Deutschland entsetzt über Regierungswechsel in Frankreich

Deutschland entsetzt über Regierungswechsel in Frankreich

20. Januar 1922
8 Minuten
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Der Podcast mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Welt vor hundert Jahren

Beschreibung

vor 3 Monaten
Der Erste Weltkrieg war vor einhundert Jahren bereits seit über
drei Jahren vorbei, aber über den Frieden wurde noch immer
verhandelt. Im Januar 1922 tat man dies zur Abwechslung in Cannes,
wo das Ersuchen des deutschen Vertreters Walther Rathenau um
Aufschub der fälligen Reparationszahlungen beim britischen
Premierminister Lloyd George und seinem französischen Amtskollegen
Aristide Briand auf überraschend offene Ohren gestoßen war. Schon
wenige Tage später waren alle Beschlüsse indes null und nichtig, da
das Parlament in Paris Briand die Unterstützung verweigerte und der
als antideutscher Hardliner verschriene Raymond Poincaré sich
anschickte, Briand an der Regierungsspitze abzulösen und von dort
auf die Einhaltung aller Deutschland im Versailler Vertrag
auferlegten Pflichten zu pochen. Die deutsche Öffentlichkeit
reagierte auf die Wendung allenthalben entsetzt, so auch der
Vorwärts am 20. Januar. Es liest Paula Leu.

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