Schüsse, Chaos, Lügen – Berichterstattung im Krieg

Schüsse, Chaos, Lügen – Berichterstattung im Krieg

51 Minuten

Beschreibung

vor 8 Monaten
"Diese Information lässt sich nicht unabhängig überprüfen.“ Kaum
eine seriöse Nachricht über den Ukraine-Krieg kommt mehr ohne
diesen Satz aus. Den Wahrheitsgehalt von Informationen
einzuschätzen, die uns aus dem Kriegsgebiet erreichen, ist eben
generell schwierig. Weil die Kriegsparteien natürlich ein Interesse
daran haben, Fortschritte zu verkünden und Rückschläge zu
verschweigen, um den eigenen Leuten Mut und um gegen die feindliche
Seite Stimmung zu machen. Weil Berichte direkt aus einem
Kriegsgebiet nur unter Lebensgefahr möglich sind - oder unter
militärischem Schutz, der dann aber zugleich Überwachung und Zensur
bedeuten kann. Und: Weil Nähe und Distanz gleichermaßen
problematisch sind: Wer mitten drinsteckt, hat keinen Überblick,
und wer weit weg ist, gewinnt keine unmittelbaren Eindrücke. Die
Frage "Was ist wirklich passiert?“ ist in einem Krieg deshalb
ebenso wenig banal wie die Frage "Was ist Wahrheit?“

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