Adolf Eichmann: Ein Hörprozess

Adolf Eichmann: Ein Hörprozess

55 Minuten
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Der Podcast zum Wegträumen und Wachwerden: Krimis und Klassiker, Literatur und Pop als Download. Alles in einer Box.

Beschreibung

vor 3 Monaten
Deutscher Hörspielpreis der ARD 2021 | Gewinnerstück Dieses Bild
ging um die Welt: Adolf Eichmann, Organisator der Deportationen zur
Vernichtung der europäischen Juden während der NS-Zeit, sitzt in
einer gläsernen Kabine und hört über Kopfhörer die
Simultanübersetzung der Anklage durch das Jerusalemer
Bezirksgericht 1961. Zeuginnen und Zeugen aus allen europäischen
Ländern, aus den Ghettos und aus den Todes- und Arbeitslagern
berichten vom Alltag der Verfolgung und Vernichtung. In das
kollektive Gedächtnis der Israelis brannte sich ein zweites Bild
ein: die ganze Nation sitzt gebannt vor den Radioempfängern. Denn
zum ersten Mal in der Aufarbeitung der NS-Verbrechen blieben die
Aussagen aus dem Zeugenstuhl nicht innerhalb des Gerichtssaals,
sondern wurden, wie auch die Aussagen Eichmanns, die Stimmen der
Anklage, der Verteidigung und der Richter, live in die Häuser und
Wohnungen in ganz Israel übertragen, durch das Radio. Zum ersten
Mal drang damit die Realität des Holocaust in seiner ganzen
Dimension, das, was bisher oft verdrängt oder beschwiegen worden
war, an die Ohren der Öffentlichkeit. Eine neue, nunmehr
ausgesprochene Erzählung der Shoa brach sich Bahn. Das
dokumentarische Hörspiel erzählt die Geschichte dieses Prozesses –
aus Sicht der Radiomacher beim damaligen öffentlich-rechtlichen
israelischen Rundfunk „Kol Israel“. Hörspiel von Noam Brusilovsky
und Ofer Waldmann. Regie: Noam Brusilovsky. Produktion: Rbb/DLF
2021. Verfügbar bis 27.01.2023.
https://www.ndr.de/kultur/radiokunst

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