Bye, bye Blankoscheck-Unternehmen

Bye, bye Blankoscheck-Unternehmen

3 Minuten

Beschreibung

vor 9 Monaten

Noch Anfang 2021 hieß es buy – jetzt heißt es Bye,bye Spacs.
 Zur Erinnerung:  Das sind Special Purpose Aquisition
Companies. Sprich die im Vorjahr gehypten Börsenhüllen oder
Blankoscheck-Unternehmen, die Geld von den Aktionären munter
einsammeln, ohne noch zu wissen, in welche nächsten Highflyer
oder auch Flops sie investieren werden und so  vor allem
Start Ups so die Hintertür einen günstigen Börsengang
ermöglichen. Schön für die die Start Ups, nicht aber unbedingt
für die Anleger. Seit Herbst wird deshalb auch massiv wieder Geld
aus den SPACs abgezogen, weil  dies Börsen-Mäntel oftmals in
Start Ups investierten, die mit zu ambitionierten Versprechungen
an den Start gingen, die sich kaum erfüllen konnten.
 Grundsätzlich bekommt der Investor in Spacs sein Geld
zurück, wenn  nach einer bestimmten Zeit, meist innerhalb
von 18 bis 24 Monaten kein geeignetes Unternehmen für eine
Übernahme gefunden wird oder die Aktionäre eine vorgeschlagene
Übernahme auf der Hauptversammlung ablehnen. Dann erfolgt in der
Regel die Auflösung der SPAC und die Anteilseigner der
Blankoscheck-Holdings erhalten die für Übernahmen vorgehaltenen
Barmittel abzüglich aller bislang entstandenen Kosten wieder
ausbezahlt. Das Problem an diesen Überraschungseiern: You never
no what you get für Deine Investment.  Der US-Börsenaufsicht
SEC wurde der Wildwuchs an börsennotierten Übernahmevehikel jetzt
zu bunt. Sie wird die Geldsammelstellen jetzt stärker regulieren,
künftig auch die Beraterbanken für unseriöse SPAC, auch für deren
Interessenskonflikten haftbar machen. Deshalb wollen Citigroup
und andere Big Player in dem Business, jetzt keine weiteren
Börsengänge von SPACs mehr begleiten. 2020 und 2021 arrangierte
die Citi 146 IPOs - Initial Public Offerings - von
Blankoscheck-Unternehmen mit einem Marktkapitalisierung von
insgesamt 31,6 Milliarden US-Dollar – so Bloomberg. Insgesamt
kamen im Vorjahr 800 SPACS alleine in den USA an die Börse. Das
diesen Börsenhüllen da das Material an erstklassigen
Übernahmekandidaten ausgeht, ist doch logo. Wenn ihr mich fragt:
bevor ich mein Geld in Blankoscheck-Unternehmen stecke und die
Katze im Sack kaufe, investiere ich doch lieber in
Beteiligungsholdings wie Berkshire Heathaway von Warren Buffett
oder der börsennotierten Investor AB von der schwedischen
Wallenberg-Dynastie, die schon über ein gewachsenes
Unternehmensportfolio verfügen, das sie mir als gute Geldanlage
dann glaubhaft verkaufen können.


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sagt Börsenminute-Host Julia Kistner, die übrigens noch einen
weiteren Finanz-Pocast betreibt: GELDMEISTERIN


Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von
getroffenen  Aussagen entstehen, übernimmt die
Autorin, Julia Kistner keine Haftung.


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Foto: Pixabay

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