bin, wären die Zukäufe, die Cathie mit den
Tesla-Aktienerlösen tätigte: Um 100 Millionen Euro Anteile an der
Kryptobörse Coinbase – das ist ja noch in Ordnung, ebenso wie der
Erwerb von Anteilen an der Gaming-Plattform Roblox. Aber beim
Videocall-Spezialisten Zoom und bei der Streaming-Plattform Roku
fehlt mir persönlich die Mega-Wachstumsphantasie. Der Gründer von
Roku heißt übrigens rein zufällig Wood, Antony Wood. Ihr Mann ist
es jedenfalls nicht. Cathie Wood ist geschieden.


Noch zur Performance der Star-Investorin: Seit Jahresbeginn hat
ihr populärer Tech-Fonds um über 36 Prozent an Wert eingebüßt,
dies nach einem dicken Minus von 23 Prozent im Jahr 2021, aber
auch nach einem fetten Plus von 150 Prozent im Jahr 2020. Hätte
sie nur die einen oder anderen Gewinne früher mitgenommen ...


Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von
getroffenen  Aussagen entstehen, übernimmt die
Autorin, Julia Kistner keine Haftung.


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Foto: Pixabay

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