Euro – nur Lira, Peso, Yen schwächeln mehr

Euro – nur Lira, Peso, Yen schwächeln mehr

3 Minuten

Beschreibung

vor 9 Monaten

Nicht nur die Aktienbörsen, auch der umsatzmäßig größte
Finanzmarkt der Welt, der Devisenmarkt, schwankt derzeit
gewaltig. Für Unsicherheiten sorgen zum einen natürlich die
Russlandinvasion in der Ukraine und die resultierenden
Sanktionen. Zum anderen aber auch die Inflationsbekämpfung durch
die Notenbanken. By the way: Gestern war ich auf dem
Fondskongress in Wien unterwegs. Auf der Finanzfachmesse war die
Mehrheit meiner Gesprächspartner der Meinung, dass die
US-Notenbank FED im Mai dann doch stärker auf die Bremse steigen
wird, wie ursprünglich erwartet, da sie hohe Inflationsgefahr für
bedrohlicher einschätzt als das Abwürgen der Konjunktur durch
höhere Zinsen, sprich einer Straffung der Geldpolitik. Die
Meinung der Branche – so meine zugegeben nur qualitativ nicht
quantitativ aussagekräftige Blitzumfrage ist, dass die FED bei
ihrer nächsten Sitzung im Mai daher nicht nur die Zinsen um einen
halben Prozentpunkt anheben wird, sondern auch ihr
Anleiheankaufprogramm radikal zurückfahren wird. Hinzu kommen
noch höhere Zinsunterschiede zu Europa, die infolge die
Investoren in die USA locken und den Dollar stärken, während der
Euro obendrein durch den Krieg in der Ukraine und den
Zwangsumtausch in den Rubel bei Energie-Einkäufen aktuell
abgestraft wird. Übrigens, Putins Rubeltrick wirkt. Nachdem der
russische Rubel im Februar um rund ein Drittel zum Euro
abgewertet hatte, zeigte die Ankündigung des russischen
Präsidenten, Gaslieferungen und andere Exporte in „unfreundliche
Staaten“ nur noch in Rubel zu verrechnen Wirkung. Laut
Bloomberg-Daten hat der Rubel seit 2. März 2022 gegenüber dem
Euro wieder um 41,7 Prozent zugelegt. Der Euro schwächelt zuletzt
gegenüber den meisten Währungen. Deutlich stärker ist der Euro
derzeit nur gegenüber dem japanischen Yen, die türkische Lira und
der argentinische Peso. Also wer vor hat, im Sommer in die USA
oder gar nach Skandinavien in den Urlaub zu fahren, kann schon
einmal wechseln…


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sagt Börsenminute-Host Julia Kistner, die übrigens noch einen
weiteren Finanz-Pocast, die  GELDMEISTERIN betreibt


Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von
getroffenen  Aussagen entstehen, übernimmt die
Autorin, Julia Kistner keine Haftung.


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Foto: JK

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