Zwangsarbeit: Arbeit im Reichsbahnausbesserungswerk Neuaubing

Zwangsarbeit: Arbeit im Reichsbahnausbesserungswerk Neuaubing

3 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Jahr
Die meisten Lagerinsassen in München-Neuaubing mussten im
nahegelegenen Reichsbahnausbesserungswerk schwer arbeiten und
„kriegswichtige“ Arbeit leisten. Sie reparierten Lokomotiven und
Gleise. Es gab nur wenige Pausen und der Arbeitsdruck war enorm.
Ihre Entlohnung war schlecht, die Verpflegung dürftig. Mit den
deutschen Arbeiter*innen hatten sie wenig unmittelbaren Kontakt.
Doch den Deutschen im Werk blieb nicht verborgen, dass die
Zwangsarbeiter*innen im Lager schlecht behandelt wurden. Im
„Deutschen Reich“ herrschte Arbeitskräftemangel und es wurden von
1939 bis 1945 mehr als 13 Millionen Menschen zur Arbeit im
„Deutschen Reich“ gezwungen – sogenannte Zwangsarbeiter*innen. Es
gab über 30.000 Lager, in dem die Zwangsarbeiter*innen
untergebracht waren. In München-Neuaubing sind acht Baracken eines
ehemaligen Zwangsarbeiterlagers erhalten. Es ist ein bedeutendes
Zeugnis der massenhaften Ausbeutung durch Zwangsarbeit im
Nationalsozialismus. Schüler*innendes Münchner Karlsgymnasiumshaben
mit zeitgenössischen Dokumenten gearbeitet, Historiker befragt,
Zeitzeug*inneninterviews ehemaliger Zwangsarbeiter*innen
ausgewertet und Gespräche mit den derzeitigen Nutzer*innen des
Geländes geführt. Sie geben Einblicke in das System Zwangsarbeit im
Nationalsozialismus und bringen die Geschichte des Ortes zu Gehör.

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