1942 - Erlass über die Strafdivision 999

1942 - Erlass über die Strafdivision 999

38 Minuten

Beschreibung

vor 10 Monaten

Am 11. April 1942 verfügt das Oberkommando der Wehrmacht in einem
Runderlass, dass auch jene Männer zum Wehrdienst eingezogen
werden können, die auf Grund eines Strafurteils vor einem zivilen
Gericht ihre "Wehrwürdigkeit" verloren hatten und bis dahin nicht
eingezogen worden sind.

Zigtausend Häftlinge sind davon betroffen. Die meisten von ihnen
sind wegen krimineller Delikte verurteilt worden, etwa ein
Drittel ist einer der Oppositionsgruppen zuzuordnen, die zuvor
durch Gestapo und Polizei zerschlagen worden sind. Sie können nun
ihre Freiheit wieder erlangen, wenn sie das, was man von ihnen an
der Front erwartet, überleben.


Davon ausgeschlossen sind Landesverräter, Homosexuelle, Juden,
Sinti und Roma und Männer, die keine deutsche Staatsangehörigkeit
hatten.

Ihr hört in Eine Stunde History:


- Der Zeitungsjournalist und Historiker Joachim Käppner hat ein
Buch über die Strafdivision 999 veröffentlicht und schildert den
Alltag der Einheit


- Der Historiker Magnus Koch hat sich wissenschaftlich mit der
Strafdivision 999 beschäftigt und eine Wanderausstellung
organisiert

- Der Historiker Wolfram Wette ist Experte für die historische
Erinnerungskultur in der Bundesrepublik und ordnet das Gedenken
an die Deserteure ein.

- Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld
erläutert das System der Bewährungsbataillone, die es während des
Zweiten Weltkriegs gegeben hat.



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Mehr History-Podcasts gibt es hier.



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