Der Reichstag, das Dorf und hundert Akten (2/4)

Der Reichstag, das Dorf und hundert Akten (2/4)

23 Minuten
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Claas Christophersen, 43, entdeckt auf Fotos eine fatale Ähnlichkeit zwischen seinem Großvater Karl-Heinz Christophersen und dem Holocaust-Leugner und Alt-Nazi Thies Christophersen. Die beiden könnten Brüder sein. Aber schon Claas‘ Vater bekam immer zu...

Beschreibung

vor 5 Monaten
Bin ich mit dem Verfasser der "Auschwitz-Lüge" verwandt? Claas
Christophersen und Norbert Zeeb recherchieren u.a. in Mohrkirch.
Thies Christophersen und sein Gesinnungskamerad, der
Rechtsextremist Manfred Röder wollen im Mai 1975 im Deutschen Haus
in Flensburg den Deutschen Reichstag ausrufen. Die Kapitulation
Deutschlands 1945 erkennen Sie nicht an. Doch die Polizei beendet
die verbotene „Veranstaltung“. Christophersen und Röder weichen
über die Grenze ins dänische Padborg in ein Gasthaus aus, wo sie
allerdings der dänische Wirt rauswirft, als er erfährt, um welche
Art Versammlung es sich handelt. Der 43jährige Autor Claas, mit
demselben Nachnahmen Christophersen, recherchiert seit Anfang 2021
auch in seiner Verwandtschaft. Telefoniert mit Familienmitgliedern
und fragt nach dem Verhältnis zur Christophersen-Linie aus
Mohrkirch-Kälberhagen. Niemand mag sich so recht an den
Rechtsextremisten Thies erinnern… Claas stellt fest, dass sich in
der Zeitschrift „Die Bauernschaft“ schon die Entwicklung und
wichtige Themen der extremen Rechten von heute widerspiegeln.
Wolfgang Höcke, der Vater des AfD-Politikers Björn, war seinerzeit
Abonnent des Blattes. Der Krieg ist gerade mal 25 Jahre vorbei, da
verherrlicht darin das ehemalige SS-Mitglied Thies Christophersen
die Zeit des Nationalsozialismus. In seinen Schriften und Reden
prägt er schon damals Begriffe wie „Auschwitzlüge“ oder
„Reichsbürger“, die von der rechten, neonazistischen Szene gern
aufgenommen werden. Es gibt Gesinnungs-Verbindungen von Alt- zu
Neo-Nazi, zum NSU, der AfD und in die Reichsbürger-Szene.
Podcast-Serie von Claas Christophersen und Norbert Zeeb. Mit:
Christian Redl, Beate Rysopp, Wanda Perdelwitz und Steffen
Siegmund. Technische Realisation: Frank Albiker, Alicia Wistozky,
Nicole Graul und Angelika Körber. Regie: Alexander Schuhmacher.
Redaktion: Christiane Glas. Produktion: NDR 2022. Verfügbar bis
31.01.2023. https://ndr.de/radiokunst

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